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Blickwinkelstabiler Office-Monitor

Die begrenzten Einblickwinkel von Monitoren mit TN-Panels reichen für normale Office-Anwendungen häufig aus. Zum Problem werden sie allerdings für Nutzer, die ihren Monitor zum Arbeiten ins Hochformat drehen wollen: Da Bildqualität und Helligkeit auf TN-Schirmen bei der Betrachtung von unten stark abnehmen, wird die Darstellung nach der Schirmdrehung von einer Seite sehr unansehnlich. Bewegt man beim Arbeiten den Kopf nur leicht zu dieser Seite, lässt sich das Dokument kaum noch lesen.

Für die Nutzung im Hochformat sollte man deshalb eher zu Modellen mit blickwinkelstabiler LCD-Technik greifen. In jüngerer Vergangenheit werden solche Schirme bereits ab 200 Euro angeboten; sie sind damit nicht mehr nur Grafikprofis vorbehalten. Das Gros der neuen Geräte setzt auf IPS-Technik, AOC verbaut beim m2460Phu dagegen ein VA-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten und blendfreier Displayoberfläche.

Zum ergonomischen Arbeiten lässt sich der 24-Zöller auf seinem Standfuß neigen, seitlich drehen, um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen und ins Hochformat drehen. Für den Digitalbetrieb stehen DVI- und HDMI-Buchsen bereit. Ein USB-Hub mit vier Peripherieanschlüssen und ein Helligkeitssensor zur automatischen Anpassung der Schirmhelligkeit runden die Ausstattung ab. Der m2460Phu ist ab sofort für 260 Euro erhältlich. (spo)

Digitalprojektor-Alternative für kleine Kinos

An kleine und finanziell schwach ausgestattete Kinos richtet sich das von der Cinemathek Leipzig entwickelte A-Cinema-System. Das auf dem Kongress für kommunale Filmarbeit in Dortmund vorgestellte System soll 10 000 bis 17 0000 Euro kosten. Zum Vergleich: Für ein Kinosystem nach dem von allen Verleihern unterstützten DCI-Standard muss man zurzeit mindestens 60 000 Euro berappen. Der von Stephan Wein, Veit Geldner und Sven Wörner entwickelten A-Cinema-Anlage fehlt der eigentlich für die Entschlüsselung der Filmdaten notwendige Secure Media Block, wodurch sie einen wichtigen Aspekt der DCI-Norm nicht erfüllt. Verschlüsselte DCPs (Digital Cinema Package) kann sie trotzdem abspielen, da sie auf den EasyDCP-Player des Fraunhofer IIS in Erlangen zurückgreift.

Inzwischen ist bereits ein großer Teil der deutschen Kinos nach DCI-Norm digitalisiert, vor allem seit die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin diese Umstellung mit Millionen Euro bezuschusst. Doch nicht jedes Kino erhält diese Förderung: Es muss mehr als 8000 Zuschauer pro Jahr und einen Nettoumsatz von mehr als 40 000 Euro nachweisen. Durch dieses Raster fallen kleine Kinos und viele Filmtheater mit einem kulturellen Programmansatz. Laut Fabian Schauren, Geschäftsführer des Bundesverbandes kommunale Filmarbeit, kann von den 100 Mitgliedskinos seines Verbandes gut die Hälfte nicht die Kriterien der FFA erfüllen. Das werde zu einem massiven Kinosterben in der Fläche führen, ist sich Schauren sicher. Sven Wörner von der Cinemathek Leipzig berichtete, dass bei ihm bereits auch kommerzielle Kinobetreiber Interesse an A-Cinema bekundet hätten.

Kernstück der in Dortmund vorgeführten A-Cinema-Anlage ist ein 3000 Euro teurer Rechner mit Quad-Core-i7-Prozessor und zwei Grafikkarten – eine fürs Entschlüsseln und Dekodieren, die andere für die Ausgabe des Bildes. Als Projektor kann ein konventionelles (Heimkino-)Gerät genutzt werden.

Stephan Wein, freier Softwareentwickler und Betreuer der IT-Infrastruktur der Cinemathek Leipzig, programmierte in Real Basic und C einen eigenen Player, der auf Libraries des VLC-Players und der EasyDCP Software vom Fraunhofer Institut zurückgreift. Geschrieben für Windows 7 mit 64 Bit kann die Software einen JPEG2000-Film mit bis zu 250 MBit/Sekunde dekodieren. (Georg Immich/jkj)

LED-Laser-Hybrid-Beamer

20 000 Stunden: So lange soll die Lichtquelle der neuen Laser-LED-Hybrid-Projektoren von Optoma durchhalten. Statt konventioneller Hochdrucklampen nutzen die Modelle ZX212ST (XGA-Auflösung, 1024 × 768) und ZW212ST (WXGA, 1280 × 800) zwei LEDs und eine Laserdiode.

Mit 2300 Lumen beim XGA- beziehungsweise 2500 Lumen beim WXGA-Modell erreichen die Projektoren laut Hersteller praxistaugliche Lichtströme für die meisten Präsentationsumgebungen. Modelle mit konventionellen Lampen sind allerdings meist noch ein bisschen heller – und preisgünstiger obendrein, denn Optomas LED-Laser-Hybrid-Projektoren kosten happige 1450 Euro (ZX212ST) und 1800 Euro (TW212ST). Dafür integrieren die DLP-Geräte aber auch einen Medienplayer für USB-Datenträger und SD-Karten, außerdem lassen sich Präsentationen über Android- oder iOS-Mobilgeräte per kostenloser App drahtlos auf die Leinwand bringen. Beide Projektoren sind bereits im Handel. (jkj)

Langlebige Projektoren

NEC hat drei neue LCD-Projektoren mit einer Lampenlebensdauer von 10 000 Stunden angekündigt. Der M271W projiziert 1280 × 800 Pixel (WXGA) und erreicht laut Hersteller 2700 Lumen, M271X und M311X arbeiten mit XGA-Panels (1024 × 768) und erzielen 2700 beziehungsweise 3100 Lumen. Allerdings gilt die Leuchtdauer nur im lichtreduzierten Eco-Modus – in der hellsten Betriebsart sinkt die Lebensdauer auf 5000 Stunden.

Bilder nehmen die Projektoren über HDMI oder die analogen Standardanschlüsse entgegen und auch über USB: Der eingebaute Medienplayer zeigt JPEG-Dateien von USB-Datenträgern, außerdem kann man die PC-Bildausgabe per USB-Kabel spiegeln. Mit dem optionalen WLAN-Dongle lassen sich die Beamer auch über eine iOS-App bespielen, das Wireless Image Utility ist kostenlos im App Store erhältlich. Alle drei Geräte sind ab sofort für 630 Euro (M271W), 560 Euro (M271X) und 700 Euro (M311X) erhältlich. (jkj)

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