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Google+ und GMail können mehr

Communities ergänzen das Circles-Konzept von Google+, bei dem jedes Mitglied des sozialen Netzwerks seine eigenen Kontakte organisiert. In Communities tauschen sich Gleichgesinnte aus und organisieren zum Beispiel gemeinsame Hangouts und Veranstaltungen. Es gibt öffentliche Communities, denen alle beitreten können, und private, zu denen man nur auf Einladung Zutritt erlangt.

Durch eine engere Verknüpfung von GMail mit Google Drive soll man künftig bis zu 10 GByte große Dateien statt als Anhang einer E-Mail über den Speicherdienst weitergeben können. Dazu müssen Sender und Empfänger ein Konto bei Google Drive besitzen. (jo)

Pressefreiheit gilt für Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia darf über Personen auch ohne deren Einwilligung berichten. Das entschied das Landgericht Tübingen (Aktenzeichen 7 O 525/10). Ein Mann hatte gegen seinen Wikipedia-Eintrag geklagt, um insbesondere die Nennung seiner Mitgliedschaft in katholischen Studentenverbindungen zu unterbinden.

Das Landgericht wies die Klage ab. Anders als bei einer Veröffentlichung in einer Zeitung entfalte die Wikipedia keine unmittelbare Breitenwirkung, da die Leser die Informationen aktiv suchen müssten. Der Beitrag sei kein Anknüpfungspunkt, um den Kläger sozial auszugrenzen oder zu isolieren. Die Wikimedia Foundation könne zudem die grundgesetzlich geschützte Pressefreiheit für sich beanspruchen, die die Versorgung der Öffentlichkeit mit Informationen sicherstellen soll. Auch seien die bei der Wikipedia genannten Fakten nicht zum ersten Mal veröffentlicht worden.

(Torsten Kleinz/ad)

Datenschutzklage gegen Facebook

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am Landgericht Berlin Klage gegen die europäische Niederlassung von Facebook in Irland eingereicht. Darin wird dem Unternehmen vorgeworfen, es gebe persönliche Daten der Nutzer an Anbieter von Facebook-Apps weiter, ohne ausreichend darüber zu informieren.

Seit Einführung des App-Zentrums blendet Facebook kein Hinweisfenster mehr ein, sondern setzt die Zustimmung des Nutzers voraus. Die Daten, die der App-Anbieter erheben und nutzen will, werden in kleiner hellgrauer Schrift unter dem Installations-Button der App aufgelistet. Das können sehr weitreichende Rechte sein, etwa Zugriff auf Chats, Informationen von Freunden und persönliche Kontaktdaten sowie Schreibrechte auf die Pinnwand des Nutzers. Nach Meinung des vzbv verstößt diese Praxis gegen das Telemediengesetz und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. (ad)

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