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Platinen layouten Mit Version V16 der Leiterplattendesign-Software Target 3001! legt man über einen Editor auf einfache Weise polygonale Freiform-Lötpads an, beispielsweise für kapazitive Taster-Flächen oder als Hitzesenken für Hochleistungs-LEDs....

Physik simulieren

Die Multiphysik-Simulation Ansys soll in Version 14.5 die Vorbereitung von Testläufen durch verbesserte Auswahl- und Filterwerkzeuge beschleunigen. Ein Object Generator erzeugt wie am Fließband Modellierungen wiederkehrender Teilmodelle, etwa von einzelnen Schrauben einer Verbindung. Neue Modelle für Dämpfung und Materialeigenschaften stehen zur Wahl. Das Mechanik-Modul vernetzt Rissgeometrien dreidimensional und führt bruchmechanische Analysen durch. Beim Post-Processing lassen sich Schnittlasten interaktiv anzeigen und Ergebnisse für einzelne Knoten des Simulationsnetzes auslesen. Erweiterte strömungsthermische Funktionen koppeln Simulationen von Strömungen und elektromagnetischen Felder bidirektional. Spezielle Parametric-Pack-Lizenzen erlauben es Besitzern einer Basis-Lizenz, damit bis zu vier Simulationen mit verschiedenen Parametern parallel zu berechnen. (pek)

Elektronik im Team entwerfen

Die Elektronikdesign-Software Altium unterstützt die komplette Entwicklung von der Idee zum elektronischen Produkt. Auf Grundlage eines einheitlichen Datenmodells und über ein intelligentes Datenmanagement in sogenannten Altium Vaults bleibt das Design über mehrere Ebenen hinweg synchron. Dadurch können Teams parallel an Schaltplänen, Leiterplatten, FPGA-Konfiguration und Embedded Software eines Projekts arbeiten. Der Austausch mit der 3D-CAD-Software Altium Designer erfolgt über STEP- oder IDF-Dateien.

Die Updates 22 und 23 der aktuellen Version 10 des Altium Designer bringen neben zahlreichen Bugfixes neue Funktionen und Erweiterungen. Die FPGA-Unterstützung wurde aktualisiert und bindet jetzt auch die Hersteller-Werkzeuge von Xilinx (ISE 14.3) und Lattice (Diamond 2.0.1) mit ein. Der Export von IDF-Dateien erfolgt über ein neues Modul, das die IDF-Daten während des Release-Prozesses automatisch erstellt und aktualisiert. Bei Wiederverwendung bestehender Designs müssen existierende Leiterbahnen zeitaufwendig geändert, gelöscht oder nachbearbeitet werden. Die neu eingeführte inkrementelle Auswahl verbundener Leiterbahnen erleichtert dies.

Das aktuelle Update steht Altium Subscription-Kunden kostenlos zur Verfügung, Anwender ohne Wartungsvertrag können sich an ihren Händler oder das Altium Support Center wenden.

(Mathias Poets/pek)

Interaktiv rechnen

Hinter den Kulissen herrscht schon länger reger Austausch zwischen dem rechnenden Webdienst Wolfram Alpha und dem Softwarepaket Mathematica für technische und wissenschaftliche Berechnungen und Analysen. Mathematica 9 soll jetzt auch direkt an der Oberfläche von den gesammelten Daten des Webdienstes profitieren: Auf Basis von Millionen analysierter Suchanfragen bildet Mathematica Hypothesen, was der Nutzer als nächste Operation durchführen will und reiht die wahrscheinlichsten Kandidaten zum Anklicken in einer Leiste auf – bei einer Matrix zum Beispiel die Berechnung der Determinante oder der Inversen. Beim Programmieren von Mathematica-Notebooks soll sich die kontextsensitive Autovervollständigung mit der Zeit auf die Gewohnheiten des Anwenders einstellen und sich dadurch verbessern. Beides sind Teile des sogenannten Predictive Interface, das Einsteigern leichter Zugang zur Funktionsfülle von Mathematica bieten und alten Hasen den täglichen Umgang mit dem Paket erleichtern soll.

Spezielle Schnittstellen und grafische Darstellungen wurden für die Analyse und Visualisierung von Strukturen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und LinkedIn implementiert. Mathematica 9 soll zu Freitext-Eingaben – etwa den Namen von Konstanten – die korrekten Einheiten finden und beliebig zwischen Systemen konvertieren können. Das integrierte Grafikanalysemodul bietet jetzt auch Funktionen für 3D-Volumenmodelle, etwa Schnittebenen, die der Anwender per Schieberegler in Echtzeit verschieben kann. Statistiker können R-Code in ihre Arbeit mit Mathematica integrieren. Das Paket wird in vier Versionen von der rein privat nutzbaren Home-Ausgabe für 351 Euro bis zur Enterprise-Version für 10 972 Euro verkauft. (pek)

Platinen layouten

Mit Version V16 der Leiterplattendesign-Software Target 3001! legt man über einen Editor auf einfache Weise polygonale Freiform-Lötpads an, beispielsweise für kapazitive Taster-Flächen oder als Hitzesenken für Hochleistungs-LEDs. Die Anwendung kann Layout und Schaltplan auf zwei Monitoren getrennt darstellen, wobei ein ausgewähltes Bauteil in beiden Ansichten hervorgehoben wird. Für Referenzsymbole mit Signal-Label zeigt Target alle Schaltplanseiten an, auf denen das Symbol verwendet wird. Die Berechnung von Masseflächen wurde überarbeitet, der Bauteil-Export vereinfacht.

Der Druck-Dialog ist durch eine Ebenen-Auswahl übersichtlicher geworden – eine Umschichtung der Layer für den Ausdruck hat jetzt keinen Einfluss mehr auf die Darstellung innerhalb des Projekts. Neben der kostenlosen Discover-Version für Schaltungen bis zwei Kupferlagen und maximal 250 Pins/Pads gibt es die Windows-Software in sechs verschiedenen Varianten zu Preisen zwischen 69 Euro und 3449 Euro zu kaufen. (Mathias Poets/pek)


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