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Manjaro mit GUI-Installer

Die auf Arch Linux aufsetzende Linux-Distribution Manjaro bringt in ihrer neuen Version 0.8.5 erstmals einen grafischen Installer mit, der von Linux Mint übernommen wurde. Das GUI-Tool „Manjaro Settings“ erlaubt die Anpassung einiger Systemeinstellungen – traditionell ist der Anwender bei der Arch-Linux-Konfiguration auf der Kommandozeile unterwegs. Der beiliegende 60-seitige „User Guide for Beginners“ soll den Einstieg in die Distribution erleichtern.

Manjaro betreibt eigene Software-Repositories, die über pacman und das grafische Frontend Pamac verwaltet werden. Der Zugriff auf das Arch User Repository (AUR) ist bereits vorkonfiguriert. Wie Arch Linux ist Manjaro ein Rolling Release, das man mit dem Paketmanager permanent auf dem aktuellen Stand hält. Manjaro 0.8.5 verwendet den Linux-Kernel 3.8.5 und Xorg 1.14.0; als Desktops stehen XFCE 4.10 und OpenBox 3.5 zur Auswahl. Firefox 20, Thunderbird 17, LibreOffice 4.0.2, Gimp 2.8.4, viele Multimedia-Codecs und der Steam-Installer sind bereits vorinstalliert.

Auch Cinnamon, ein anderer Arch-Abkömmling, enthält seit Anfang April einen grafischen Installer. Der namengebende Cinnamon-Desktop wurde jetzt allerdings durch Gnome 3 ersetzt. Laut den Entwicklern hängt Cinnamon dem aktuellen Stand der Gnome-Entwicklung in Arch Linux so weit hinterher, dass sich Distribution und Desktop nur noch mit viel Mühe unter einen Hut bringen lassen. Zudem biete das aktuelle Gnome 3.8 mit dem neuen Classic Mode einen traditionellen Desktop ähnlich Cinnamon. (odi)

OpenStack 2013.1 „Grizzly“

Die OpenStack-Entwickler haben in der neuen Version 2013.1 „Grizzly“ der Cloud-Software die Unterstützung für die Hypervisoren VMware ESX, Hyper-V, KVM und Xen verbessert. Die noch experimentellen Zellen sollen die Skalierung der Compute-Komponente Nova, zuständig für die Ressourcenverwaltung, verbessern, indem sich Rechen-Cluster an unterschiedlichen Standorten zusammenfassen lassen. Der Object-Storage Swift beherrscht jetzt Quotas; die Block-Storage-Komponente Cinder wurde um neue Storage-Backends erweitert. Die Netzwerkkomponente Quantum bietet jetzt „Load Balancing as a Service“; die Konfiguration des physischen Netzwerks wurde vereinfacht. (odi)

Modularer KDE-Desktop

Das Projekt KLyDE möchte KDE modularisieren. So wurden Nepomuk, Grundlage der Desktop-Suche, und Akonadi, Basis der KDE-PIM-Suite, in eigene Pakete ausgelagert, die man bei einer KDE-Installation weglassen kann, wenn man die Funktionen nicht benötigt. Auch die Aktivitäten und die sozialen Vernetzungsfunktionen in KDE sollen optional werden. Außerdem soll die Konfiguration übersichtlicher werden. (odi)

VDR 2.0 veröffentlicht

Nach 43 Entwicklerversionen hat Klaus Schmidinger den Video-Disk-Recorder VDR in Version 2 veröffentlicht. VDR 2 beherrscht HDTV und speichert Aufzeichnungen jetzt im TS-Format (Transport Stream). Der Umgang mit EPG-Daten wurde verbessert, die Bedienoberfläche hat mit LCARS einen neuen, HD-fähigen Skin erhalten. VDR 2 benötigt einen Linux-Kernel ab Version 3.0 oder die externen DVB-Treiber von linuxTV.org. (ps)

Nvidia-Treiber lernt Optimus

Mit der Beta-Version 319.12 erhält Nvidias proprietärer Linux-Grafiktreiber erste Unterstützung der Hybridgrafiktechnik Optimus. Voraussetzung zur Nutzung sind der X-Server 1.13, Version 1.4 des Kommandozeilenprogramms Xrandr sowie einige Kernel-Schnittstellen, die erst im anstehenden Linux-Kernel 3.9 enthalten sind. Dank der Optimus-Unterstützung kann der Treiber das vom Nvidia-Grafikchip berechnete Bild an die Prozessorgrafik übergeben, die auf modernen Optimus-Notebooks typischerweise das Display ansteuert. (thl)

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