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Displays im Kino-Format Philips bringt seine bereits im März auf der CeBIT gezeigten 29"-Monitore im 21:9-Format auf den Markt. Der 298P4QJEB ist ab sofort für 530 Euro erhältlich, der 298X4QJAB kostet 500 Euro. Beide Monitore nutzen ein IPS-Panel...

OLED-Displays mit 4K-Auflösung

Dass sich auch mit organischen Displays sehr hohe Auflösungen realisieren lassen, haben in der jüngsten Vergangenheit einige Hersteller unter Beweis gestellt. So hat der Apple-Zulieferer Japan Display Inc. (JDI) ein 5,2-zölliges Smartphone-Display mit Full-HD-Auflösung entwickelt. Das OLED erreicht laut JDI ausgezeichnete 423 ppi (pixel per inch) und übertrifft damit locker die Pixeldichte anderer Smartphones. JDI nutzt ein weiß leuchtendes OLED mit RGBW-Farbfiltern über den Pixeln; auf dieses Prinzip setzt auch LG bei seinen großen OLED-TVs. Im vergangenen September hatte Japan Display ein 4,5-zölliges weißes OLED plus Farbfilter mit 1280 × 720 Pixeln vorgestellt; dies hatte mit 326 ppi dieselbe Pixeldichte wie das iPhone 5.

Größer geht’s bei Sony: Das japanische Unternehmen kündigte Anfang April auf der NAB-Show in Las Vegas (National Association of Broadcasters) ein 30-zölliges OLED (76 cm) mit echter 4K-Auflösung an. Der als Monitor für den professionellen Einsatz gedachte PVM-X300 zeigt 4096 × 2160 Pixel, das Panel stammt wahrscheinlich von AUO. Sony bietet in seiner Trimaster-EL-Serie bereits OLED-Monitore in 17 und 25 Zoll (43 cm respektive 63 cm) für den Braodcasting-Bereich an, diese haben allerdings Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel). Die Markteinführung des ultrahochauflösenden 30-Zöllers ist für 2014 geplant.

Neben Sony hat auch Sharp ultrahochauflösende OLED-Monitore in der Pipeline, hier mit 32 Zoll (81 cm) Diagonale. Sony und Panasonic hatten zudem im Januar auf der CES 56-zöllige OLEDs mit UHD-Auflösung gezeigt. Wann genau und zu welchen Preisen die neuen OLED-Displays auf den Markt kommen, steht noch nicht fest. (uk)

Hochauflösender 27"-Monitor

Der 27"-Monitor 272P4QPJKEB von Philips löst mit 2560 × 1440 Pixeln statt mit1920 × 1080 Bildpunkten auf. Dank der sehr fein gezeichneten Darstellung und der geringen Winkelabhängigkeit des IPS-Panels empfiehlt sich der 27-Zöller für die Bildbearbeitung oder CAD-Anwendungen.

Digitale Bildsignale lassen sich über DVI, zwei HDMI-Eingänge oder DisplayPort zuspielen. Für den Betrieb mit der vollen Auflösung muss man auf DVI oder DP zurückgreifen, an HDMI reicht die Bandbreite für 60-Hz-Signale nicht aus. Mit der MultiView genannten Funktion zeigt der Schirm die Inhalte von zwei Zuspielern simultan an. Hierbei hat der Nutzer die Wahl zwischen klassischem Picture-in-Picture – also dem zweiten Signal in einem kleinen Fenster – oder einer Ansicht, in der beide Bilder nebeneinander auf dem mittig geteilten Schirm stehen.

Der 272P4QPJKEB wartet mit einem USB-3.0-Hub mit drei Ports auf sowie mit einer Webcam nebst Mikrofon und einem Powersensor. Letzterer erkennt, ob der Nutzer vor dem Display sitzt – falls nicht, schaltet sich der Schirm automatisch ab. Abgerundet wird die gute Ausstattung durch einen Standfuß, auf dem sich das Display seitlich und ins Hochformat drehen, neigen, und bis auf die Tischplatte absenken lässt. Der 272P4QPJKEB ist ab sofort für 600 Euro erhältlich. (spo)

Displays im Kino-Format

Philips bringt seine bereits im März auf der CeBIT gezeigten 29"-Monitore im 21:9-Format auf den Markt. Der 298P4QJEB ist ab sofort für 530 Euro erhältlich, der 298X4QJAB kostet 500 Euro.

Beide Monitore nutzen ein IPS-Panel mit 2560 × 1440 Bildpunkten, was eine üppige Arbeitsfläche bei geringer Winkelabhängigkeit verspricht. Sie lassen sich digital über DVI, DisplayPort oder zwei HDMI-Eingänge ansteuern. Dank der Bild-in-Bild- oder Bild-neben-Bild-Funktion eignen sie sich auch für Nutzer, die sonst mit zwei Monitoren arbeiten

Der günstigere 298X4QJAB lässt sich lediglich in der Neigung verstellen. Den für den Büroeinsatz gedachten 298P4QJEB kann man darüber hinaus in der Höhe verstellen sowie seitlich und ins Hochformat drehen. Außerdem wartet er mit einem USB-3.0-Hub mit vier Ports auf.

Wie Philips rüstet auch NEC sein 21:9-Display EA294WMi konsequent zum Office-Monitor aus. Der 29-Zöller nimmt digitale Bildsignale über DisplayPort, HDMI (mit MHL) und zwei DVI-Eingänge entgegen. Das IPS-Panel hat ebenfalls 2560 × 1440 Bildpunkte. Neben der Höhenverstellung integriert der EA294WMi Lautsprecher und einen USB-Hub. Für eine möglichst geringe Leistungsaufnahme soll ein Anwesenheitssensor sorgen, der das Display automatisch ausschaltet, wenn niemand davor sitzt. Der EA294WMi ist ab sofort für rund 630 Euro erhältlich. (spo)

Laseremission: Bitkom reagiert

Der Branchenverband Bitkom, in dem sämtliche namhafte Druckerhersteller organisiert sind, reagiert auf Berichte über die Emission von Nanopartikeln aus Laserdruckern (c’t 10/13, Seite 72). In einer eigenen Broschüre (siehe c’t-Link) beantwortet der Verband zwanzig Fragen zur Emission und den Kriterien für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ aus Sicht der Hersteller. Eine Überschreitung des Grenzwertes für die Nanopartikel-Emission findet der Herstellerverband unkritisch: Die Überschreitung des neuen Prüfwerts bedeute nicht, dass eine Gesundheitsgefahr für den Nutzer bestehe, heißt es in der Bitkom-Broschüre. Alle nach den alten Vergabegrundlagen geprüften Geräte dürften noch bis Jahresende das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen und würden weiterhin als besonders emissionsarm und energieeffizient gelten.

In Beschaffungsabteilungen einiger öffentlicher Verwaltungen herrscht dagegen Skepsis. So hatte die Justizverwaltung Niedersachsens Anfang des Jahres beschlossen, zirka 4000 Drucker vom Typ Samsung ML-3471dn vorzeitig auszumustern, weil sie den Grenzwert für die Nanopartikel-Emission nach der neuen Vergabegrundlage erheblich überschritten. Sie sollen nun durch Drucker ersetzt werden, die den Grenzwert auf alle Fälle einhalten, möglicherweise sogar durch Tintendrucker. (tig)

Laser-LED-Projektor mit White

Über 20 000 Stunden soll die Lichtquelle der neuen LG-Projektoren SA560 und SA565 durchhalten – fünfmal so lange wie die meisten konventionellen Beamer-Hochdrucklampen. Möglich macht es eine Laser-LED-Kombination: Leuchtdioden erzeugen die beiden Grundfarben Rot und Blau, fürs Grün sorgt eine Laserdiode. Die LG-Projektoren haben eine Kurzdistanzoptik eingebaut, die aus einem Abstand von nur 52 Zentimetern eine Bilddiagonale von 80 Zoll (2,03 m) schafft. Ein Zoomobjektiv gibt es nicht, die Bildgröße lässt sich also nur durch den Abstand zur Leinwand verändern.

Beim SA565 werden zwei Stifte mitgeliefert, mit denen man den Projektor als interaktives Whiteboard verwenden kann. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Modellvarianten nicht. Die Geräte haben 1280 × 800 Pixel und sollen einen Lichtstrom von 2500 Lumen erreichen. Das Betriebsgeräusch gibt LG mit 32 beziehungsweise 29 dB(A) im lichtreduzierten Eco-Modus an. Der integrierte Medienplayer zeigt Fotos, Videos und Office-Dateien von USB-Datenträgern an. Die beiden Projektoren sind bereits im Handel und kosten 1600 (SA565) beziehungsweise 1400 Euro (SA560). (jkj)

Oculus Rift: Demos, Hardware-Hacks und Mac-Version

Die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift läuft nun auch mit Mac-OS-X-Rechnern – bislang konnte man nur unter Windows in die virtuelle Realität abtauchen. Die Entwickler haben sowohl die Integration für die plattformübergreifende Spiele-Engine Unity als auch das C++-SDK an Macs angepasst. Herunterladen kann man die 0.2.1-Version des SDK im Entwicklerbereich der Oculus-Website.

Neu ist außerdem die Unterstützung des im Headtracker eingebauten Magnetometers. Bislang wurden dessen Daten gar nicht abgefragt, nun nutzt das SDK sie zur Drift-Korrektur. Obendrein wurde im SDK eine Korrekturfunktion für chromatische Aberration integriert.

Die vorkompilierte Oculus-World-Demo, in der man durch ein toskanisches Landhaus spaziert, lief auf unseren Mac-Rechnern problemlos. Das per USB angeschlossene Headtracker-Modul meldete sich ohne Treiberinstallation am System an. Auf dem Mac mini mit 2,3-GHz-i7-CPU und integrierter HD-4000-Grafik lief die Demo nicht ganz ruckelfrei, auf der Retina-Version des MacBook Pro mit GeForce-GT-650M-Grafik und auf dem aktuellen iMac gab es dagegen keine Probleme. Wichtig ist, in den Systemeinstellungen unter Hardware/Monitore/„Optimal für externen Monitor“ einzustellen (bei „Auflösung“) – andernfalls ruckelt es grundsätzlich.

Die Entwicklergemeinde stürzt sich enthusiastisch auf die Oculus Rift: Fast täglich erscheinen neue Demonstrationen für die VR-Brille. Wohl am handschweißtreibendsten ist ein Achterbahnsimulator, den Entwickler/in boone188 im Stereo-3D-Forum „Meant to be Seen“ vorgestellt hat (siehe c’t-Link). Das Programm nutzt als Umgebung die „Epic Citadel“, die der kostenlosen Spiele-Engine UDK beiliegt – boone188 hat die Achterbahn einfach um die mittelalterliche Burg herumgebaut. Eine erstaunliche räumliche Wirkung entfaltet der experimentelle Google-Street-View-Umbau für die Oculus-Brille. Die Kommunikation der Website mit dem Headtracker klappt über ein Server-Programm. Auch die Aurora-Borealis-Demo arbeitet wie Street View mit realen statt mit gerenderten Bildern – hier kann man das Polarlicht wahlweise aus Nordschweden oder aus Kanada beobachten.

Außer an der Software wird auch an der Rift-Hardware fleißig gebastelt. So gibt es bereits eine Modifikation, die das Netzteil überflüssig macht: Die Brille wird dabei über das – für den Headtracker notwendige – USB-Kabel mit Strom versorgt. Die Brille benötigt in dunkelster Stufe 3,1 Watt, ein USB-3.0-Port liefert bis zu 4,5 Watt. Ein anderer Entwickler hat mit einem am Kopf angebrachten Hydra-Controller Positions-Tracking nachgerüstet. Die Rift erkennt serienmäßig lediglich das Drehen, Neigen und Kippen des Kopfes. (jkj)


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