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Atlas-Programm mit Vektor-Kacheln

Der quelloffene, im Rahmen der KDE Software Compilation entwickelte Weltatlas Marble ist in der stabilen Version 1.5 für Windows und Mac OS X erschienen. Als wichtigste Neuerung kann das Programm alle Erweiterungen des OpenStreetMap-Vektorformats direkt auswerten. Daraus ergeben sich zwar keine auf den ersten Blick sichtbaren Unterschiede zur Vorversion, dafür besteht jetzt aber die Möglichkeit, heruntergeladene OpenStreetMap-Kartenkacheln um 3D-Gebäudemodelle zu ergänzen und die ohnehin reichhaltige Auswahl an Kartendarstellungen noch weiter auszudehnen. Wer zusätzlich eine der verfügbaren Kartenansichten für den Mars installiert, bekommt nun auch die Umlaufbahnen der Satelliten um den roten Planeten zu sehen. (hps)

Kinect-Scanner verbessert

Gleich vier Anwendungen für 3D-Scans mit Kinect & Co. wurden aktualisiert: Das kostenlose Scenect von Faro kalibriert in Version 5.2 den Sensor, sorgt für weiche Farbübergänge und unterstützt jetzt auch das Kinect-System für Windows. Die nicht verwandte Software Skanect nimmt normalerweise die Grafikkarte in die Pflicht, um aus den Tiefensensordaten ein 3D-Modell zu berechnen – ab Version 1.3 greift sie alternativ auf die Ressourcen des Prozessors zurück, falls die GPU nicht leistungsfähig genug ist. Die Anwendung arbeitet mit der aktuellen Version des SDK für Windows-Kinect von Microsoft zusammen (c’t 9/13, S. 42). Bei KScan3D soll der Umgang mit mehreren Sensoren verbessert worden sein, die ein Objekt gleichzeitig aus unterschiedlichen Richtungen scannen. ReconstructMe 1.2.103 schließlich behebt einen Bug, der in der Vorversion auf manchen Rechnern bei der Initialisierung zum Absturz führte: Die Software wählte dort für den Scan die schwachbrüstige Onboard-GPU als Helfer aus und ließ eine ebenfalls vorhandene Gamer-Grafikkarte links liegen. (pek)

Preisgünstiges 3D-CAD-Paket

Zwei Monate nach der Übernahme des Softwarehauses Geomagic hat der Hersteller 3D Systems die Programmserie Geomagic Design auf den Markt gebracht. Sie ersetzt das 2011 eingekaufte CAD-System Alibre und ergänzt es um Funktionen von Geomagic. Es gibt die Pakete Geomagic Design Personal, Professional und Expert. Die Pro-Variante des Programms enthält nun auch das Modul Keyshot, das es bisher als Erweiterung für Alibre gab. Es dient dazu, Konstruktionen fotorealistisch mit justierbaren Kamera- und Lichtquellenpositionen zu rendern. Geomagic Design Expert tut sich darüber hinaus mit neuen Blechfunktionen hervor, mit denen man Zuschnitte für Bauteile aus gebogenem Blech, auch für geloftete Flansche, entwerfen kann. Ebenfalls in der Expert-Version finden sich Direct Editing Tools. Damit sollen sich bestehende Objekte einfach modifizieren lassen, auch wenn die Arbeitsschritte für bestimmte Details nicht mehr zugänglich sind.

Geomagic Design Personal kostet rund 240 Euro. Die Varianten Professional und Expert, die man auf jeweils zwei Rechnern installieren darf, schlagen mit 1070 beziehungsweise 2140 Euro zu Buche. Eine kostenlose Testversion gibt es als Download. (hps)

Strömungen simulieren und optimieren

Das Friendship-Framework der Potsdamer Firma Friendship Systems erstellt parametrische CAD-Modelle und bindet für deren Analyse externe Strömungssimulationen etwa von Numeca oder Ansys Fluent/CFX ein. Zusätzlich gibt es eine XML-Schnittstelle. Prinzipiell soll sich jede CAE-Anwendung anbinden lassen, die im Batch-Betrieb läuft. Das Framework erzeugt und verwaltet Varianten des zu testenden 3D-Modells mit leicht veränderter Geometrie, um durch den Vergleich der Simulationsergebnisse beispielsweise die optimale Form eines Schiffsrumpfes oder Propellers zu ermitteln. Für Version 3.0 wurde die Bedienoberfläche überarbeitet. Ein neues Software-Connector-Fenster soll den Datenaustausch per Drag & Drop möglich machen. Das Framework unterstützt jetzt weitere Dateiformate, etwa das des Open-Source-CFD-Analysepakets OpenFoam. Der Postprozessor visualisiert die Simulationsergebnisse unter anderem als Oberflächenplots, mit Stromlinien, Iso-Flächen oder durch Klassifizierung über Falschfarben. Bei der 3D-Modellierung sollen „Sweep Surfaces“ und „Translations“ Formen entlang gebogener Mittellinien erzeugen und damit neue Gestaltungsspielräume eröffnen.

Die Software läuft unter Windows ab  XP sowie unter Linux. Preise gibt es auf Anfrage, Studenten erhalten das Framework kostenlos. Ebenfalls gratis gibt es eine Version mitr dem Namen Caeses (CAE Software for Empowering Simulation), die auch professionell eingesetzt werden darf – sie erzeugt weniger Varianten als die Vollversion. (pek)

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