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Wikipedia-Edits zusehen

http://rcmap.hatnote.com

Zu den Textbausteinen, die man immer wieder über die Online-Enzyklopädie Wikipedia liest (und schreibt), gehört, dass an der offenen Plattform weltweit jeder mitarbeiten kann. Dass das auch tatsächlich geschieht, macht die Wikipedia Recent Changes Map sehr anschaulich nachvollziehbar. In einer Weltkarte werden dort ein Land und eine Stadt farbig markiert, just in dem Moment, in dem ein Nutzer von dort einen Beitrag ändert.

Insbesondere bei der englischen Ausgabe der Wikipedia zeigt die Karte fast im Sekundentakt neue Editiervorgänge aus fast allen Regionen der Welt an. Man kann sich die Karte aber auch für andere Ausgaben der Enzyklopädie anzeigen lassen, etwa die deutsche. In einer Liste unterhalb der Karte verlinkt die Site auf die bearbeiteten Artikel, und zwar auf die Änderungsseite, sodass man genau sehen kann, was verändert wurde. (jo)

Geschichte interaktiv

www.geschichtsort-hotel-silber.de

Das Hotel Silber in Stuttgart hat eine bewegte Geschichte. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts war es ein vornehmes Hotel, in dem sich die bessere Stuttgarter Gesellschaft traf. Während des Dritten Reichs fungierte es als Zentrale der Gestapo. Nach Kriegsende diente es als Polizeipräsidium. Das Gebäude soll zum „Erinnerungs- und Lernort“ werden, das das „erschreckend reibungslose Hinübergleiten von der demokratischen Weimarer Republik in die Diktatur des Dritten Reichs“ zeigt.

Online ist es das schon. Hier werden die verschiedenen Nutzungsphasen sehr anschaulich multimedial aufbereitet. Der Besucher kann in einem 3D-Modell des Gebäudes jedes Stockwerk aufsuchen. Für viele Zimmer sind Informationen hinterlegt. So kann man zum Beispiel sehen, wo die einzelnen Referate waren, die die Verfolgung etwa von Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten organisierten. Mit vielen Zusatzinformationen, etwa Biografien von Tätern und Opfern, ausführlichen Artikeln, Fotos und Dokumenten kann sich der Besucher ein Bild der verschiedenen Epochen machen. (jo)

Streetview unter Wasser

http://maps.google.com/help/maps/streetview/gallery/ocean

http://catlinseaviewsurvey.com

Google veröffentlicht seit vergangenem Jahr die wichtigsten Korallenriffe als Streetview Underwater. Dazu wurden auf einen Unterwasser-Scooter in einer Kugel drei Kameras montiert, die alle drei Sekunden ein Bild schießen. Daraus setzt Google mit den gleichen Tools, die es für Google-Maps-Innenaufnahmen von Geschäften nutzt, ein Rundumbild zusammen. In diesen Bildern lässt sich wie bei Streetview navigieren, sogar Übergange zum Land sind bisweilen mehr oder weniger fließend.

Möglichst viele Menschen sollen sehen, wie schön Korallenriffe sein können, aber auch, wie öde zerstörte Bereiche sind. Google arbeitet bei Streetview Underwater mit dem Projekt Catlin Seaview Survey zusammen, das eine Bestandsaufnahme der weltweiten Korallenriffe machen will.

(Daniel AJ Sokolov/jo)

Wo bin ich?

www.geoguessr.com

Stellen Sie sich vor, man setzt Sie irgendwo auf der Welt aus – und Sie müssen raten, wo Sie sich befinden: Das ist die Idee von GeoGuessr. Es zeigt dem Besucher eine zufällig ausgewählte Streetview-Ansicht irgendwo da draußen. Manchmal befindet er sich innerhalb einer Stadt und kann die Sprache auf Schildern als Anhaltspunkt nutzen.

Manchmal helfen die Fahrbahnmarkierungen oder die Bebauung, um zu erahnen, in welchem Teil der Welt er sich befindet. Es kann ihm aber auch passieren, dass er auf einer Landstraße in der Pampa landet und kilometerweit fahren kann, ohne ein Zeichen der Zivilisation zu finden. Dann kann er sich allenfalls an der Landschaft orientieren.

Hat der Spieler eine Idee, wo er sich befindet, gibt er seinen Tipp auf einer Weltkarte ab und GeoGuessr verrät ihm, wie weit er daneben lag. Nach fünf Runden ist das Spiel zu Ende. GeoGuessr bietet an, den Endpunktestand in sozialen Medien zu posten. Unter einer speziellen URL kann man Freunde herausfordern, das Spiel mit den gleichen Orten zu spielen. (jo)

YouTube für Kids

http://juki.de

Ziemlich bunt kommt die Video-Community juki daher, deren Angebot sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren wendet. Die jungen Internetnutzer können hier ihre Kreativität voll ausleben und in einem Trickstudio einfache Clips erstellen. Zur Verfügung stehen charmante Charaktere wie Schneemänner, Krabben und fleckige Seeschlangen, die mit Sprechblasen erzählen können, dabei aber wie die Hintergrundbilder bewegungslos bleiben. Belebt wird die Szenerie durch animierte Wettereffekte und die passende Musik. Wenn alle Szenen schließlich im Kasten sind, können sie das Filmchen veröffentlichen.

Junior-Regisseure greifen alternativ zur Kamera oder zum Handy und drehen Kurzfilme mit Freunden. Die Clips dürfen maximal 20 Minuten lang und 50 MByte groß sein. Nach einer Überprüfung schaltet die juki-Redaktion sie dann frei, womit gewährleistet ist, dass ausschließlich kindgerechtes Material gezeigt wird.

Wer (noch) keine Lust aufs Filmegucken oder -drehen verspürt, geht auf „Nexpedition“ und lernt in einer interaktiven Rallye den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken. Ergänzt wird das Angebot durch ein Lexikon, das technische Fachbegriffe erklärt. Interessierte erfahren etwa, was ein Blog oder ein CMS ist und dass Web-Cookies nicht essbar sind. Wer bereits Bescheid weiß, kann eigene Einträge vornehmen. Langweilig sollte es also so schnell nicht werden. (dbe)

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