Heimliches Verfalldatum

Lexware deaktiviert Programmfunktionen für Update-Verweigerer

Wissen | Vorsicht, Kunde

Wenn man ein Programm wegen bestimmter Funktionen erworben hat, will man diese auch dauerhaft nutzen. Bei manchen Lexware-Anwendungen steht aber schon vor dem Verkauf fest, wann welche Funktionen den Dienst einstellen werden – auch wenn der Käufer davon erst im Nachhinein erfährt.

Thomas T. verwaltet die Lagerbestände seines IT-Unternehmens seit einigen Jahren mit dem Lexware-Programm Warenwirtschaft Pro. Bis 2012 bezahlte er die jährlich erscheinenden Updates und spielte sie auf, obwohl er die Versprechungen über deren Nutzen im Nachhinein nicht immer stichhaltig fand. Er hatte sich nicht zuletzt deshalb für Lexware entschieden, weil der Freiburger Hersteller offensiv für das integrierte Frankiermodul der Deutschen Post geworben hatte.

Im April 2013 war plötzlich Schluss mit Freimachen. T. erfuhr, das 2013er-Update für Warenwirtschaft Pro würde Abhilfe schaffen. Für dessen versprochene Neuerungen war ihm sein Geld zu schade gewesen und er hatte sich diese Anschaffung gespart. Eine Anfrage über Lexwares Telefon-Hotline bescherte dem Kunden nur eine Stunde Wartezeit, bis er kommentarlos aus der Leitung geworfen wurde. Daher erkundigte er sich im Lexware-Support-Forum, ob dieses Programmverhalten normal sei. Es sei, erfuhr er von mehreren Forums-Mitgliedern, allesamt Mitglieder im „Team Sonderhomepage“, also anscheinend lose mit Lexware verbunden. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Anzeige
Anzeige