Spiel ab, Kamera läuft schon lange

Microsoft reanimiert den Wohnzimmer-PC als Xbox One

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Spiele sind nur noch ein Teil der Unterhaltung. Microsoft erweitert seine Xbox zu einer Settop-Box, die zudem Fernsehen, Filme, Musik und Internet-Angebote verwaltet. Dabei überwacht die neue Kinect-Kamera das Wohnzimmer und registriert jede Regung der Zuschauer und der Spieler.

Da ist wohl etwas schiefgelaufen: Als Microsoft seine neue Konsole Xbox One vorstellte, schnellte nicht deren eigener, sondern der Aktienkurs des Konkurrenten Sony um knapp zehn Prozent in die Höhe. Der ehemalige EA-Chef John Riccitiello hatte noch Tage zuvor gewarnt, die Kernzielgruppe nicht aus dem Visier zu verlieren: „It’s about the games, stupid!“ wandelte er ein berühmtes Clinton-Zitat ab. Doch sein Ruf verhallte in Redmond offenbar ungehört.

Dass Microsoft mit der Xbox One nicht mehr nur auf Spieler zielt, sondern sie als allgemeine Unterhaltungszentrale etablieren will, ging bereits aus Plänen von 2008 hervor. Doch wie die Redmonder diesen Schwenk verkaufen, widerspricht allen Regeln der PR-Kunst. So stellte der Konzern nicht die Spiele, sondern die Einbindung von Fernsehprogrammen in den Mittelpunkt. Über einen HDMI-Eingang lassen sich digitale TV-Empfänger anschließen. Zwischen dem Fernsehprogramm, Spielen, Blu-ray-Filmen und Skype-Chats können Anwender mit einer Armbewegung oder einem Sprachbefehl wechseln. ...

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