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Neuling aus Finnland

Obwohl selbst Giganten wie Microsoft und BlackBerry sich nur mit Mühe ein paar Krümel des Smartphone-Kuchens sichern können, versuchen weiterhin Neueinsteiger ihr Glück. Dazu gehört Jolla aus Helsinki. Das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete Start-up hat nun das erste Smartphone mit dem offenen Betriebssystem Sailfish OS vorgestellt. Es soll Ende des Jahres zum Preis von 400 Euro auf den Markt kommen. Vorbestellen kann man es ab sofort.

Sailfish OS ist aus dem von Intel und Nokia fallen gelassenen MeeGo entstanden und soll Android-Apps unterstützen. Hinsichtlich der Hardware hat Jolla nur wenige Fakten verraten: 4,5-Zoll-Display, Dual-Core-CPU, 16 GByte Speicher, wechselbarer Akku. Größte Besonderheit ist die „Other Half“ genannte Abdeckung der Rückseite. Wechselt man die Abdeckung, schaltet das Betriebssystem zwischen verschiedenen Designs und Einstellungen um. (vbr)

Gadget-Blog geht online

In eigener Sache: Der Heise Zeitschriften Verlag hat ein neues Gadget-Blog gestartet. Unter www.techstage.de finden Sie locker geschriebene News, Ratgeber und Tests rund um Smartphones und Tablets, jetzt vervollständigt um die hilfreiche Community und die Produktdatenbank, in der Sie nach Smartphones stöbern können. Der Weltentrenner erlaubt Ihnen, ausschließlich Nachrichten über iOS oder Android einzublenden. (jow)

Nachhaltigkeits-Siegel für Smartphones

Ökosiegel spielen im Smartphone-Markt noch keine Rolle, aber das könnte sich ändern: Das schwedische Unternehmen TCO Development bietet sein Zertifikat seit Kurzem auch für Smartphones an.

Das TCO-Logo ist genau genommen mehr als ein Ökosiegel, denn außer Umweltkriterien überprüfen die Schweden auch die Arbeitsbedingungen in der Produktion und die Ergonomie für den Nutzer (siehe c’t-Link). Sie sprechen deshalb von einem „Nachhaltigkeits-Zertifikat“.

Der Hersteller muss unter anderem belegen, dass er (oder sein Auftragsfertiger) die Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und die Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien sowie das Arbeitsrecht im jeweiligen Produktionsland einhält. Das ist zum Beispiel in China keine Selbstverständlichkeit, die Arbeitszeiten liegen dort oftmals über den gesetzlich erlaubten 60 Stunden pro Woche.

Im Umweltbereich fordert TCO unter anderem:

 Das Smartphone darf kein Nickel abgeben,

 darf maximal 0,1 Gewichtsprozent Phthalate (Weichmacher) enthalten,

 muss mitsamt Headset ausgeliefert werden (für mehr Komfort, aber auch zum Schutz vor Strahlung)

 und muss einen wechselbaren Akku haben.

Die Nachweise müssen beauftragte Gutachter wie der TÜV Rheinland liefern, Kontrollen in den Fabriken sind vorgesehen.

Bislang trägt erst ein Smartphone das TCO-Logo: Samsungs Galaxy S4, das in Südkorea zusammengebaut wird. Neben TCO gibt es ein weiteres unabhängiges Siegel für Smartphones: den Blauen Engel. Anders als TCO gibt er eine Obergrenze für den SAR-Wert vor, ansonsten sind die Kriterien ähnlich. Bislang gibt es allerdings noch kein einziges Handy oder Smartphone mit dem Blauen Engel. (cwo)

Bitkom gegen App-Rückgaberecht

Der IT-Branchenverband Bitkom sieht keinen Bedarf für ein App-Rückgaberecht. Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder hält den Markt schon jetzt für verbraucherfreundlich: Man könne vor dem Kauf Screenshots und Bewertungen einsehen. Außerdem gebe es viele Apps auch als kostenlose Testversion. Ein Rückgaberecht sei „realitätsferne Überregulierung“, unter der die App-Entwickler leiden würden.

Die Konferenz der Verbraucherschutzminister der Bundesländer hatte sich zuvor für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen und eine Arbeitsgruppe gebildet. Aktuell kann man bei Google Play alle Apps innerhalb von 15 Minuten nach dem Kauf per Klick zurückgeben. Nutzer von Apples App Store und Microsofts Market müssen hingegen per Mail um Erstattung bitten. (hcz)

Mobil-Notizen

Microsoft hat verraten, wie viel das Windows-8-Tablet Surface Pro (Test in c’t 6/13) in Deutschland kostet: 880 Euro mit 64-GByte-SSD, 980 Euro mit 128-GByte-SSD. Eine Anstecktastatur gibt’s ab 120 Euro.

Glaubt man der Datenbank des GFX-Benchmarks, hat Samsung erstmals einen Intel- statt ARM-Prozessor in eines seiner Android-Tablets eingebaut. Ob der 10-Zöller mit Atom Z2560 wirklich erscheint, ist offen.

Windows Phone hat BlackBerry überholt und liegt mit 3,2 Prozent Anteil an den weltweiten Verkäufen erstmals auf dem dritten Platz der Smartphone-Betriebssysteme, meldet IDC. Android hält 75 Prozent, iOS 17.

BlackBerry bietet bald außer dem Z10 (500 Euro) und Q10 (570 Euro) auch das günstigere Q5 an. Wie günstig es genau wird, steht noch nicht fest. Vielleicht klappt’s dann ja auch wieder mit dem Marktanteil.

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