3D für alle

Apples neues Grafik-Framework Scene Kit

Wissen | Know-how

Wer sich bislang vor 3D-Grafik und -Animation in seiner Software gedrückt hat, weil die Einarbeitung zu aufwendig war, sollte sich Scene Kit anschauen. Damit ist räumliche Grafik genauso einfach zu handhaben wie Animation in der Ebene.

3D-Programmierung hat den Ruf, schwierig zu sein. Und wer sich bereits mit OpenGL auseinandergesetzt hat, wird dem wohl zustimmen. Wesentlich einfacher geht es mit Apples Scene-Kit-Framework, das seit OS X Mountain Lion mit an Bord ist. Das, was zuvor CoreAnimation für den 2D-Bereich geleistet hat, soll Scene Kit nun mit einer Dimension mehr schaffen: 3D-Grafik für jedermann.

Statt sich in OpenGL etwa mit VAOs, VBOs, Vertex- und Fragment-Shadern, Vektoren und Matrizen herumzuschlagen, kann man nun mit wenigen Zeilen Code nahezu beliebige 3D-Inhalte anzeigen und animieren. Tiefer gehendes Fachwissen ist nicht mehr zwingend nötig, wenn auch nach wie vor sehr hilfreich. Technisch betrachtet ist Scene Kit eine Schicht zwischen OpenGL und Cocoa. Altgedienten Mac-OS-Hasen dürfte diese Idee bekannt vorkommen: Im klassischen Mac OS gab es mit Quickdraw 3D bereits einen ähnlichen Ansatz, der aber gemeinsam mit OS 9 beerdigt wurde. Auch hinter modernen Spiele-Engines wie Irrlicht oder Unreal steckt die gleiche Grundidee: Komplizierte OpenGL-Kommandos werden zu einfach zu bedienenden Routinen zusammengefasst, die sich an den häufigsten Aufgaben orientieren, etwa dem Laden, Ändern oder Animieren eines Objekts. ...

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  • Um das 3D-Framework in eigenen Projekten nutzen zu können, muss man es via Xcode ins eigene Projekt importieren.
  • Mit nur acht Zeilen Quellcode kann man dank Scene Kit die erste 3D-Welt erzeugen. Standardkörper wie Würfel, Zylinder oder Ringe sind besonders einfach über Methodenaufrufe generierbar.

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