Trends & News | News

Robuste Mainboards für Haswell-CPUs

Der auf Boards für Industrie- und Bürocomputer spezialisierte Hersteller Fujitsu hat drei Micro-ATX-Mainboards mit LGA1150-Fassung für Prozessoren aus Intels vierter Core-i-Generation (Codename Haswell) vorgestellt. Los geht es mit dem D3220-B mit B85-Chipsatz für 97 Euro. Für 109 Euro gibt es das D3221-B mit Q85-Chipsatz und Fernwartungsfunktionen. Das D3222-B mit Intel-Q87-Chipsatz für 133 Euro ist nicht nur für einen Dauerbetrieb bei Temperaturen von bis zu 50 °C ausgelegt, sondern hat auch drei Watchdog-Timer, die den Betrieb überwachen. Bleibt die Software hängen, lösen sie einen Reset aus.

Fujitsu wirbt weder mit protzigen Spannungswandlern noch ausgefeilten Overclocking-Funktionen, sondern mit Zuverlässigkeit und langer Verfügbarkeit. So verzichtet Fujitsu beispielsweise auf schicken, schwarzen Lötstopplack – zugunsten einer besseren automatischen optischen Kontrolle jeder einzelnen Platine. Im Rahmen eines „Extended Lifecycle“ kann man das D3222-B mindestens drei Jahre lang kaufen. Besonders hebt Fujitsu die Funktion Silent Fan hervor, welche die Drehzahl der Lüfter fein auf die gerade abgegebene Leistung abstimmen soll.

Während die in Deutschland entwickelten und hergestellten Fujitsu-Mainboards in den vergangenen Jahren kaum einzeln zu bekommen waren, gibt es für die Haswell-Generation mit Tragant mittlerweile einen deutschen Händler, der auch Endkunden beliefert. (bbe)

Mehr Performance pro MHz für Smartphones

Mit dem Cortex-A12 will ARM die Lücke zwischen dem betagten Cortex-A9 und dem schnellen, aber hitzigen Cortex-A15 schließen. Laut ARM handelt es sich um ein neues Design, wenn auch noch immer mit der 32-bittigen ARMv7-Architektur. Es soll pro Taktzyklus 40 Prozent mehr Instruktionen durchschaufeln als der Cortex-A9 – exakt der Wert, mit dem ARM auch für den Cortex-A15 wirbt.

Vom Aufbau her scheint der A12 allerdings näher am A9: Er arbeitet zwei- und nicht dreifachskalar. Zudem hat die Pipeline 11 Stufen (A9: 8 bis 11 Stufen; A15: 15 Stufen). Vom A15 stammen wiederum Virtualisierung und 40-Bit-Adressierung (LPAE). Der A12 kann also theoretisch bis zu 1 TByte ansteuern, von denen jede Betriebssystem-Instanz maximal 4 GByte sieht. An der maximalen Anzahl von vier Kernen ändert sich nichts.

Beim Thema Stromverbrauch bleibt ARM vage. Der Cortex-A12 sei genauso effizient wie der A9 oder anders ausgedrückt: Er liefert bei gleicher elektrischer Leistung auch die gleiche Performance. Folglich wird er unter Volllast wohl auch bis zu 40 Prozent mehr schlucken. Damit dürfte er immer noch ein ganzes Stück unter dem Cortex-A15 liegen – vermutlich jedoch auch bei Taktfrequenz und Performance. Einen Teil der Leistungsaufnahme will ARM mit einem Big-Little-Gespann aus Cortex-A12 und -A7 auffangen.

Als Grafikpartner stellt ARM dem A12 eine stark abgespeckte Mali-GPU mit Midgard-Architektur zur Seite. Die Mali-T622 bietet zwei Shader-Rechengruppen mit je zwei Ausführungseinheiten (ALUs) und einer TMU. Laut ARM soll sie 50 Prozent effizienter sein als die ersten T-600-GPUs und OpenVG, OpenCL sowie OpenGL ES 3.0 verstehen – Konformitätstests stehen allerdings noch aus. Auch DirectX-fähig ist sie, allerdings lediglich auf dem im Vergleich zu Desktop-Hardware stark abgespecktem Feature-Level 9_3.

Das Verarbeiten von Full-HD-Videos (bis 1080p60) obliegt unterdessen einer Einheit namens Mali-V500, die dank ihrer acht Kerne theoretisch sogar Ultra-HD-Videos mit 3840 × 2160 Pixeln bei 120 fps wiedergeben könnte.

Der Cortex-A12 zielt auf Mittelklasse-Smartphones. Erste SoCs sollen Mitte 2014 vom Band laufen, fertige Geräte könnte es Ende 2014 oder Anfang 2015 geben. Damit es die Hersteller von Systems-on-Chip (SoC) leichter haben, bietet ARM in Kooperation mit TSMC und Globalfoundries sogenannte Processor Optimization Packs an. Dabei handelt es sich um bereits auf bestimmte (28-nm-)Prozesse angepasste Designs. Derzeit verfügbar sind diese für GF28-SLP und TSMC 28HPM. (bbe)

Neues Windows für kleine Geräte

Auch für das kleinste Mitglied der Windows-Familie hat Microsoft in diesem Jahr eine neue Version parat – und mal wieder ein neues Nummerierungssystem. So hieß das Windows für schwachbrüstige Geräte wie Mess-Sonden oder RFID-Leser ursprünglich mal „CE“. Daraus wurde später ein Windows Compact 7 und nun eben Windows Embedded Compact 2013. Damit wird immerhin deutlicher, dass dieses Windows eine eigene Codebasis hat und nicht direkt mit Windows 8 verwandt ist. Es läuft sowohl auf ARM- als auch x86-Prozessoren und belegt besonders wenig Speicher.

Zudem wirbt Microsoft mit Echtzeitfähigkeit, einem verbesserten Systemkern sowie WLAN-Unterstützung. Mithilfe der Snapshot-Boot-Funktion soll es schneller starten als vorherige Versionen und ein flotteres Dateisystem haben.

Als Entwicklungsumgebung kommt Visual Studio 2012 zum Einsatz. Platform Builder und Application Builder helfen beim Programmieren für mehrere Hardware-Platformen. Registrierte Entwickler können Windows Compact 2013 auf der Windows-Embedded-Webseite herunterladen. (bbe)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige