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Mini-ITX-Mainboards mit lüfterloser CPU-Kühlung

Auf der Computex zeigten Asus, Elitegroup (ECS), MSI und Sapphire Mini-ITX-Mainboards mit den neuen Kabini-Prozessoren von AMD. ECS hat nun die beiden Versionen KBN-I/2100 und KBN-I/5200 angekündigt, erstere ohne Lüfter: Der AMD E1-2100 kommt wegen seiner Thermal Design Power (TDP) von lediglich 9 Watt mit einem etwas größeren Kühlkörper aus. Seine beiden CPU-Kerne mit Jaguar-Mikroarchitektur arbeiten allerdings auch mit höchstens 1 GHz. Der A6-5200 hingegen besitzt vier Kerne mit 2 GHz, und auch seine integrierte Radeon-HD-GPU taktet höher – aber er schluckt dann auch bis zu 25 Watt und braucht einen Lüfter.

ECS will beide Mainboards ab Juli ausliefern und nennt Richtpreise von umgerechnet 70 beziehungsweise 130 Euro. Wann auch der deutsche Markt beliefert wird, ist laut ECS unklar.

Ab Herbst will Fujitsu das D3313-S unter anderem mit der Embedded-Version GX-210HA des E1-2100 verkaufen; es ist für lüfterlose Kühlung „ausgelegt“, womit Fujitsu auf das Problem verweist, dass die Innenluft im PC-Gehäuse nicht zu heiß werden darf. Das D3313-S dürfte deutlich teurer werden als das ECS KBN-I/2100, der Vorgänger D3003-S kostet je nach CPU-Version mindestens 160 Euro. (ciw)

Desktop-Rechner mit AMD Kabini

Ab 329 Euro sollen deutsche Käufer im August einen kompakten Desktop-PC mit Kabini-Kombiprozessor kaufen können: In der billigsten Ausführung des Acer Aspire XC-105 kommt der E1-2500 zum Einsatz, dessen zwei CPU-Kerne höchstens mit 1,4 GHz takten. Auch eine Radeon HD 8240 ist in der APU integriert. Deutlich mehr Leistung verspricht der A4-5000 mit vier CPU-Kernen. Beide Versionen sind mit USB 3.0 ausgestattet. Außer Gigabit-Ethernet sind auch WLAN und Bluetooth eingebaut.

In einem Micro-Tower-Gehäuse steckt der ab 349 Euro teure Aspire TC-100, doch die Technik ist fast dieselbe wie beim XC-105. Das größere System soll Platz bieten für Erweiterungen, was aber angesichts der schwachen und nicht austauschbaren Prozessoren zumindest für Spieler nicht interessant sein dürfte. Besser schlägt sich der TC-105, den Acer aber noch mit den Trinity-Prozessoren A10-5700 oder A8-5500 bestückt und nicht mit den leicht verbesserten Nachfolgern namens Richland. (ciw)

Nvidia-Grafikchips künftig lizenzierbar

Kepler-Grafikchips und deren Nachfolger sollen einer Nvidia-Ankündigung zufolge für beliebige Chipdesigner lizenzierbar werden. Eingeschlossen sind sämtliche Designs und Visual-Computing-Patente, von denen Nvidia mehrere tausend hält. Mit der neuen Strategie zielt Nvidia vorrangig auf den Markt für Smartphone- und Tablet-Prozessoren (SoCs).

Wer eine Nvidia-GPU in seinem Tablet haben möchte, muss zukünftig also nicht zwingend zum Tegra-5-Kombiprozessor greifen, der 2014 als erstes SoC CUDA-fähige Kepler-GPUs enthalten wird. Nvidia-Chef Huang will damit vor allem den Marktanteil für die eigene GPU-Technik im Handheld-Bereich kräftig erhöhen und den Nvidia-exklusiven GPGPU-Ansatz CUDA durchdrücken. Der Schritt zeigt auch, dass die Tegra-Sparte offenbar hinter den Erwartungen Nvidias zurückbleibt. Im Unterschied zum Markt für Desktop- und Notebook-GPUs wimmelt es im SoC-Bereich vor leistungsfähiger Konkurrenz und Nvidia ist nur ein Player von vielen. (mfi)

GeForce-Treiber macht Probleme

Zahlreiche Nutzer berichten von teilweise schwerwiegenden Problemen, die der GeForce-Treiber 320.18 in Verbindung mit älteren Grafikkarten der Serie GeForce 400 und 500 verursacht. Demnach kann es passieren, dass der Bildschirm beim Surfen mit dem Firefox-Browser einfriert, in Verbindung mit beliebigen Spielen Bluescreens auftreten oder das Betriebssystem neu startet. Einige Nutzer behaupten sogar, dass der Grafiktreiber ihre Grafikkarte zerstört habe. Dagegen klingen die Texturfehler in Assassins Creed 3 oder Metro Last Light harmlos.

Nvidia erklärte gegenüber c’t, dass man intern daran arbeite, die Fehler zu reproduzieren, um die Probleme zu beheben. Details zu den Problemen wollte Nvidia auf mehrmalige Anfragen nicht nennen. (mfi)

Spieler-Grafikkarte GeForce GTX 760 für 240 Euro

Nvidia ergänzt die GeForce-Serie GTX 700 um die GeForce GTX 760. Die 240 Euro teure Grafikkarte bietet für die meisten 3D-Spiele genügend Performance, um sie in Full HD ruckelfrei wiederzugeben. Crysis 3 soll in hoher Detailstufe mit über 40 fps laufen, Battlefield 3 sogar mit mehr als 60 fps. Laut Nvidia ist eine GeForce GTX 760 dreimal so schnell wie eine GeForce GTX 275 aus dem Jahre 2009.

Ihre GK104-GPU bietet 1152 Shader-Rechenkerne, 96 Textureinheiten und 32 ROPs. Sie läuft mit 980 MHz, im Turbo-Modus mit 1033 MHz oder gar noch ein wenig schneller – sofern weder die TDP (170 Watt) noch die Temperaturgrenze (80 °C) erreicht werden. Hinsichtlich der theoretischen Rechenleistung liegt eine GeForce GTX 670 bei gleicher TDP knapp 10 Prozent vorn, ist aber auch 35 Euro teurer. Die GeForce GTX 760 bringt 2 GByte GDDR5-Speicher mit, der über 256 Datenleitungen angebunden ist, was für alle aktuellen DirectX-11-Spiele ausreicht. (mfi)

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