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Einsteiger-Linux Zorin 7

Die Entwickler von Zorin OS haben die Version 7 ihres Einsteiger-Linux veröffentlicht. Es basiert auf Ubuntu 13.04 und richtet sich vor allem an Windows-Umsteiger. Statt Unity verwendet Zorin OS einen eigenen, klassischen Desktop mit einer Desktop-Leiste am unteren Bildrand und verschiedenen auswählbaren Stilrichtungen, die sich an Window XP, Windows 7 oder Gnome 2 anlehnen.

Die Zorin-Entwickler gehen bei der Softwareauswahl ihre eigenen Wege, so ist Pidgin der Standard-Instant-Messenger, während bei Ubuntu 13.04 Empathy zum Einsatz kommt. Der Standard-Browser von Zorin OS ist Google Chrome, Firefox und Opera lassen sich als Alternativen nachinstallieren.

Neben dem freien Zorin OS 7 für 32- und 64-Bit-Systeme gibt es noch eine Ultimate-Variante, die für eine Spende von mindestens 9,99 Euro heruntergeladen oder für eine Spende von mindestens 17,99 Euro als DVD bestellt werden kann. Sie enthält zusätzliche Software und weitere Desktop-Themes. (lmd)

SCO prozessiert weiter gegen IBM

Der Prozess SCO gegen IBM wird wieder eröffnet, einem entsprechenden Antrag von SCO gab das US-Bundesbezirksgericht von Utah statt. Dabei geht es um den Vorwurf, IBM habe im Zuge seiner Linux-Initiative geistiges Eigentum von SCO in den Kernel eingebracht. Nach der Pleite von SCO im September 2007 wurde das Verfahren eingestellt – der Antrag von SCO, es wiederzueröffnen, sei damals aber fälschlicherweise abgelehnt worden, begründete Richter Nuffer das jetzt ergangene Urteil.

SCO muss nun darlegen, welche Ansprüche gegen IBM erhoben werden sollen, denn im März 2010 entschied ein Geschworenengericht, dass das Copyright Unix Novell gehöre und nicht SCO. Mit der Revision gegen dieses Urteil scheiterte SCO – das Unternehmen behauptet laut Groklaw aber, man habe noch zwei Ansprüche, die davon unabhängig seien. Hierzu kann IBM dann Stellung nehmen und außerdem beantragen, dass das Gericht ohne weitere Verhandlung ein Urteil fällt. Sollte der Richter einem solchen Antrag nicht folgen, käme es wieder zu Verhandlungen vor Gericht. Der Prozess SCO gegen IBM ist also noch nicht ganz aus der Welt. (odi)

Debian 7.1 mit Fehlerkorrekturen

Das Debian-Projekt hat die Version 7.1 der freien Linux-Distribution veröffentlicht. Es handelt sich um das sogenannte Point-Release für Debian Wheezy, das üblicherweise rund einen Monat nach Freigabe eines neuen Stable Release erscheint und neu aufgetauchte Fehler beseitigt.

Bemerkenswert ist, dass auch der Standard-Browser Iceweasel und der Mail-Client Icedove ausgetauscht wurden. Debian 7.0 enthielt noch die hoffnungslos veralteten Versionen 10 der Debian-Klone von Firefox und Thunderbird, nun erfolgte das Upgrade auf die Version 17. Solche Versionssprünge sind bei einem Debian Stable Release sehr selten, das Projekt versucht eigentlich, die ursprünglich ausgelieferte Software während des Support-Zeitraums nur zu pflegen und keine neuen Funktionen hinzuzufügen.

Wer Debian 7.0 bereits heruntergeladen und installiert hat, kann die alten Installationsmedien weiterverwenden und muss auch nicht neu installieren – sämtliche Bugfixes wurden bereits vorab über die Online-Aktualisierung der Distribution verbreitet.

Anwender, die ein älteres Debian-System auf die Version 7 aktualisiert haben, sollten einen Blick in ihre Paketlisten werfen: Das Debian Publicity Team weist darauf hin, dass die Domain debian-multimedia.org von einem Fremden übernommen wurde. Bis Ende 2012 wurde die Domain noch für das sehr beliebte Multimedia-Repository genutzt. Theoretisch besteht die Gefahr, dass der neue Besitzer Debian-Anwendern manipulierte Pakete über den Update-Mechanismus unterschiebt – die Paketverwaltung würde dann allerdings vor einem unbekannten Signaturschlüssel warnen. (mid)

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