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Robustes Display mit Dual-Touch

ViewSonics 24"-Touchscreen-Monitor soll sich für die Nutzung in öffentlichen Bereichen eignen – beispielsweise als Kassendisplay oder als Infoterminal. Damit der TD2420 den dort mitunter wenig sorgfältigen Umgang unbeschadet übersteht, hat ViewSonic ihn in ein robustes und staubdichtes Gehäuse gesteckt und das Display mit einer kratzfesten Oberfläche geschützt.

Das Display kann mit seinem optischen Sensor zwei gleichzeitige Berührungen erkennen. Damit erfüllt es zwar nicht die Kriterien für ein Windows-8-Logo. Doch da sich der Schirm über USB beim Betriebssystem als Human Interface Device (HID) anmeldet, sollten nach unseren Erfahrungen unter Windows 7 und 8 alle wichtigen Touch-Gesten funktionieren. Vorteil der optischen Touch-Erkennung: Das Display reagiert auch auf Handschuhe und den beiliegenden Stift.

Das TN-Panel hat 1920 × 1080 Bildpunkte. Für den Digitalbetrieb stehen eine HDMI- und eine DVI-Buchse bereit. Den über HDMI übertragenen Ton gibt der 24-Zöller über seine Lautsprecher aus. Der TD2420 ist ab sofort für 300 Euro erhältlich. (spo)

Absatz von Druckern und Scannern stark rückläufig, Preise steigen

Der Verkauf von Druckern und Scannern im deutschen Einzelhandel ist im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 20 Prozent eingebrochen. Mit einem Rückgang um 7,4 Prozent nicht ganz so stark von der Absatzschwäche betroffen ist der Verkauf von Multifunktionsgeräten. Die Zahlen stammen aus dem Consumer Electronic Marktindex (CEMIX) für Deutschland, der vom Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT), der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam herausgegeben wird. Deutlich zulegen konnten demnach hierzulande im Wesentlichen nur Smartphones, Tablets, Wechselobjektive, Lautsprecher sowie Festplatten.

Gleichzeitig zogen die durchschnittlichen Preise für die PC-Peripherie deutlich an: Ein Scanner kostete im Schnitt 5 Prozent mehr als vor einem Jahr, ein Multifunktionsgerät knapp 10 Prozent und Drucker waren im Schnitt sogar um 17 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Im Mittel kostete ein Multifunktionsgerät aus Drucker und Scanner im ersten Quartal 115 Euro. Die Ursache für den Anstieg sehen Brancheninsider vor allem darin, dass es kaum mehr Billigstangebote von Druckern und Multifunktionsgeräten in Supermärkten gibt; diese seien in den vergangen Jahren in großen Stückzahlen mit wenig Gewinn verkauft worden. (tig)

Datenbrille von Meta: Erweiterte Realität zum Anfassen

Mit einer Datenbrille will das New Yorker Startup Meta künftig Computer-Interfaces wie in Hollywood-Filmen möglich machen: Computergrafik-Elemente sollen mit der Meta-Brille passgenau über Objekte in der echten Welt gelegt und auch mit Handbewegungen manipuliert werden können. Geld für ihr Brillenprojekt hat Meta auf der Crowdfinancing-Plattform Kickstarter eingesammelt. Angepeilt waren 100 000 US-Dollar, zusammengekommen ist mit 194 000 Dollar fast das Doppelte. Wer mindestens 550 US-Dollar investiert hat, bekommt eine Brille zugeschickt.

Anders als beispielsweise Googles Glass handelt es sich bei dem Meta-Modell um eine echte Augmented-Reality-Brille: Ein großer Teil des gesamten (beidäugigen) Sichtfelds kann bei Meta mit räumlicher Computergrafik überlagert werden, während Glass lediglich im peripheren Sichtfeld eines Auges ein kleines Bildchen einblendet. Offenbar hat das auch den Informatik-Professor und Videobrillen-Pionier Steve Mann überzeugt: Meta konnte ihn als Berater („Chief Scientist”) gewinnen. Mann hatte im März in einem Fachartikel für die Ingenieurs-Vereinigung IEEE Unzulänglichkeiten der Google-Brille kritisiert.

Die erste Hardware-Revision namens „Meta 1” besteht aus einer Epson-Videobrille mit aufgesteckter Tiefenkamera, deren Hersteller Meta nicht preisgibt. Die Videobrille ähnelt optisch stark Epsons Moverio BT-100, die seit Dezember 2011 erhältlich ist und mit 960 × 540 Pixeln pro Auge auch die Auflösung der Meta 1 besitzt . Im c’t-Test (Ausgabe 24/12) schnitt Epsons BT 100 in Sachen Abbildungsqualität ordentlich ab: Die Darstellung war zumindest in leicht abgedunkelten Räumen einigermaßen kontrastreich, die 3D-Wirkung gut.

„Da die Brille halbdurchsichtig ist, würde sie sich ausgezeichnet für Augmented-Reality-Anwendungen eignen. […] Nur leider hat die Moverio-Brille weder Kamera […] noch Gyroskop- oder Beschleunigungssensor”, hieß es im c’t-Testbericht. Meta ergänzt die Brille um genau diese Elemente plus Kompass. Während die 300 Gramm schwere Meta 1 noch sehr klobig und selbstgebastelt aussieht, sollen die kommenden und bereits geplanten Modelle graziler ausfallen.

Anwendungen für die Meta-Brille kann man vorerst ausschließlich in der Spiele-Engine Unity3D unter Windows entwickeln, das Meta-SDK soll Gesten- und Finger-Tracking sowie Surface-Tracking zur Verfügung stellen. Die Brille muss per HDMI- und USB-Kabel an einen PC angeschlossen werden, künftige Hardware-Versionen sollen auch drahtlos funktionieren. (jkj)

Ab Ende des Jahres flexible Displays

LG hat angekündigt, Ende des Jahres als erster Hersteller flexible OLEDs in Serie zu fertigen. Das Unternehmen hatte erst im Mai auf der DisplayWeek ein 5-zölliges OLED mit Plastiksubstrat vorgestellt. Obgleich das Panel selbst biegsam war, steckte LG es in einen stabilen Displayrahmen, dessen besondere Flexibilität sich auf eine wellenartige Form beschränkte. Mit flexibel meinen Displayhersteller nicht unbedingt wirklich biegsam – es kann auch einfach nur bedeuten, dass sich der Schirm in Form bringen lässt. (uk)

Mehr OLEDs in Mobilgeräten

Samsung will Ende des Jahres eine neue OLED-Fab bauen. Hintergrund der 1,5 Milliarden US-Dollar teuren Investition sind die für Ende 2013 erwarteten Lieferengpässe bei OLEDs. Insgesamt werden 2013 laut DisplaySearch über 217 Millionen OLED-Displays produziert und damit 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Wegen der immer größeren Smartphone-Displays soll die benötigte OLED-Fläche dabei im ersten Quartal 2014 sogar auf 557 000 Quadratmeter wachsen; im ersten Quartal 2013 waren es noch 263 000 Quadratmeter.

In Samsungs neuer Fabrik der Generation 6 können 1,50 m × 1,85 m große Glassubstrate zu Displays verarbeitet werden. Wie in der bestehenden Fab der Gen 5.5 setzt Samsung auch bei den etwas größeren Substraten auf LTPS-Technik (Low Temperature PolySilicon) für die stromgetriebenen OLED-Pixel. Aus einem Substrat lassen sich etwa zehn kleinere Displays für Mobilgeräte wie das Galaxy S4 schneiden oder zwei 55-Zöller für OLED-TVs. Seine großen OLED-Fernseher bringt Samsung erstmals Ende Juni in Korea in den Handel.

Andere Hersteller wie LG, AUO und allen voran Sharp wollen lieber Oxid-Halbleiter für die Pixeltransistoren nutzen. Vorteil dieser meist mit IGZO (Indium Gallium Zink Oxid) realisierten TFT-Technik: Sie ist einfacher auf größere Anlagen portierbar. Die Leitfähigkeit der Transistoren ist zwar nicht ganz so hoch wie bei den Polymer-TFTs, aber ausreichend für sehr große Pixeldichten und stromgetriebene OLEDs. (uk)

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