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3D-Scans mit Kinect & Co.

Wer mit einer Kinect oder einem ähnlichen Tiefensensor dreidimensional scannen will, kann dazu verschiedene Software benutzen – sieben Anwendungen haben wir in c’t 13/13 (S. 118) ausführlich getestet und vorgestellt. Für zwei Kandidaten gibt es inzwischen Updates: KScan3D 1.0.6 exportiert erfasste 3D-Datenmodelle jetzt auch mit Texturen in die Dateiformate OBJ und FBX – bisher fügte die Software lediglich einzelnen Knoten des Oberflächennetzes Farbinformationen hinzu wie die meisten anderen Anwendungen im Test. Zudem soll KScan3D schneller arbeiten. Das Programm läuft unter Windows 7 und 8 und kostet 299 US-Dollar.

Hinter der Scansoftware Skanect stand bisher das Startup ManCTL, die Firma wurde jetzt vom App-Hersteller Occipital aufgekauft. Die Entwicklung der Anwendung soll aber unverändert weitergehen. Lässt man Version 1.4 die erfassten Tiefendaten auf der CPU statt auf der GPU zusammenfügen, soll das jetzt schneller laufen und Ergebnisse in höherer Qualität liefern. Bislang konnte man seine Scans nur auf würfelförmige Raumausschnitte begrenzen, jetzt sind auch Quader mit doppelter Höhe möglich. Die Software arbeitet auch mit der Asus Xtion Pro als Tiefensensor zusammen, soll dem Anwender Zugriff auf weitere Parameter bieten und an bisher erfasste Oberflächen automatisch wieder anknüpfen können, wenn sie beim Scannen den Faden verliert. Skanect läuft unter Windows und kostet 118 Euro. Eine funktionsreduzierte Version ist kostenlos zu haben. (pek)

Professionell plastisch scannen

3D-Scanner für den professionellen Anspruch stellt Artec her. Der Handscanner Artec Spider soll mit einer Auflösung von bis zu 100 Mikrometern eine Genauigkeit von bis zu 30 Mikrometern erreichen. Das Gerät wiegt unter einem Kilo, seine Form erinnert entfernt an ein Bügeleisen. Der Scanner soll auch glänzende und teilweise durchsichtige Objekte erfassen können. Er wird über USB an einen Rechner angeschlossen und kostet mit Mehrwertsteuer 18 683 Euro. (pek)

Unterwegs konstruieren und betrachten

Mit FormIt konstruiert man einfache Gebäudemodelle auf dem iPad (Kurztest in c’t 3/13, S. 58), die in Version 4.0 der kostenlosen App auch aus halbtransparenten Materialien bestehen dürfen und mit selbst aus Fotos erzeugten Texturen belegt werden können. Seine Modelle muss man jetzt nicht mehr von den Grundmauern auf in der App errichten, es gibt Importfilter für die Dateiformate SAT und OBJ. Die bisher wenig flexiblen Hinweispfeile kann man in der Größe anpassen und ihnen Materialeigenschaften zuweisen. FormIt läuft auf iPads mit iOS 5.1 oder neuer.

Autodesks iOS-Dateibetrachter Design Review Mobile heißt jetzt Autodesk 360 Mobile und zeigt in Version 3.3.0 der App nicht nur DXF- und DWG-Dateien an, sondern auch PDFs, Pixelbilder und PowerPoint-Präsentationen. Die kostenlose App läuft unter iOS ab 5.0. (pek)

Günstige 3D-Drucker

Der chinesische Hersteller Delta Micro Factory Corporation (der sich gelegentlich auch PP3DP für „Personal Portable 3D Printer“ nennt) bringt mit dem Up Plus 2 ein verbessertes Modell seines Druckers auf den Markt, der nach dem Fused-Deposition-Modeling-Verfahren (FDM) arbeitet und erhitztes und damit weiches Plastikmaterial aus einer Düse in die gewünschte Form drückt. Die neue Version der Maschine soll ihre Bauplattform automatisch in perfekt waagerechte Position bringen und auch den optimalen Abstand zur Druckdüse einstellen. Für den Up Plus 2 gibt der Hersteller im Internet einen Preis von 1649 US-Dollar an, wozu aber noch Steuern, Zoll und Versand kommen – unter 2000 Euro wird der Drucker damit in Deutschland wohl nicht zu bekommen sein.

Der 3D-Druckerkonzern Stratasys übernimmt das Start-up MakerBot Industries, Hersteller von günstigen FDM-Druckern. MakerBot soll allerdings weiterhin unter dem eigenen Namen 3D-Drucker und bald auch 3D-Scanner entwickeln, produzieren und verkaufen. Stratasys war erst zu Beginn des Jahres mit Objet fusioniert. Durch beide Übernahmen erstreckt sich die Produktpalette des Konzerns von einfachen thermoplastisch arbeitenden Druckern bis zu Maschinen, in denen Laser Kunstharzgemische mit präzise programmierbaren Materialeigenschaften aushärten.

Filabot hat sich einen Namen mit einer Maschine gemacht, die 3D-Fehldrucke wieder zu Plastikdraht (Filament) aufbereitet, den die günstigen 3D-Drucker als Rohmaterial in ihre Druckköpfe ziehen. Die Recyclingmaschine ist derzeit ausverkauft, dafür kann man über filabot.com jetzt frischgepresstes druckfertiges Filament kaufen, in den gängigen Dicken 1,75 Millimetern und 3 Millimetern und in sechs Farben. 450 Gramm Plastikdraht kostet 26,90 US-Dollar, wer einen Zehner drauflegt, kann anschließend die Spule und Fehldrucke wieder zurückschicken und bekommt dafür neues Filament. (pek)

Open-Source-CAD

Die 2D-CAD-Software QCAD steht ab dem aktuellen Update 3.1 unter der Open-Source-Lizenz GPLv3. Die Anwendung läuft unter Windows ab XP, Mac OS X ab 10.6 sowie Linux und arbeitet mit dem Austauschstandard DXF als Dateiformat. Unterstützung fürs AutoCAD-Format DWG rüstet ein kostenpflichtiges Add-on-Paket namens QCAD Professional nach. Es kostet 38 Euro – genauso viel wie bislang die QCAD-Vollversion. (pek)

Doppelseitig Platinen layouten

Version 0.8.0 der Schaltungsentwurfssoftware Fritzing erlaubt es, Platinenlayouts von unten oder oben zu betrachten und Bauteile wahlweise auf die Unter- oder Oberseite zu platzieren. Schaltungselemente lassen sich drehen und spiegeln, wobei die Beschriftung stets lesbar bleiben soll. Unter den Neuzugängen auf der Bauteilpalette befindet sich der Einplatinen-Computer Raspberry Pi. Fritzing ist gratis und läuft unter Windows, Mac OS X ab 10.5 sowie Linux. (pek)

Notizen

Das Bauteilsuchsystem Simus Classmate 6.0 bündelt Werkzeuge zur Verwaltung von CAD-Datenbeständen und enthält unter anderem die Suchmaschine Easyfinder, die sich in die Bedienoberfläche der CAD-Anwendungen SolidWorks, Solid Edge, Inventor und in Creo Elements/Pro integriert. Das Finder-Modul sucht wahlweise über die Klassifizierung oder geometrische Eigenschaften nach passenden Objekten im Datenbestand. Die SAP-Integration soll verbessert worden sein.

Der CAD-Betrachter und Konverter 3D-Tool unterstützt in Version 10.04 die Dateiformate von Inventor 2013, CatiaV5 R23, SolidWorks 2013 sowie UG NX 8.5. Die Anwendung ist in drei verschiedenen Ausführungen zu Einzelplatzlizenzpreisen zwischen 150 und 600 Euro zu bekommen.

Die Open Design Alliance (ODA) hat Version 3.9 ihrer Entwicklungsplattform für Ingenieuranwendungen namens Teigha veröffentlicht. Das Release bietet verbesserte Multithreading-Fähigkeiten und unterstützt Java.

Ein Update für die 3D-Modelliersoftware MeshMixer fügt der Palette mit Standard-Versatzstücken Buchstaben und Zahlen hinzu. Außerdem soll Drag & Drop jetzt besser funktionieren. MeshMixer ist gratis und läuft unter Windows und Mac OS X.

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