Leistung ohne Reue

Mainboards für Intels Haswell-Prozessoren

Test & Kaufberatung | Test

Intels vierte Core-i-Generation liefert die Basis für besonders sparsame PCs – sofern man sie auf das richtige Mainboard pflanzt. Dieses muss nicht nur im Leerlauf möglichst genügsam sein, sondern auch mit einer guten Lüftersteuerung glänzen, denn unter Last sind die Haswell-CPUs echte Hitzköpfe.

Engel links, Teufel rechts: Die Landstraße dank Elektroantrieb und regenerativem Strom mit astreinem Ökogewissen entlangcruisen oder an der Ampel mit dem 400-PS-Triebwerk den aufmüpfigen Sport-Polo verblasen? Was beim Auto unvereinbar erscheint, lassen moderne Stromspartechniken beim PC mittlerweile wahr werden. So wohnen zwei Seelen in der Brust von Intels jüngsten Haswell-Prozessoren: Im Leerlauf respektive bei alltäglichen Aufgaben schlummern große Teile des Chips die meiste Zeit; der Stromverbrauch ist gering. Sobald die Software allerdings alle Rechenwerke parallel mit hochoptimiertem Code füttert, legen die Cores der vierten Generation so richtig los. Dann schlucken sie nicht nur mehr Strom als ihre Vorgänger, sondern werden auch heißer. Kurzum: Jede einzelne Haswell-CPU deckt eine gewaltige Bandbreite ab – von ganz sparsam bis sehr schnell.

Gerade weil die Idee von der stets abrufbaren Performance ohne nennenswerten Einfluss auf den Durchschnittsverbrauch so verlockend klingt, kommt es bei der Haswell-Generation mehr als bei ihren Vorgängern auf ein gut abgestimmtes Gesamtsystem an. Was hilft ein Prozessor, der im Leerlauf gerade einmal 3,3 Watt schluckt, wenn Mainboard, Netzteil, RAM, DVD-Laufwerk und Festplatte das Zehnfache versimmern? Nachdem wir in der vorigen c’t mit Enttäuschung feststellen mussten, dass die Hersteller von Komplett-PCs Intels Steilvorlage (noch) nicht aufgegriffen haben, gehen wir nun selbst auf Ursachenforschung. In diesem Teil unserer lockeren Haswell-Serie [1, 2, 3] stehen Mainboard und die diversen Stromsparfunktionen sowie ihre Nebenwirkungen im Vordergrund. In einem der nächsten Hefte folgen dann geeignete CPU-Kühler und ein konkreter Bauvorschlag für einen sparsamen, schnellen und effizienten PC. ...

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  • Die Board-Hersteller versuchen sich über Details wie zusätzliche SATA-Ports und -Stromstecker (unterstes Bild), Taster und Anzeigen (Mitte) oder besonders geformte Steckverbinder (oberstes Bild) voneinander abzusetzen.

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