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Neue Mobil-Apps für OneNote

Microsoft hat die iOS- und Android-Apps seines Notizen-Sammlers OneNote überarbeitet. Mit den neuen Versionen gelingt auch das Teamwork mehrerer Anwender von verschiedenen Arbeitsplätzen aus. Was man etwa in der Android-App ergänzt, wird typischerweise binnen Sekunden auf SkyDrive hinterlegt und aktualisiert dann sofort die Ansicht im Browserfenster oder den Apps von Mitstreitern, wenn diese gerade denselben Abschnitt geöffnet haben. Die iPhone-App darf man jetzt unbegrenzt gratis nutzen – bislang war nach dem Anlegen der fünfhundertsten Notiz eine Lizenzgebühr fällig.

Mit den Programmen für viele Rechnerplattformen und der zusätzlichen Web-App schafft Microsoft prinzipiell die Möglichkeit, auf SkyDrive abgelegte Informationen von ganz unterschiedlichen Endgeräten aus zu sichten und zu bearbeiten. Mit der Android-App ist es uns allerdings nicht gelungen, außer dem damit neu angelegten Notizbuch noch weitere zu öffnen.

Zwar lässt sich Electronic Ink, das mit Microsofts Tablet PC eingeführte Datenformat zum parallelen Speichern von Scribbles, Handschrift und darin erkanntem Text, immer noch nur mit einem Tablet PC unter Windows erzeugen. Doch jetzt kann man solche Inhalte auch unter Android und iOS anzeigen und handschriftliche Aufzeichnungen durchsuchen. Mit der plattformübergreifenden Audio-Wiedergabe hatten wir indes kein Glück: Die Android-App erzeugt 3GP-formatierte Aufzeichnungen, die zwar auch OneNote für Windows wiedergibt, nicht aber die OneNote-Web-App oder die iPhone-App. Mitschnitte aus dem Windows-Programm ließen sich weder unter iOS noch Android abspielen. Beide Apps sind kostenlos, laut Microsoft aber nur für einen „begrenzten Zeitraum“. (hps)

Künstlerische Apps prämiert

Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe lädt einmal im Jahr Künstler zur Teilnahme am AppArtAward ein. Gesucht werden „Kunstwerke im App-Format“, also eher experimentelle Software, die es nicht unbedingt in die Top-Ten-Listen schafft. Die drei Hauptpreise sind mit jeweils 10 000 Euro dotiert.

Die niederländische Künstlergruppe Jodi erhielt den Künstlerischen Innovationspreis für ihre iPhone-App „ZYX“. Diese gibt dem Anwender bestimmte Bewegungen vor und überprüft mit dem Bewegungssensor, ob er sie korrekt ausführt. Das Entwickler-Duo will damit den iPhone-Besitzer selbst zum Künstler machen. Ziel ist eine dissonante Situation: Während es für Außenstehende so aussieht, als führe der Benutzer einen bizarren Tanz auf, registriert das iPhone eine korrekt ausgeführte Bewegungsabfolge und belohnt sie mit einem Signalton.

Der Sonderpreis Crowd Art geht an den Australier Andy Bluff und sein „Mobile Phone Orchestra“, das vier oder mehr iPhones zu einem Orchester kombiniert.

Den Wettbewerb um den Sonderpreis Augmented Reality, bei dem es um künstlerische Aspekte einer Überlagerung der Realität durch virtuelle Objekte geht, gewinnt die App „Arart“ der japanischen Künstlergruppe Matilde Inc. Sie überlagert bekannte reale Kunstwerke wie die Mona Lisa mit geschichtlichen Hintergrundinformationen und bringt dem Betrachter eine neue Sicht auf das Original nahe. Alle drei Apps können kostenlos aus Apples App Store heruntergeladen werden. (dwi)

Skype für Android umgebaut

Skype hat eine neue Version seiner Android-App veröffentlicht. Sie wurde von Grund auf neu programmiert und soll deshalb schneller und stabiler sein als die bisherige. Außerdem hat die Microsoft-Tochter die Oberfläche komplett neu gestaltet: Textchats stehen nun im Vordergrund, sie können direkt aus der Kontaktliste heraus gestartet werden. Sprach- und Videotelefonate rücken als zusätzliche Möglichkeiten in die Leiste darunter.

Im Play Store kommentieren viele Nutzer die neue Version negativ. Sie ärgern sich unter anderem darüber, dass sie sich nicht mehr abmelden könnten und die App permanent im Hintergrund weiterlaufe. Doch man kann sich nach wie vor abmelden: Skype hat den Menüpunkt lediglich noch besser als zuvor versteckt – im Kontextmenü der Profilansicht. Der Online-Status lässt sich nur noch zwischen „verfügbar“ und „offline“ umschalten, anders als bei der iOS-App.

Bislang gibt es die neue Version nur für Smartphones, Android-Tablets sollen später drankommen, verspricht Skype. (asp)

Xperia, bitte melde dich

Sony bietet seit Kurzem einen Dienst an, der verlorene Xperia-Smartphones wiederfinden soll. Dafür muss man vor dem Verlust die My-Xperia-App installieren und mit einem Google-Account verknüpfen. Außerdem sollte man eine Bildschirmsperre mit Passwort einrichten. Ansonsten kann ein Dieb My Xperia einfach deaktivieren oder das Telefon auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Im Verlustfall loggt man sich mit dem Google-Account auf Sonys Webseite ein. Dann kann man das Telefon aus der Ferne orten, klingeln lassen, sperren, eine Nachricht übermitteln oder den internen und den SD-Kartenspeicher löschen. All das klappt nur, solange das Smartphone mit dem Internet verbunden ist. Deswegen kann der Energiesparmodus „Stamina“ die Ortung verhindern – Sony empfiehlt, das Smartphone in diesem Fall vorher anzurufen.

Nutzer von Xperia-Geräten aus den Jahren 2012 und 2013 können die App im Update-Menü in den Einstellungen herunterladen. In der Fußnote erwähnt Sony, dass die Verfügbarkeit je nach Modell und Provider variiert. Auf einem Xperia T und einem Xperia Z war uns die App zugänglich.

Bei iOS und Windows Phone 8 gehört das Orten und Sperren aus der Ferne zur Grundausstattung, bei Android nicht – Google bietet das nur seinen Business-Kunden an. Deswegen ist man als Privatanwender auf Herstellerdienste wie My Xperia, Samsungs Find My Mobile oder Apps von anderen Entwicklern angewiesen. (asp)

Geld verdienen mit dem Sperrbildschirm

Das Wiener Start-up Abalo verspricht Android-Nutzern „bis zu 15 Euro im Monat“ dafür, dass sie sich Werbeanzeigen auf ihrem Smartphone ansehen. Die Abalo-App blendet die Anzeigen dazu auf dem Sperrbildschirm ein. Für jede soll man 1,8 Cent erhalten.

Den Bewertungen im Play Store zufolge funktioniert das tatsächlich. Einige Nutzer klagen lediglich darüber, dass sie nicht so viele Anzeigen geliefert bekommen, wie sie gerne sehen würden – und deshalb keine 15 Euro pro Monat verdienen, sondern nur 1 oder 2 Euro.

Abalo fragt die Interessen seiner Nutzer ab, um ihnen Werbung zu zeigen, die sie tatsächlich interessieren könnte. Die werbetreibenden Unternehmen erhalten die Daten des Nutzers nur mit dessen ausdrücklichem Einverständnis, verspricht Abalo.

Zig Firmen haben schon versucht, ihre Werbeeinnahmen zum Teil an Internet-Nutzer weiterzuleiten, viele sind mittlerweile pleite. Amazon verkauft einige seiner E-Book-Reader und Tablets 15 Euro günstiger, wenn man Werbung auf dem Startbildschirm akzeptiert. (cwo)

App-Notizen

Für die ARD-Mediathek gibt es nun auch eine iOS- sowie eine Android-App. Die Anwendungen bieten dieselben Abrufvideos und Live-Streams wie m.ardmediathek.de.

Der Musikdienst Spotify hat seine Windows-Phone-App aktualisiert. Sie ist der Beta-Phase entwachsen und beherrscht nun auch das Vor- und Zurückspulen. Man kann sie 30 Tage lang gratis testen, danach zahlt man 10 Euro pro Monat.

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