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Powerline-Details bei HomePlug AV2

In der letzten c’t-Ausgabe berichteten wir über Zyxels Powerline-Adapter PLA5205. Anders als dort beschrieben verwenden die in der EU vertriebenen Adapter nicht das HomePlug-AV2-Merkmal Diversity (Einkopplung des Powerline-Signals fallweise auf unterschiedliche Adern des Stromnetzes). Vielmehr nutzen sie Verbesserungen an der Modulation, um 600 statt 500 MBit/s brutto zu erreichen. Bei den Verbesserungen handelt es sich zum einen um eine höherstufige Modulation (QAM4096 statt QAM1024, 12 statt 10 Bit pro Übertragungsschritt und Träger) sowie ein dichteres Coding (8/9 statt 16/21 Datenbits/Symbolbits). HomePlug AV2 spezifiziert zudem einen breiteren Frequenzbereich (2 bis 85 MHz, siehe Link). Zyxel beschränkt sich aber wie bei der 500er-Variante auf 2 bis 68 MHz, um Störungen des UKW-Rundfunks zu vermeiden.

Da die Optimierungen nur bei sehr guten Powerline-Verbindungen greifen, hat man heute aber wenig Gründe, vorhandene 500er-Adapter gegen die 600er-Generation auszutauschen. Das wird anders, wenn die ersten HomePlug-AV2-Adapter mit Diversity und MIMO auf den Markt kommen. Diversity soll am besten bei mäßigen Powerline-Verbindungen wirken und dann gegenüber Adaptern ohne diese Technik zwischen 10 und 50 Prozent mehr Durchsatz bringen. MIMO – unterschiedliche Signale auf verschiedenen Stromnetzadern – kann den Durchsatz bei günstigen Leitungsbedingungen verdoppeln. Adapter, die Diversity und MIMO einsetzen, werden voraussichtlich aber erst im nächsten Jahr erscheinen. (ea)

Device-Server für USB-Geräte

Die neuen USB-Device-Server von SEH und Silex stellen Drucker, Multifunktionsgeräte oder USB-Speichermedien ins lokale Netzwerk.

Beim SX-DS-3000U1 von Silex steht dafür ein USB-2.0- sowie ein Fast-Ethernet-Port bereit. Angeschlossene Drucker spricht man ausschließlich über IPv4 und dann per IPP, LPR oder im RAW-Modus aus dem Netzwerk an. Für Webcams und USB-Geräte benötigt das Gerät eine Treibersoftware, die der Hersteller für Windows und Mac OS X bereitstellt.

Der myUTN-50a von SEH bindet ohne zusätzlichen USB-HUB zwei USB-Geräte in ein Gigabit-Ethernet-LAN: Laut Hersteller überträgt das Gerät dabei unverschlüsselt bis zu 15 MByte/s (120 MBit/s), verschlüsselt sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit auf 6 MByte/s (48 MBit/s). Für Einrichtung und Betrieb benötigt das IPv6-taugliche Gerät einen Windows-Treiber – laut Hersteller lässt es sich jedoch auch in die virtuellen Umgebungen VMware, Citrix, Microsoft Terminal Server und Hyper-V einbinden.

Der SX-DS-3000U1 von Silex kostet 54 Euro, SEHs myUTN-50a schlägt mit 190 Euro zu Buche. (rek)

Schnelles WLAN bis 1300 MBit/s

Asus und Sitecom warten mit neuen WLAN-Produkten auf, die nach dem kommenden Standard IEEE 802.11ac funken. Asus’ RT-AC56U arbeitet in beiden WLAN-Bändern parallel über zwei Antennen und schafft so 300 MBit/s brutto (2,4 GHz, IEEE 802.11n) beziehungsweise 867 MBit/s brutto (5 GHz, IEEE 802.11ac). Dank einem ARM9-Dualcore-Prozessor mit 800 MHz und 256 MByte RAM soll das Gerät flotten NAS-Zugriff auf eine Festplatte an seinem USB-3.0-Anschluss gewähren. Am zweiten USB-Port (2.0) kann man einen UMTS/LTE-Stick betreiben; für das interne Netz und die Verbindung zum Internet-Modem steht Gigabit-Ethernet bereit. Der RT-AC56U soll ab sofort für 140 Euro zu haben sein.

Sitecom steigt mit zwei Routern und einem USB-Adapter in den 11ac-Markt ein: Der Router WLR-7100 (150 Euro) funkt wie das Asus-Modell mit zwei MIMO-Streams über zwei Antennen parallel in beiden Bändern (300/867 MBit/s brutto), während der WLR-8100 (170 Euro) drei Streams nutzt (450/1300 MBit/s brutto). Beide Modelle haben Gigabit-Ethernet-Ports. Allerdings weist der 7100er nur einen USB-2.0-Port auf, während der 8100er einen USB-2.0- und einen USB-3.0-Anschluss besitzt. Der USB-3.0-Stick WLA-7100 (70 Euro) verhilft stationären PCs oder Notebooks zu schnellem WLAN, je nach Frequenzband mit 300 oder 867 MBit/s brutto. Eine seiner zwei Antennen ist abklappbar. (ea)

Ethernet-Verlängerung mit PoE

Mit den Ethernet-Extendern eXP-S110 von Perle Systems kann man eine Fast-Ethernet-Verbindung (100 MBit/s) über ein verdrilltes Aderpaar oder eine Koaxleitung bis zu 3 Kilometer weit führen. Bis 500 Meter Leitungslänge lässt sich das Gerätepaar per PoE speisen, sodass dann zusätzliche Netzteile unnötig sind. Dabei kann der Auskoppler sogar noch PoE-konform Energie für eine IP-Kamera oder einen WLAN-Access-Point liefern (IEEE 802.3af). Bei längeren Verbindungen braucht der Auskoppler ein Netzteil, um per PoE speisen zu können.

Das Ethernet-Verlängern mit den Adaptern ist zwar praktisch, aber keine billige Angelegenheit: Für einen Fast-Ethernet-Gerätesatz eXP-1S110-RJ verlangt Perle Systems 905 Euro. Doch das kann wesentlich günstiger sein als das Neuverlegen von Kabeln. (ea)

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