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4K-Monitore kommen

Nach UHD-TVs kommen nun auch ultrahochauflösende Monitore: Sharp und Asus wollen 4K-Monitore mit 80 cm Diagonale in den Handel bringen. Beide Monitore nutzen ein UHD-Panel von Sharp, das mit flinken IGZO-Transistoren für eine beeindruckende Bildschärfe sorgt.

Sharp hatte seinen ultrahochauflösenden Monitor mit 31,5 Zoll (80 cm) Diagonale und 3840 × 2160 Pixeln erstmals auf der CES in Las Vegas vorgestellt und dann im April auf der Hannover Messe die Modellvariante PN-K321H ohne Touchoberfläche gezeigt. Diese kann man jetzt kaufen – im Internet findet man den PN-K321H ab 5100 Euro, beziehen kann man ihn nur im Fachhandel.

Ein Grund für den hohen Preis: Sharps Profi-Monitor ist für den 24-7-Dauerbetrieb ausgelegt. Er richtet sich mit seiner feinen Auflösung an Grafiker und Entwickler, aber auch an die Finanzbranche, wo er mehrere Displays ersetzen kann, weil er vier Anwendungsfenster gleichzeitig darstellen kann. Außerdem lässt sich das Display um 90 Grad hochkant stellen und es integriert zwei Lautsprecher für Systemklänge.

Asus kündigte im Juni auf der Computex seinen ultrahochauflösenden PQ321Q an und will diesen in den USA ab 16. Juli für 3500 US-Dollar (plus Steuer) anbieten. Hierzulande soll er als PQ321QE im August mit nur einem DisplayPort in den Handel kommen – das US-Modell hat zusätzlich zwei HDMI-Eingänge, über die allerdings bei 60 Hz nur Full HD zugespielt werden kann.

In Europa lässt Asus die HDMI-Ports wohl auch deshalb weg, weil der Zoll den großen Monitor andernfalls möglicherweise nicht mehr als Datensichtgerät einstuft. Dann würde bei der Einfuhr ein höherer Steuersatz (zusätzlich 14 Prozent) fällig. Einen Verkaufspreis wollte Asus noch nicht nennen, PR-Manager Christian Wefers erwartet aber einen vergleichbaren Preis wie in den USA. Interessenten sollten also schon mal anfangen zu sparen – für deutlich unter 3000 Euro wird der ultrahochauflösende Monitor wohl nicht zu haben sein. (uk)

UHD-TV: Neue Größen, fallende Preise

Chinesische TV-Hersteller drücken rasant auf die Preisbremse, um ihre UHD-TVs in den Markt zu drücken. So bieten Unternehmen wie TCL, Haier und Skyworth die ultrahochauflösenden Fernsehgeräte bereits für einen Preisaufschlag von nur 20 Prozent gegenüber Full-HD-TVs an. Das steht ganz im Gegensatz zu den im westlichen Markt etablierten TV-Herstellern wie Sony, LG oder Samsung – diese verlangen 100 bis 200 Prozent Aufschlag für die vier Mal so hoch auflösenden TVs.

Während zunächst nur sehr große 4K-TVs angeboten wurden – LG und Sony legten mit 84 Zoll (2,13 m) vor, Samsung mit 85 und 110 Zoll (2,80 m) nach –, kommen derzeit etwas moderatere Größen mit 55 und 65 Zoll (1,40 m und 1,65 m Diagonale) in den Handel. Die chinesischen Hersteller wollen das Größenspektrum in der zweiten Jahreshälfte um Geräte mit 39, 50 und 59 Zoll erweitern (99 cm, 1,27 m, 1,50 m). Die Firma Seiki bietet in den USA bereits einen ultrahochauflösenden 50-Zöller für unter 1000 US-Dollar an.

LG will im kommenden Jahr mit 49 Zoll (1,25 m Diagonale) ebenfalls ein handlicheres UHD-Format anbieten, Samsung dagegen nicht ganz so kleine TVs backen: Der koreanische Marktführer plant die Produktion eigener Panels und TV-Geräte mit Ultra-HD-Auflösung mit Diagonalen von 75, 65 und 55 Zoll. Bislang werden die 55- und 65-Zoll-Panels von AUO in Taiwan hergestellt, LG produziert 84-Zöller und Samsung UHD-Panels in 85 und 110 Zoll. (uk)

Google Glass: Surfen per Kopfbewegung

Googles Glass-Datenbrille bekommt einen echten Browser spendiert – und zwar in Form eines Betriebssystem-Updates mit der Versionsbezeichnung XE7. Bislang zeigte die Brille nur Kurzzusammenfassungen von Websites an. Außerdem kann man nun freihändig per Sprachbefehl SMS vorlesen lassen, Anrufe entgegennehmen und Fotos in sozialen Netzwerken teilen. Und: Die Glass greift jetzt auf Wunsch auf das ganze Google-Adressbuch statt auf nur zehn ausgewählte Kontakte zu.

Die neue XE7-Software wurde vollautomatisch auf unserem Glass-Exemplar installiert; verhindern lässt sich das Update offenbar nicht. Der Browser ist eine witzige Spielerei – wenn man die Glass-Brille dazu bekommt, die gewünschte Website aufzurufen. Eine Möglichkeit zur URL-Eingabe gibt es mangels Tastatur nämlich nicht; man muss über eine Google-Sprachsuche zur Website finden. Auf heise online kamen wir nicht auf direktem Weg (hier hat die Glass „Hi C online“ verstanden), sondern nur über die Suche nach „c’t magazine“. Die heise-Seite stellte die Datenbrille in der mobilen Version dar, die alternative Desktop-Variante ließ sich nicht aufrufen. Erfreulich: Auf Webseiten eingebettete HTML5-Videos ruckeln zwar manchmal, sie werden aber abgespielt.

Die Navigation auf Webseiten erfordert Übung: Streicht man mit einem Finger über den rechten Brillenbügel, scrollt man nach oben und unten. Um nach rechts und links zu navigieren, muss man zwei Finger aufs Touchpad legen und den Kopf in die gewünschte Richtung bewegen. Richtig kompliziert wird es, wenn man einen Link anklicken will: Zuerst den Link mit Kopfbewegungen und zwei Fingern auf dem Bügel auswählen, dann mit einem Finger antippen.

Die Glass-Brille hält nicht nur Googles Programmierer auf Trab, sondern auch die PR-Abteilung: Nachdem vor zwei Wochen bereits Datenschützer etlicher Länder Google zum Dialog über die Glass aufgefordert hatten, drängte jetzt auch die US-amerikanische parlamentarische Interessensgruppe Bipartisan Congressional Privacy Caucus auf detailliertere Informationen zum Datenschutz.

Die Antworten von Google auf Fragen des Caucus bezeichnete der Mitbegründer der Gruppe, Joe Barton, als „unbefriedigend“. Laut Barton habe Glass das Potenzial, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen kommunizieren und interagieren. Es sei deshalb besonders wichtig, dass die Rechte des Einzelnen geschützt werden und dass entsprechende Datenschutz-Funktionen in das Gerät eingebaut werden. (jkj)

LCDs dominieren, OLEDs holen nur langsam auf

Schaut man sich die Prognosen der Marktforscher an, werden Flüssigkristalldisplays den Bildschirmmarkt noch länger beherrschen. Ein Grund: Es mangelt weiterhin an Produktionsstätten für organische Displays. Die als potenzielle Nachfolger der LCDs gehandelten OLEDs werden derzeit vornehmlich mit kleinen Diagonalen für Smartphones hergestellt, in diesem Jahr sollen rund 3,6 Quadratkilometer Displayfläche zusammenkommen. Zum Vergleich: Mit LCD-Panels könnte man eine Fläche von 141 Quadratkilometern – etwa die Stadt Kaiserslautern – pflastern.

Neben LCDs und OLEDs werden aktuell noch einige wenige Röhrengeräte sowie Plasmadisplays produziert, die LCDs bestreiten in diesem Konglomerat 94 Prozent der gesamten Displayfläche. Erst in sechs Jahren kann man hier laut DisplaySearch nennenswerte Änderungen erwarten: Die CRT- und Plasmadisplays sollen dann vom Markt verschwunden sein und die OLEDs immerhin 13 Prozent der gesamten Displayfläche bestreiten. Damit wird auch klar, dass es mit den großen OLED-TVs in großen Stückzahlen noch eine Weile dauern wird.

Immerhin bauen die Hersteller ihre Produktionskapazitäten zum kommenden Jahr auf rund 11 Quadratkilometer Displayfläche weltweit aus; vor allem Samsung und LG rüsten hier auf. Knackpunkt bei den OLEDs bleibt vorerst der Preis: Auch wenn dieser in den letzten fünf Jahren von ungefähr 80 Dollar pro Quadratzoll (Sonys 11-zölliger OLED-Fernseher, auf zehn Dollar pro Quadratzolll (die 55"-TVs von Samsung und LG) beachtlich gefallen ist, dürften OLED-Panels im kommenden Jahr bei gleicher Fläche immer noch rund fünfmal so teuer sein wie LCDs. (uk)

Computergrafik zum Anfassen

Microsoft hat einen Monitor vorgestellt, auf dem 3D-Objekte nicht nur räumlich dargestellt werden, sondern auch tatsächlich erfühlbar sind. Obwohl die Bedienung vorwiegend mit nur einem Finger erfolgt, sollen sich Formen wie Bälle oder Würfel dank des haptischen Feedbacks auch blind erkennen lassen. Selbst unterschiedliche Gewichte lassen sich mit dem Bildschirm simulieren. Noch ist das Gerät allerdings ein reines Forschungsprojekt in den Microsoft-Laboren.

Die Hardware für den Fühl-Bildschirm erscheint vergleichsweise simpel: An einem Roboterarm haben die Forscher einen normalen Multitouch-Monitor mit 3D-Darstellung montiert und mit Drucksensoren versehen. Je nach simuliertem Objekt sowie Position und Kraftaufwand des Fingers, reagiert der Roboterarm bei der Bedienung mit mehr oder weniger Gegendruck. Sieht der Nutzer etwa einen Ball vor sich, kann er an dessen Oberfläche entlangfahren. Wie das in der Praxis aussieht, stellen die Microsoft-Forscher in einem kurzen Video vor (siehe c’t-Link).

Auch das Gewicht einzelner Objekte lässt sich mit dem Monitor simulieren. Bei vermeintlich schwereren Objekten bietet der Roboterarm deutlich mehr Widerstand als bei leichten Gegenständen. Über den Touchscreen weiß das System, welches Objekt der Anwender gerade manipuliert, und passt sich entsprechend an. Um den Eindruck zu verstärken, versucht das Gerät ständigen Kontakt zum Finger zu halten, in dem es mit minimaler Kraft gegen den Finger drückt. Wendet der Nutzer mehr Kraft auf, bewegt sich der Roboterarm mit einer passenden sanften Bewegung zurück. Zieht der Nutzer den Finger zurück, folgt ihm das Display. Derzeit kann sich das Display allerdings nur nach vorne und hinten bewegen. Um ein Objekt herumzugehen ist deshalb nicht möglich.

Ganz ohne Monitor kommt die Software vom kalifornischen Start-up Atheer Labs aus: Sie setzt komplett auf Datenbrillen – und Nutzer sollen die eingeblendeten Objekte mit Gesten bewegen und manipulieren können. Ähnlich wie Meta (c’t 15/13, Seite 34) trackt auch Atheer die Position der Finger mit einer in der Brille eingebauten Kamera. Da die Brillendisplays transparent sind, lassen sich virtuelle Objekte in die reale Umgebung einpassen. Die Atheer-Software soll dabei sogar erkennen, in welcher Entfernung der Betrachter seinen Blick fokussiert. (asp/jkj)

Schwarzweiß-Gel-Drucker fürs Büro

Ricoh hat seine Gel-Drucker-Reihe um das Schwarzweiß-Modell Aficio SG K3100DN erweitert. Der duplexfähige Tintendrucker soll 21 Textseiten pro Minute ausgeben können, womit er im Büro mit Schwarzweiß-Laserdruckern konkurriert. Weil beim Tintendruck keine merklichen Ausdünstungen und keine Nanopartikel entstehen, qualifiziert sich der Drucker als Arbeitsplatzgerät.

Angesichts des internen Speichers von nur 120 MByte dürfte der K3100DN für umfangreiche Grafikseiten allerdings deutlich mehr Zeit benötigen als Laserdrucker. Der Gel-Tintendrucker muss wie ein Laser aufwärmen, was mit 35 Sekunden aber relativ fix geht. Er kommuniziert via USB mit dem PC und per Ethernet-Kabel mit dem lokalen Netzwerk; als Druckersprachen nutzt er PCL5c und 6.

Im Druckbetrieb soll sich der K3100DN mit knapp 27 Watt begnügen, Lasergeräte brauchen typischerweise 350 bis 500 Watt. Seine Papierkassette fasst 250 Blatt, mit Zusatzkassetten lässt sich der Vorrat auf 850 Blatt erweitern. Eine normale Gelkartusche reicht laut Hersteller für 2500 Normseiten, die Tintenkosten liegen damit bei rund 1,2 Cent pro Seite. Ricoh bietet für den K3100DN eine Kartusche für 10 000 Seiten an, mit der man die Tintenkosten weiter senken kann. Ausgelegt ist der Drucker für eine monatliche Druckleistung von 1000 bis 2500 Seiten. Der Aficio SG K3100DN kostet rund 220 Euro. (rop)

Peripherie-Notizen

Das deutsche Forschungsministerium hat mit OLYMP ein Projekt aufgelegt, in dem OLEDs für Beleuchtung zur Marktreife gebracht werden sollen. Ziel sind preiswerte OLEDs mit 100 Lumen/Watt und ausreichender Lebensdauer. Partner des auf zwei Jahre angelegten 34-Millionen-Euro-Projekts sind Osram, Merck, BIB, Ledon und Trilux.

Sumitomo Chemical will 370 mm × 470 mm große Substrate mit Polymeren bedrucken, um hochauflösende OLEDs mit 423 ppi im Tintendruckverfahren herzustellen. Die Druckköpfe will der Chemieriese zusammen mit Konica Minolta entwickeln. Sumitomo hat auch Panasonics OLED-TV mit 4K-Auflösung von der CES gedruckt.

Seit Anfang Juli gibt es das Oculus-Rift-SDK auch für Linux, bisher wurden nur Windows und Mac OS unterstützt. Außerdem wird nun ein „offizielles“ Konfigurations-Programm für die Virtual-Reality-Brille angeboten, in dem man komfortabel Pupillenabstand, Körpergröße sowie das verwendete Linsen-Paar einstellen kann.

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