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Moderne Stadt-Chronisten

www.urbansketchers.org

Viele ganz persönliche Ansichten von den Orten, in denen wir leben, können sich zu einem großartigen Ganzen verbinden. So geschieht es permanent neu auf dem Blog Urban Sketchers der gleichnamigen Community von Hobby- und Profikünstlern. Die Zeichnerinnen und Zeichner erfassen in ihren Werken Situationen, Gebäude oder Stimmungen mit ihrem eigenen Stil. Dabei unterliegen sie allerdings dem „Urban-Sketcher“-Manifest, das sie etwa verpflichtet, nur direkt Beobachtetes wahrhaftig festzuhalten. Entstanden ist die internationale Urban-Sketcher-Gemeinde als Non-Profit-Organisation 2007 in Seattle. Mittlerweile unterhalten die vorwiegend aus Berlin stammenden deutschen Sketcher unter germany.urbansketchers.org eine eigene Blog-Sektion mit einer Unmenge an tollen Bildern. (hob)

Liveticker für alle

www.tickaroo.com

Jede große Sport-Site bietet einen Liveticker-Service, sogar News-Portale wie Spiele Online berichten inzwischen via Ticker von großen Sport-Events. Geht es um Spiele in unteren Fußball-Ligen oder um weniger populäre Sportarten, dünnt das Angebot allerdings schnell aus. Selbst eine Ticker-Software einzurichten, ist vielen Hobby-Vereinen zu aufwendig. In diese Lücke stoßen die Macher von Tickaroo: Hier können Privatleute, Vereine oder Medien ihre eigenen Ticker basteln. Mit vorgefertigten „Scoreboard“-Widgets kann man Ticker und aktuelle Spielstände einfach auf bestehenden Webseiten einbinden.

Angehenden Hobby-Reportern stehen nicht nur eine Web-Anwendung und ein API zur Verfügung. Gelungene Apps für iOS und Android ermöglichen ihnen außerdem, direkt vom Spielfeldrand zu berichten. Auch Handy-Schnappschüsse lassen sich direkt in die Liveticker laden. Tickaroo stellt angepasste Vorlagen für mehrere Sportarten bereit. All das ist kostenlos. Geld verdienen möchte das Regensburger Start-up, indem es die Technik Medien- und Verlagspartnern kostenpflichtig zur Verfügung stellt. (hob)

Sternenguckers Werkzeuge

www.otterstedt.de/wiki

Heiner Otterstedts Amateur Telescope Making Wiki versammelt zahllose Anleitungen und Hilfsmittel, mit denen Sterngucker ihre eigenen Beobachtungsgeräte bauen können – von selbst geschliffenen Linsen und Spiegeln bis zur Schutzhütte für das fertige Fernrohr. Die grundlegende Botschaft lautet, dass jeder auch ohne professionelle Ausbildung und exotisches Spezialwerkzeug leistungsfähige Teleskope produzieren kann. Wo besondere Schablonen und Messmittel vonnöten sind, hat das Wiki meist auch die passenden Druckvorlagen und Bastelanleitungen parat, mit denen man sich als Amateur kostengünstig behelfen kann.

Die gehosteten Texte, die schon für sich ein veritables Lehrbuch füllen, werden ergänzt durch Tabellen zu einem weit gefassten Themenumfeld, etwa bis hin zu den Konstruktionsdaten für metrische und zöllige Gewinde einschließlich den konischen NTC-Gewinden. Außerdem erklären Rechenhilfen, wie man etwa ein Newtonsches oder ein Cassegrain-Teleskop auslegt (Software-Kollektion in c’t 6/13).

Das Wiki beleuchtet den Fernrohrbau übrigens nicht als Selbstzweck, sondern erläutert auch, wie man die beschriebenen Gerätschaften einsetzen kann. Zum Beispiel hilft es, einen sogenannten Messier-Marathon zu organisieren. Dabei geht es darum, möglichst schnell alle Himmelskörper aus einer vorgegebenen Liste zu fotografieren. (hps)

CSS3-Code per Mausklick

www.cssmatic.com

Die Gestaltung mit CSS3 ist oft eine nervige Fummelarbeit, weil verschiedene Browser verschiedene Präfixe benötigen. Außerdem kann es eine Weile dauern, bis die richtigen Werte gefunden sind, mit denen beispielsweise ein Box-Shadow gut aussieht – und nicht wie WordArt.

Dank der intuitiven Bedienung von CSSmatic geht das viel einfacher und schneller: Die einzelnen Werte wie „blur radius“ oder „spread radius“ lassen sich mit Schiebereglern variieren. Die Veränderungen sind sofort sichtbar, ohne dass die Seite aktualisiert werden muss. Das lästige Wechseln zwischen Browser und Texteditor bleibt einem erspart und die F5-Taste wird verschont. Sind die perfekten Werte gefunden, spuckt die Seite den passenden CSS-Code aus.

Neben schönen Schlagschatten generiert CSSmatic auch den Code für abgerundete Kanten (border-radius) sowie einfache bis komplexe Farbverläufe (linear-gradient). Es ist möglich, die eigenen Einstellungen als Vorlage abzuspeichern. (dbe)

Knobeln mit Zirkel und Lineal

http://sciencevsmagic.net/geo

Die Quadratur des Kreises, das weiß der Volksmund, ist unmöglich, doch nur mathematisch Interessierte wissen, was damit genau gemeint ist: Zu einem Kreis ein flächengleiches Quadrat zu konstruieren, und zwar nur mit Hilfe von Zirkel und Lineal. Was mit Zirkel und Lineal so alles geht, beschäftigt Mathematiker seit Euklid. Auf sciencevsmagic.net kann man es spielerisch erkunden. Die sehr schlicht gestaltete Seite enthält 40 „Challenges“ wachsenden Schwierigkeitsgrads, vom gleichseitigen Dreieck bis zum wesentlich kniffligeren Fünfeck, die mit der Maus im Browser zu konstruieren sind. Ein netter Zeitvertreib, der nicht aufdringlich versucht, lehrreich zu sein, es aber vielleicht trotzdem ist. (bo)

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Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Moderne Stadt-Chronisten
  2. Liveticker für alle
  3. Sternenguckers Werkzeuge
  4. CSS3-Code per Mausklick
  5. Knobeln mit Zirkel und Lineal
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