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Mini-PC mit ARM-Quad-Core-CPU

Die israelische Firma CompuLab hat einen Mini-Computer namens Utilite angekündigt, der mit einem Freescale-i.MX6-Prozessor ausgestattet und ab August zu bestellen sein soll. Geplant sind drei CPU-Varianten: Mit einem, zwei und vier ARM-A9-Cortex-Kernen und einer Taktfrequenz von bis zu 1,2 GHz. Als Betriebssysteme sind sowohl Android als auch Ubuntu geplant. Die kleinste Ausführung soll 99 US-Dollar kosten.

Der Hersteller will den Mini-Rechner als Thin Client oder sparsamen Desktop anbieten, die Leistungsaufnahme soll bei nur 3 bis 8 Watt liegen. Ein Lüfter ist offenbar nicht vorgesehen, in den vorab veröffentlichten Gehäusebildern sind jedenfalls keine Kühlschlitze zu erkennen.

Als Maximalausstattung sind bis zu 4 GByte Arbeitsspeicher und eine mSATA-SSD mit 512 GByte Platz geplant, alternativ soll der Mini-Rechner mit einer maximal 128 GByte großen Micro-SD-Karte ausgerüstet werden können. An Schnittstellen sollen vier USB-2.0-Anschlüsse, zwei Gigabit-Ethernet-Ports, 5.1-Sound via SPDIF oder HDMI, ein WLAN-Adapter (IEEE 802.11n) und ein Bluetooth-Adapter zur Verfügung stehen. Der Grafikkern des Freescale-Prozessors soll OpenGL ES 1.1 und 2.0 sowie OpenVG 1.1 und OpenCL EP unterstützen und Videos mit Full-HD-Auflösung in den Formaten H.264, VC1, RV10 und DivX dekodieren können. Der Utilite soll mit je einem DVI- und einem HDMI-Ausgang ausgestattet sein, über die sich gleich zwei Monitore mit Full-HD-Auflösung anschließen lassen sollen. (mid)

VirtualBox 4.2.16 behebt Fehler

Oracle hat im Rahmen eines sogenannten Maintenance Release verschiedene Fehler in seiner Virtualisierungslösung VirtualBox behoben. Neue Funktionen bietet die Version 4.2.16 nicht. Die Fehlerkorrekturen betreffen vor allem die EFI-Emulation. Einer davon führte zu Abstürzen von VirtualBox, wenn Windows als 64-Bit-Gast auf einem 32-Bit-Wirtssystem gestartet wurde. Auch beim Einbinden des physischen DVD-Laufwerks des Wirtssystems konnte es zum Absturz kommen, wenn das Laufwerk in ein laufendes Gastsystem eingefügt wurde, jedoch kein Medium eingelegt war. Weitere Abstürze traten beim Einlesen von Daten eines SATA-DVD-Laufwerks auf, auch diese sollen mit der neuen Version 4.2.16 behoben sein.

VirtualBox 4.2.16 gibt es als Quellpaket und als Binärpakete für Linux, Solaris, Windows und Mac OS X. (mid)

Neue Treiber für alte Kernel

Das Projekt „Linux Kernel Backports“ will ab jetzt Quellcode-Archive freigeben, über die sich die Treiber neuer Linux-Kernel unter älteren Kernel-Versionen einrichten lassen. Die erste Version ist „backports-3.10-2“ und enthält rund 830 Treiber des Anfang Juli freigegebenen Kernel 3.10; die meisten der Treiber sollen sich mit Linux-Versionen bis hin zu Kernel 2.6.24 verwenden lassen.

Unter den Treibern sind viele für WLAN-, Ethernet- und Bluetooth-Hardware – etwa einige für Intels WLAN-Module der 7000er-Serie, die sich vorwiegend in Haswell-Notebooks finden, oder ein Netzwerktreiber für die von Qualcomm Atheros gefertigten Ethernet-Chips AR8161, AR8162, AR8171 und AR8172. Das Backports-Archiv enthält auch eine Reihe von Treibern des Media-Subsystems, das Unterstützung für DVB-Empfänger, TV-Karten und Webcams samt zugehöriger Fernbedienungen enthält. Auch alle für moderne PCs relevanten Kernel-Grafiktreiber sind dabei; auf diese sind die Open-Source-Grafiktreiber von Mesa 3D und X.org angewiesen, um die 3D-Beschleunigung und eine Reihe anderer Funktionen moderner Grafikkerne zu nutzen.

Das Backports-Projekt und die dort genutzten Techniken sind aus compat-wireless hervorgegangen, mit dem sich schon seit Jahren die WLAN-Treiber eines Linux-Kernels unter älteren Kernel-Versionen übersetzen ließen. Die Einrichtung der Backports-Treiber ähnelt der eines neuen Kernels: Anwender wählen die zu übersetzenden Treiber über „make menuconfig“ oder vordefinierte Make-Targets aus, um sie anschließend zu übersetzen und zu installieren; nach einem Neustart lassen sich die Treiber dann verwenden. Wenn der Distributor ein Kernel-Update herausgibt, um etwa eine Sicherheitslücke zu stopfen, muss man die Backports-Treiber neu einrichten. (thl)

Wine 1.6 mit schnellerer Grafik

Die neue Version 1.6 des Windows-(Nicht-)Emulators Wine enthält etliche Verbesserungen bei der OpenGL-Unterstützung, auch haben die Entwickler die Direct3D-Implementierung komplett überarbeitet – beides soll Spielen zu mehr Performance verhelfen. Zudem arbeiteten die Entwickler an der DIB-Engine (Device Independent Bitmap), sie soll nun Text und Bitmaps schneller rendern.

Zu den wichtigen Neuerungen von Wine 1.6 zählt auch der native Treiber für Mac OS X: Er sorgt für eine bessere Integration der Anwendungsfenster in den Desktop, zudem entfällt die Notwendigkeit für einen X-Server, was die Performance der Windows-Anwendungen deutlich steigern dürfte.

Die Quellen von Wine stehen auf der Projektseite zum Download, zudem stellen Maintainer Binärpakete für etliche Distributionen bereit – bei Redaktionsschluss gab es aber noch keine Pakete der Version 1.6. (mid)

Neues MySQL-Datenbankformat bei RHEL 5.10 Beta

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.10 wird voraussichtlich mit MySQL 5.5 ausgeliefert, die Mitte Juli veröffentlichte Beta-Version der Linux-Distribution enthielt bereits die aktualisierten Pakete der freien SQL-Datenbank. Der Versionswechsel ist vor allem für Anwender wichtig, die MySQL 5.0 verwenden, weil sich das Datenbankformat verändert. Bestehende Datenbanken müssen zunächst mit der älteren Version 5.1 von MySQL konvertiert werden, bevor sie sich mit MySQL 5.5 nutzen lassen. Zu diesem Zweck findet sich auch MySQL 5.1 in den Paket-Repositories von RHEL 5.10 Beta. Grund zur Eile für die Umstellung scheint es aber noch nicht zu geben: Red Hat hat bislang nicht angekündigt, den Support für MySQL 5.0 einstellen zu wollen. (mid)

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