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Konstruieren in der Cloud

Unter dem Namen Fusion 360 bietet Autodesk eine Kombination aus lokal installierter 3D-Konstruktionssoftware und Online-Plattform an, die der Kommunikation dient und das gemeinsame Arbeiten an Projektdateien erleichtern soll. Das Angebot ist vor allem für Selbstständige, Ad-hoc-Teams und kleine Unternehmen gedacht. Die Software läuft unter Windows 7 und 8 mit 64 Bit sowie Mac OS X ab 10.7. Sie startet mit einem Dashboard, das mit Profilbild, Timeline, Kalender und Kurznachrichtenfeld an ein soziales Netzwerk erinnert. Eigene 3D-Modelle vom Server oder von Kollegen freigegebene Konstruktionen bearbeitet man in derselben Software – hierfür stehen unter anderem Direktmodellierwerkzeuge, Volumenkörper, Splines und exakte numerische Eingabefelder zur Verfügung. Für den Import gibt es zahlreiche Filter: Neben Autodesks eigenen Dateiformaten sollen auch Konstruktionen etwa aus Catia, SolidWorks, Rhino, NX und Creo problemlos an Bord kommen. Die Liste der Exportformate ist nicht ganz so lang, aber man bekommt auch Zugriff auf ältere Versionen. Wer nur zwischendurch mal ins Dashboard schauen und einen Kommentar schreiben will, kann sich auch über ein Web-Interface in die Cloud einloggen.

Fusion 360 kostet für die ersten 90 Tage nichts, anschließend zahlt man 25 US-Dollar monatlich pro Nutzer. Für Studenten und Existenzgründer soll es spezielle Angebote geben. Fusion 360 ist jetzt auch in der Werkzeugsammlung der 3D-Online-Community GrabCAD enthalten. Während das 3D-Werkzeug auch dort nach 90 Tagen Geld kostet, steht die dort ebenfalls eingebundene 2D-Online-Anwendung AutoCAD 360 dauerhaft gratis zur Verfügung.

Ebenfalls kostenlos kann man Autodesks 3D-Konstruktionssoftware 123D Design benutzen. Es gibt sie jetzt auch als Online-Anwendung, die als Plug-in im Browser läuft – bisher musste man das Programm herunterladen und komplett lokal installieren oder auf dem iPad nutzen. (pek)

Mobil modellieren

Die kostenlose 3D-Modellier-App SubDivFormer des CAD-Herstellers Ascon läuft jetzt auch auf iOS-Geräten, benötigt wird eine Betriebssystemversion ab 5.1. Die Anwendung bietet eine Handvoll Werkzeuge und arbeitet nach dem Prinzip der Unterteilungsflächen (Subdivision Surfaces). Bislang gab es sie nur für Android. Einen Kurztest der Android-Version finden Sie in c’t 15/13 auf Seite 59. (pek)

Rekonstruieren, modellieren, simulieren

3DSystems entwickelt und vertreibt unter dem Namen Geomagic seit der Übernahme des gleichnamigen Herstellers eine Serie von Werkzeugen für 3D-Modellierung, CAD, Reverse Engineering, Aufbereitung von 3D-Scans und 3D-Druckvorbereitung. In der 2014er-Generation bietet die Konstruktionsanwendung Geomagic Design erstmals eine integrierte Simulation für starre Körper, mit der sich beispielsweise Bewegungsabläufe in Antrieben animieren und prüfen lassen. Zudem führt die Software Finite-Elemente-Analysen für Prognosen etwa zu Spannungen, Vibrationen und Wärmeausbreitung in Werkstücken durch. Geomagic Design Direct, das bislang Spark hieß, kombiniert 3D-Scan-Werkzeuge mit CAD-Direktmodellierung. Die Anwendung ist vor allem für die Nachkonstruktion bereits real existierender Bauteile gedacht. In ihr steckt Technik der Firma SpaceClaim, mit der Geomagic schon vor ihrer Übernahme durch 3DSystems kooperiert hat. Auch die Firma Rapidform wurde von 3DSystems im Herbst 2012 gekauft – deren Inspektionsanwendung XOV hört jetzt auf den Namen Geomagic Verify und soll in Details verbessert worden sein. Auch das früher Qualify genannte Messwerkzeug hat mit Geomagic Control einen neuen Namen bekommen und lässt sich jetzt über Python-Skripte automatisieren. Die Modellieranwendung Geomagic Freeform schließlich soll Oberflächennetze automatisch reparieren und Löcher schließen können und sich damit besser als zuvor für die Nachbearbeitung von 3D-Scan-Daten eignen. (pek)

3D-Scannen mit Kinect

Version 1.5 der 3D-Scansoftware Skanect für PrimeSense-Tiefensensoren (Kinect für Xbox und Windows, Asus Xtion Pro Live sowie Carmine 1.08 und 1.09) exportiert 3D-Daten mit Bitmap-Texturen in die Dateiformate OBJ und PLY – bisher fügte die Software lediglich einzelnen Knoten des Oberflächennetzes Farbinformationen hinzu. Beim Export kann der Anwender zwischen den Maßeinheiten Millimeter, Meter und Zoll wählen. Speziell für Druckaufträge beim 3D-Dienstleister Shapeways erzeugt Skanect jetzt auch VRML-Dateien. Skanect 1.5 gibt es neben der Windows-Ausgabe auch als Mac-Version, die allerdings nicht mit der Kinect für Windows zusammenarbeitet. Eine Testversion bekommt man kostenlos, die Lizenz kostet 99 Euro. (pek)

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