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Hoch hinaus

www.google.com/culturalinstitute/collection/tour-eiffel

Als Tourist in Paris drängt es einen oft hoch hinaus, nämlich auf den Eiffelturm. Vor dem Aufstieg aber heißt es anstehen und warten, um anschließend im Fahrstuhl mit der Platzangst zu kämpfen. Oder Sie nehmen die Treppen – bis zur zweiten Etage sind es 704 Stufen. Aber dann: Diese Aussicht, c’est magnifique!

Das Panorama lässt sich auch ganz ohne Schweiß und Anstrengung genießen. Google fotografiert nämlich nicht mehr nur die Straßen der Welt, sondern für das Cultural Institute etwa die Aussichtsplattform des Eiffelturms. In Street-View-Manier kann man dort oben flanieren und über die Dächer von Paris in die Ferne schauen. Was fehlt, ist der Wind.

Über die Errichtung des Turms informiert eine ergänzende Online-Ausstellung mit Bauzeichnungen sowie historischen Stichen und Fotos. Sie dokumentieren, wie der Eisenfachwerkturm anlässlich der Weltausstellung 1889 in die Höhe wuchs. Das Cultural Institute umfasst weitere Sehenswürdigkeiten und Museen, darunter das Musée d’Orsay in Paris. (dbe)

Wortschätze

www.jugendwort.de

Auf der frisch renovierten Seite Jugendwort.de bittet der Langenscheidt-Verlag um Einreichungen für den Wettbewerb um das „Jugendwort des Jahres“. Unter Angabe von Name, Alter, E-Mail- und Postadresse kann man seinen Vorschlag samt einer kurzen Erklärung online abgeben. Auch ein Jury-Posten ist zu vergeben: Wer sich bewirbt, kürt mit etwas Glück später gemeinsam mit sechs bereits ernannten Juroren das Gewinnerwort und die Plätze 2 bis 5. Abstimmung und die Bewerbung für die Jury sind bis Ende Oktober möglich.

Die Webseite, auf der sich Perlen wie „Gehst Du Schule oder Facebook?“ finden, existiert seit 2008. Die bisherigen Jugendwörter des Jahres: Gammelfleischparty, hartzen, Niveaulimbo, Swag und Yolo. Mit einer Suchfunktion kann man in allen eingereichten Wörtern recherchieren. Die Suche nach „krass“ liefert beispielsweise 31 Treffer sowie die Erkenntnis, dass „krass“ längst von „epic“ abgelöst wurde. (dwi)

Blindes Blabla

http://meettheipsums.com

Blindtexte fungieren als Platzhalter beim Layouten. Der Klassiker unter ihnen ist „Lorem ipsum dolor sit amet“, eine pseudo-lateinische Wortkette, die sich lose bei Cicero bedient. Der semantische Unsinn soll bereits im 16. Jahrhundert von Setzern verwendet worden sein – frisch ist Lorem ipsum also wirklich nicht.

Links zu zeitgemäßen Alternativen versammelt die elegant gestaltete Seite Meet the Ipsums. Neben einem Gangsta-Ipsum („Lorizzle ipsizzle dolizzle pizzle“) gibt es etwa ein Batman-Ipsum („This isn’t a car“), ein Cupcake-Ipsum („Jelly-o cheesecake gummi bears chocolate“) und – na klar – auch ein Katzen-Ipsum („Climb leg rub face on everything“). Die Kollektion umfasst überwiegend englische Blindtexte. Eigene Vorschläge können eingereicht werden; Originalität siegt. (dbe)

Sekunde mal!

http://toys.usvsth3m.com/watch

www.the100meterscroll.com

Das Browser-Spiel One-Second Stopwatch ist genial simpel: Der erste Klick startet eine Stoppuhr, ein zweiter stoppt sie wieder. Das ist der simple Teil. Der schwierige ist das Ziel des Spiels: die Uhr bei exakt 00:01:00 anzuhalten – also nach genau einer Sekunde. Nicht bei 00:00:99 oder 00:01:01 und schon gar nicht bei 00:02:12. Das erfordert Feingefühl und einige Anläufe. Dargestellt wird die Stoppuhr als virtuelle Casio F-91W. Das sorgt für charmantes Retro-Feeling.

Jede Sekunde zählt auch bei The 100 Meter Scroll. Statt die Beine in die Hand zu nehmen, muss bei diesem Wettlauf mit schnellem Finger das Mausrad bewegt werden. Hundert Meter lang ist die digitale Aschebahn, die entlang gescrollt wird. Das sind 283 500 Pixel bis zur Ziellinie. Den Sieg kann man im Sitzen erringen – ein trainierter Zeigefinger und eine robuste Maus genügen. (dbe)

Videos verschlingen

http://devour.com

Inmitten der Bilderflut auf Youtube oder Vimeo sehenswerte Highlights zu finden, ist nicht einfach und kostet Zeit. Diesen Aufwand scheuen die Macher von Devour nicht: Sie treffen auf ihrer Seite eine gefilterte Vorauswahl. Übersichtlich listet Devour (zu Deutsch: „verschlingen“) interessante, lustige und lehrreiche Videoclips auf, darunter etwa „wahnsinnige chemische Reaktionen“ oder Taucher, die fast von Walen gefressen werden. Oder ein Ice-Ice-Baby-Movie-Supercut. Oder das 6-jährige Mädchen, das Death Metal singt. Oder, oder, oder.

Die Videos lassen sich direkt auf der Seite in HD starten und nach Popularität sortieren. Per Mausklick gelangt der Nutzer auf Wunsch zu einem zufällig ausgewählten Video – öde und blöde dürfte es so schnell nicht werden.

Für den entspannten Videokonsum auf dem Sofa gibt es eine Devour-App für iPhone und iPad, mit der sich Lieblingsvideos auch speichern lassen. Ebenfalls der App vorbehalten sind die „Leftovers“; also weitere originelle Videos als Nachtisch. (dbe)

David gegen Google

www.blippex.org

Googles Dominanz macht es anderen Suchmaschinen schwer. Konkurrenten müssen schon etwas Besonderes bieten, um aufzufallen. Bei Blippex bestimmt die Verweildauer auf einer Webseite deren Relevanz. Nutzer können eine Browser-Erweiterung installieren, die an Blippex besuchte URLs und die jeweilige Aufenthaltsdauer übermittelt – nicht aber die IP-Adresse oder andere Metadaten, versprechen die Betreiber. Anhand dieser nutzergenerierten Daten bestimmt Blippex dann das Ranking und liefert Ergebnisse „für Menschen von Menschen“.

Entscheidend für die Brauchbarkeit von Blippex ist also die Anzahl von Datenlieferanten. Offenbar sind aber etliche Suchende bereit, ihre Daten zu teilen: Zumindest der Katalog von Blippex wächst rasant, inzwischen sind mehr als drei Millionen Webseiten indexiert. Das ist zwar nichts im Vergleich zu Googles Katalog, aber ein Anfang. (dbe)

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