Test & Kaufberatung | Spielekritik

Pflanzendünger und Hipster-Zombies

Plants vs. Zombies 2 trägt den selbstironischen Untertitel „It’s about time“, und tatsächlich unternimmt Crazy Dave im zweiten Teil Zeitreisen ins antike Ägypten und in den Wilden Westen. Das grundlegende Spielprinzip hat sich nicht geändert: Auf der linken Bildschirmhälfte platziert man Pflanzen, um von rechts heranhumpelnde Zombies aufzuhalten. Das einzige wirklich neue Spielelement ist der Dünger, der aus jeder Pflanze eine andere Super-Angriffstechnik herauskitzelt – alleine das Ausprobieren der unterschiedlichen Spezialattacken macht einen Heidenspaß. Jede der drei Spielwelten wird von anderen Widersachern bevölkert: Der fiese Sonnengott-Zombie ist nur in Ägypten heimisch, der Enterhaken-Untote nur in der Piratenwelt – und der Hipster-Zombie seltsamerweise nur im Wilden Westen. ...

Lustiger Langfinger

Schleichspiele haben derzeit Konjunktur. Tiny Thief vom Entwickler 5 Ants mixt lustige Diebestouren mit kniffligen Aufgaben. Der Spieler muss mit seinem kleinen Dieb in 30 Leveln an mittelalterlichen Wachen vorbeischleichen und Honig, Käse sowie Juwelen stibitzen und ein verstecktes Wiesel befreien – je nach persönlichem Perfektionismus kann man in jedem Level bis zu drei Sterne ergattern. ...

Indie- und Freeware-Tipps
Video: Experiment 12

Zwölf bekannte Indie-Entwickler, darunter Terry Cavanagh und Jasper Byrne, haben bei dem Freeware-Titel Experiment 12 zusammengearbeitet. Der etwas über 200 MByte große Windows-Download bringt zwölf Experimente mit, jedes Kapitel stammt von einem anderen Entwickler. Das übergreifende Konzept dieser Low-Fidelity-Werke ist es, den Spieler mit den Pixelfiguren mitleiden zu lassen, wenn sie Lebensenergie verlieren, beispielsweise durch grafische Verzerrungen oder hypnotische Elektroklänge – faszinierender, wenn auch harter Stoff, der sich gängigen Konsumgewohnheiten entzieht.

Francesco Gonzales und Ben Chandler haben zusammen die beiden kurzen Endzeit-Adventures The Rebirth und The Reaper kostenlos veröffentlicht. Die beiden kurzen Szenen spielen während einer großen Katastrophe. In The Rebirth muss der Spieler versuchen, sein Büro zu verlassen und seine Familie zu kontaktieren, was angesichts des Stromausfalls gar nicht so leicht ist. In The Reaper müssen zwei Überlebende aus einer Ruine entkommen. Stilistisch orientieren sich beide mit ihrer wunderschön gemalten Pixelgrafik an alte SCUMM-Adventures.

Zu den verschollenen Indie-Perlen des Jahres 2011 gehört Nidhogg vom Enfant-Terrible Mark „Messhof“ Essen. Der sperrige Künstler war jedoch nicht untätig, sondern hat das mit dem Nuovo-Award prämierte Beat’em up, in dem sich zwei Pixelfiguren duellieren, um KI-Gegner, einen Online-Modus und mehrere Arenen erweitert. Der bisher nur auf Festivals gezeigte Titel soll bis zum Jahresende erscheinen und im Unterschied zu Messhofs bisherigen Freeware-Titeln über Steam verkauft werden.

Second-Life-Entwickler Linden Lab hat die Indie-Vertriebsplattform Desura gekauft und deren Betreiber übernommen. Der neue Besitzer will das Portal zur „offensten“ und „entwicklerfreundlichsten“ digitalen Vertriebsplattform ausbauen. (hag)

Ein c’t-Video und Links zu den Freeware-Spielen finden Sie unter

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