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HDR mit Geisterbildkorrektur

Unified Color hat seine High-Dynamic-Range-Software HDR Expose mit zusätzlichen Techniken ausgestattet, um die Einzelbilder einer Belichtungsreihe zu einem sauberen, scharfen HDR-Bild zu überlagern – auch wenn Kamera- und Objektbewegungen im Spiel waren. Belichtungsreihen werden im Bildbrowser automatisch gruppiert; beim anschließenden Ausrichten berechnet eine Kanten- und Mustererkennung automatisch die Skalierungs-, Rotations- und Verschiebungswerte. Führt diese nicht zum Ziel, soll der Nutzer manuell nachjustieren können, indem er Referenzpunkte im Bild definiert. Geisterbilder reduziert HDR Expose 3 laut Hersteller ebenfalls automatisch anhand eines Schlüsselbildes oder mithilfe des Anwenders, der sowohl störende als auch schützenswerte Objekte markieren kann.

HDR Expose 3 kostet 120 Euro; es arbeitet eigenständig sowie als Modul innerhalb von Lightroom oder Aperture. Die Mac-Version setzt OS X 10.6 bis 10.8 voraus, die Windows-Version läuft unter Vista, Windows 7 und 8. Für Photoshop CS4 bis CS6 hat Unified Color ein eigenes Plug-in namens 32Float v3 für knapp 80 Euro im Sortiment, dem aber die neuen Ausrichten- und De-Ghosting-Algorithmen fehlen. (atr)

Realistisch aquarellieren

Das Malprogramm Fresh Paint bringt realistische Simulationen von Ölfarbe, Kreide und Buntstiften auf Windows-8-Geräte und macht besonders auf Tablets und Touchscreens Spaß. Hinter der simplen Bedienoberfläche verbirgt sich eine ausgefeilte physikalische Simulation von Pinselborsten und Farbe, die für die natürliche Anmutung sorgt. Ursprünglich wurde das Malprogramm von Microsofts Forschungsabteilung entwickelt – seinerzeit hieß es noch „Project Gustav“. Für die Vorabversion von Windows 8.1 haben die Microsoft-Entwickler neue Werkzeuge in Fresh Paint eingebaut: So kann man Farbe jetzt lasierend wie mit einem Aquarellpinsel auftragen. Die Buntstiftsammlung wurde überarbeitet. Besonders feine Pinsel sollen helfen, Details herauszuarbeiten. Für Malvorlagen stehen jetzt Fotofilter bereit, falls die verwendete Hardware über eine Kamera verfügt. Unter Windows 8 kommt man nicht in den Genuss der neuen Version, da sie fest in Windows 8.1 eingebunden ist. So lassen sich angefangene Bilder etwa direkt auf den Startbildschirm pinnen, um später ohne Umwege an ihnen weiterarbeiten zu können.

Parallel zur Windows-Version hat Microsoft eine ebenfalls kostenlose Fresh-Paint-Fassung für Windows Phone 8 veröffentlicht. Allerdings ist diese auf Ölfarbpinsel und Fotofilter reduziert. Dafür soll man seine Werke unkompliziert auf SkyDrive speichern und per Mail, Twitter und Facebook im Netz ausstellen können. (pek)

PDF-Betrachter für Sehbehinderte

Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB), die Stiftung „Zugang für alle“ und xyMedia haben einen PDF-Betrachter namens VIP-Reader (VIP=Visually Impaired People) entwickelt, der Sehbehinderten das Lesen von PDF-Dokumenten erleichtern soll. Der Betrachter stellt das Dokument nicht im Original-Layout dar, sondern trennt zunächst den Fließtext von den übrigen Layout-Elementen. Spalten werden in der richtigen Lesereihenfolge untereinander anstatt nebeneinander angezeigt; Bilder, Grafiken und Tabellen bleiben im Fließtext an ihrer ursprünglichen Position, werden aber auf ein platzsparendes Icon reduziert. Dadurch lässt sich der Text in beliebiger Schriftart, Vergrößerung, Farbe und mit beliebigem Kontrast anzeigen und dennoch flüssig lesen. Am besten gelingt die lesefreundliche Darstellung mit barrierefreien PDFs gemäß PDF/UA, weil diese bereits mit Tags durchstrukturiert sind. Der Betrachter steht auf der Website des SZB für Windows, Mac und Linux kostenlos zum Download. (atr)

Anwendungs-Notizen

Microsoft hat Service Pack 2 für Office 2010 mit allen bis Juli 2013 veröffentlichten Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates herausgebracht. Das Update-Paket lässt sich manuell über Windows Update installieren. Ende Oktober will Microsoft mit der automatischen Verteilung beginnen.

Das freie DTP-Programm Scribus läuft in Version 1.4.3 auch unter dem BeOS-Nachfolger Haiku. Nutzer weniger exotischer Betriebssysteme wie Windows, Mac OS X und Linux dürfen sich über Fehlerkorrekturen und Verbesserungen etwa bei der Druckvorstufenüberprüfung freuen.

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