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Facebook-Einträge überall

Nutzer können öffentliche Facebook-Einträge künftig auf anderen Webseiten einbetten. Anfangs funktioniert das erst einmal mit Einträgen von ausgesuchten Facebook-Präsenzen, darunter die des CNN und der Huffington Post. Facebook plant, die Verfügbarkeit der Funktion nach und nach auszuweiten. Beschränkt der Autor im Nachhinein die Sichtbarkeit seines Eintrags, verschwindet dieser von allen Webseiten, auf denen er eingebettet wurde. Eine weitere Neuerung ist das standardmäßig aktivierte HTTPS, das den Nutzern ein „sicheres Durchstöbern“ ermöglicht. Zuvor mussten Facebook-Nutzer die sichere Verbindung erst aktivieren, was nur ein Drittel getan hatte. (dbe)

Kein Facebook für Lehrer

Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg sollen künftig keine sozialen Netzwerke mehr für ihre dienstliche Kommunikation nutzen. Das geht aus einer Handreichung des Kultusministeriums des Bundeslands hervor. Sie verbietet unter anderem den Nachrichtenaustausch innerhalb der Netzwerke sowie Chats oder den Austausch von Materialen über Arbeitsgruppen. Unzulässig sei die Kommunikation über soziale Netzwerke sowohl zwischen Lehrern und Schülern als auch zwischen Lehrkräften untereinander, heißt es darin.

Begründet wird das Verbot mit datenschutzrechtlichen Bedenken: Problematisch sei, dass die Daten auf Servern außerhalb Europas gespeichert würden. Die dortigen Datenschutzstandards entsprächen nicht den deutschen oder europäischen. Die Handreichung empfiehlt alternative Kommunikationsmittel wie „konventionellen Schriftverkehr“ und verschlüsselte E-Mails. (dbe)

Twitter: Besserer Schutz vor Drohungen

In einer Online-Petition verlangten Twitter-Nutzer einen besseren Schutz vor Drohungen und Belästigungen. Es müsse einfacher werden, Beleidigungen an Twitter zu melden. Mehr als 120 000 Menschen haben die Petition bisher unterschrieben.

Twitter reagierte auf die Forderungen mit einem Blogpost und versprach die Einführung einer vereinfachten Funktion, mit der solche Tweets gemeldet werden können. Eine Melde-Schaltfläche ist bereits in der iPhone-App vorhanden; in der Android-Anwendung sowie im Web-Interface wird er nachgerüstet.

Der britische Twitter-Chef Tony Wang erklärte, dass Bedrohungen „schlicht nicht akzeptabel“ seien. Der Kurznachrichtendienst setzt diverse Filter ein, um die zahlreichen Tweets auf Verstöße zu kontrollieren. (dbe)

Zensursorgen wegen Pornofilter

Der britische Internetfilter könnte neben pornografischem Material auch andere Inhalte im Netz blockieren, befürchtet die Open Rights Group. Die Bürgerrechtsgruppe hatte von ungenannten britischen Providern erfahren, dass diese offenbar unter anderem gewaltverherrlichendes oder „esoterisches“ Material ausfiltern wollen. Die einzelnen Filterkategorien müssen Anschlussinhaber erst deaktivieren – andernfalls werden neben Pornografie eben auch alle aufgeführten Inhalte geblockt. Die Bürgerrechtsgruppe kritisiert, dass die einzelnen Kategorien viel zu schwammig seien; Premierminister Cameron gehe es darum, „die Leute in die Zensur schlafwandeln zu lassen“. (dbe)

Neuer Speedtest

Die Bundesnetzagentur ruft Internetnutzer erneut zu einem Test der Übertragungsraten ihrer Anschlüsse auf (siehe c’t-Link). Die Daten fließen in eine Studie zur Dienstqualität in Deutschland. Eine erste Studie ergab im April dieses Jahres, dass die deutschen Internet-Provider nicht die versprochenen Geschwindigkeiten liefern. Die gemessenen Übertragungsraten kamen unabhängig von Anbieter und Zugangstechnik nicht an die maximal mögliche Bandbreite heran. Der zweite Test soll nun zeigen, ob sich die Situation verbessert hat. (dbe)

Neuer Wikipedia-Editor

Nach mehr als zweijähriger Entwicklungszeit hat die Wikimedia Foundation den neuen „Visual Editor“ sukzessiv für alle Wikipedia-Versionen freigeschaltet. Er soll die Arbeit an den Artikeln erleichtern.

Bisher mussten die Autoren ihre Einträge in der Formsprache Wikitext verfassen. Der neue Editor bietet zusätzlich eine Echtbild-Darstellung nach dem WYSIWYG-Prinzip. Sie soll Neulinge und technisch Unerfahrene motivieren, an Wikipedia mitzuarbeiten. Der „Visual Editor“ ist ein Versuch, dem Autorenschwund entgegenzuwirken. (Torsten Kleinz/dbe)

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