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Keywan Tonekaboni

GUADEC: Wayland-Integration in Gnome

Auf der diesjährigen Gnome-Konferenz GUADEC trafen sich Anfang August gut 200 Entwickler, um aktuelle Entwicklungen vorzustellen und die weitere Ausrichtung des Gnome-Projekts zu diskutieren.

In einem eigens aufgebauten Fablab druckten die Hacker Gnome-Devotionalien am 3D-Drucker aus.

Das wichtigste Thema der GUADEC, die vom 1. bis 4. August im tschechischen Brünn stattfand, war der X11-Nachfolger Wayland. Spätestens mit Gnome 3.12 soll die Gnome-Shell auf Wayland laufen; bei Gnome 3.14 soll der Gnome-Fenstermanager Mutter dann standardmäßig Wayland verwenden. Für die zahlreichen Fragen gab es eigens eine Podiumsdiskussion mit dem Wayland-Erfinder Kristian Høgsberg und weiteren Entwicklern.

Gtk+-Entwickler Benjamin Otte betonte, dass sich das Toolkit an den Bedürfnissen der Gnome-Entwickler orientiert. Als Zielgeräte habe man primär Laptops im Fokus. Neue Gtk+-Widgets sollen sich aber auch flexibler an unterschiedliche Display-Größen anpassen und die Entwicklung von Gnome-3-Anwendungen erleichtern. Die Grafik-Bibliothek Clutter soll in Gtk+ 3 integriert werden. ...

Linux-Client für Google Drive

Google ist bislang einen Linux-Client für seinen Cloud-Speicher Google Drive schuldig geblieben – stattdessen sorgt Insync für die Drive-Integration in nahezu alle gängigen Linux-Desktops. Insync 1.0 kann mehrere Konten verwalten, bietet Offline-Zugriff auf Google-Docs-Dateien und unterstützt das Teilen von Inhalten ohne Browser. Der Hersteller bietet fertige Pakete für verschiedene Linux-Distributionen an.

Insync läuft unter Linux, Mac OS X und Windows. Man kann das Programm 15 Tage lang kostenlos testen, danach kostet die Benutzung je Google-Account einmalig 10 US-Dollar. (lmd)

Linux-Version von „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“

Valve hat über Steam eine OpenGL-Version von „Duke Nukem 3D: Megaton Edition“ für Linux als Beta veröffentlicht. Das Paket umfasst neben dem Spiel drei Expansion Packs; es wurde bereits im Frühjahr für Windows und Mac OS X veröffentlicht. Um die native Linux-Variante zu testen, muss man die Teilnahme an Beta-Tests in den Steam-Optionen aktivieren. Ein Termin für die Veröffentlichung der fertigen Version wurde noch nicht genannt.

Duke Nukem 3D entstand in den Neunzigern und genießt seit seiner Frühzeit Kultstatus. Eine experimentelle Linux-Version des First-Person-Shooters entstand bereits vor einigen Jahren, nachdem 3DRealms die Quelltexte des Spiels unter der GPL freigegeben hatte. (mid)

Langzeit-Support für Kernel 3.10

Der aktuelle Linux-Kernel 3.10 soll als Longterm-Kernel die nächsten zwei Jahre mit Bugfixes versorgt werden. Auch die nächste Version des LTSI-Kernels für Hersteller von Consumer-Geräten soll auf Linux 3.10 basieren. Damit gesellt sich der Kernel 3.10 zu Linux 3.4, das noch bis Oktober 2014 gepflegt wird; der Support für den Kernel 3.0 endet demnächst.

Noch längeren Support erhält Linux 3.2: Debian-Maintainer Ben Hutchings will diese Version bis 2016 pflegen, weil sie die Grundlage des Kernels in Debian 7 ist. (thl)

XBMC-Portierung für Wayland und Mir

Mit zwei Erweiterungen von Sam Spilsbury, einem ehemaligen Canonical-Mitarbeiter und Compiz-Entwickler, unterstützt die Mediacenter-Software XBMC jetzt die beiden Display-Server Wayland und Mir, die antreten, das X Window System als Grafiksystem auf Linux-Rechnern abzulösen. Die Wayland-Portierung von XBMC ist bereits weiter vorangeschritten, an dem Mir-Port wird noch gearbeitet. Spilsbury entwickelt die XBMC-Erweiterungen im Rahmen des diesjährigen Google Summer of Code. (mid)

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