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Router für die Industrie

Moxa bietet den Multiport-Router EDR-810 für industriellen Einsatz an, der acht Fast-Ethernet-Ports (100 MBit/s) und zwei SFP-Slots für optionale Gigabit-Module verknüpft. Seine Firewall inspiziert auch Modbus-TCP-Pakete; mit den „Quick Automation Profiles“ kann der Admin schnell Firewall-Regeln für gängige Feldbus-Protokolle wie EtherNet/IP, Modbus TCP, EtherCAT, Foundation Fieldbus oder Profinet einrichten. Sicheren Zugang von außen bietet der VPN-Server (max. 20 Verbindungen, IPsec, L2TP, PPTP). Moxa hebt einen „elektronischen Sicherheitsbereich“ hervor, der betriebskritische Daten etwa von Pumpen in Wasserstationen oder SPS-/SCADA-Systemen in der Fabrikautomation schützen soll. Der 819 Euro teure EDR-810-2GSFP funktioniert zwischen –10 und 60 °C, lässt sich redundant mit 12 bis 48 Volt Gleichspannung speisen und benötigt knapp 9 Watt. Die Version EDR-810-2GSFP-T verträgt Temperaturen von –40 bis +75 °C und kostet 915 Euro.

Juniper Networks stellt seinen Router LN2600 vor: Das konvektionsgekühlte Gerät ist staubdicht und spritzwassergeschützt nach IP64. Es enthält acht SFP-Ports für Gigabit-Ethernet-Module und schlägt laut Hersteller noch bis zu 200 000 64-Byte-Pakete pro Sekunde um, selbst wenn alle Dienste (Multicast, QoS, Firewall, IDS) aktiviert sind. VPN-seitig arbeitet der Router mit IPsec und bis zu 1000 Verbindungen bei maximal 250 MBit/s Summendurchsatz. Das Gerät funktioniert zwischen –40 und +70 °C und soll dank Hardware-basiertem QoS SCADA-Verkehr (Supervisory Control And Data Acquisition) stets Vorrang geben. Der mit Junipers Router-OS Junos laufende, IPv6-fähige LN2600 soll vor allem bei Strom-, Gas- und Wasserversorgern mit IP/MPLS-Netzwerken in Außenstationen zum Einsatz kommen. Für Funk- und Mesh-Netze beherrscht das Gerät dazu auch Radio-Routing-Protokolle nach RFC 4938 und 4938bis. Der Router soll ab sofort für 14 900 US-Dollar erhältlich sein. (ea)

Tox will Skype ausstechen

Der noch in der Entwicklung steckende Instant-Messenger Tox tritt als Skype-Alternative an: Die Software sendet Textnachrichten, transportiert Dateien und soll zukünftig auch Videotelefonate abwickeln können. Tox setzt dabei ausschließlich auf Peer-to-Peer-Verbindungen zwischen den Clients, die sich über verteilte Hash-Tabellen (DHT) im Internet finden.

Ähnlich wie das Vorbild Skype soll Tox ohne aufwendige Einrichtung etwa bei der Verschlüsselung auskommen. Bislang haben die Entwickler davon aber nur wenig umgesetzt – die ToDo-Liste verzeichnet viele offene Aufgaben wie den Videotransfer und IPv6. Auf der offiziellen Projektseite des Open-Source-Projekts steht bislang nur der Quelltext der Software zum Download bereit. Eine inoffizielle, lauffähige Tox-Fassung für Linux findet sich hingegen auf dem Build-Server von OpenSuse und eine einfache Windows-Version mit Text-Interface kann man sich zu Testzwecken über die Webseite tox.someguy123.com laden. (Manuel Nitschke/rek)

Powerline-Updates von Belkin und Trendnet

Die inzwischen zu Belkin gehörende Linksys führt ihre ersten 500-MBit/s-Powerline-Adapter ein: Der ab sofort erhältliche Satz PLEK500 kostet 110 Euro und enthält zwei Homeplug-AV2-kompatible Adapter mit je einem Gigabit-Ethernet-Port in weißen Gehäusen ohne durchgeführte Steckdose. Trendnet bietet mit dem jetzt verfügbaren, 55 Euro teuren TPL-4052E einen 500-MBit/s-Powerline-Adapter an, der mit vier Gigabit-Ethernet-Ports ausgestattet ist, aber ebenfalls keine durchgeführte Steckdose besitzt. Der Adapter soll maximal 4 Watt Leistung aus dem Stromnetz ziehen und bei Nichtnutzung auf 0,5 Watt herunterfallen. (ea)

EU will Mobilfunk mit WLAN entlasten

Die EU-Kommission will den wachsenden Mobilfunkverkehr mit dem verstärkten Einsatz von WLAN in den Griff bekommen: Data-Offloading-Techniken sollen Mobilfunknetze besonders an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen entlasten. Mit Offloading weichen Mobilfunkgeräte beim Internetzugriff auf andere Funktechniken wie WLAN aus. Laut einer von der Kommission in Auftrag gegebenen Studie profitierten Nutzer und Provider davon: Nutzer könnten häufiger und ohne Komfortverlust vom teuren Mobilfunk auf günstigere WLAN-Zugänge wechseln. Mobilfunkanbieter entlasten mittels Offloading hingegen ihre Kernnetze, können dem Kunden jedoch die gleichen Dienste anbieten.

Gegenüber der dpa sagt die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Neelie Kroes, dass sie die Umwidmung weiterer Funkfrequenzen dafür unterstütze. Außerdem wolle die Kommission an einer Ausweitung der WLAN-Nutzung mitwirken. Erste Vorschläge zu einer Reform der europäischen Internetpolitik will die Brüsseler Behörde am 10. September vorstellen.

Die Autoren der Studie J. Scott Marcus und John Burns, stützen sich auf Zahlen des Netzwerkausrüsters Cisco, der dem Mobilfunkverkehr eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 66 Prozent zwischen 2012 und 2017 vorhersagt. Sie schlagen daher vor, das Frequenzspektrum zwischen 5150 MHz und 5925 MHz global für WLAN und die Frequenzbereiche bei 2,6 und 3,5 GHz für Mobilfunk einzusetzen. Zudem wolle man die Verbreitung von Dual-Band-tauglichen WLAN-Basen fördern, über die man lokale Offloading-taugliche Zugangspunkte schaffen kann. (rek)

Netzwerk-Notizen

Belkin hat die im Winter angekündigte Android-App für das WeMo-Heimautomationssystem inzwischen fertiggestellt. Die App läuft mit Android 4.0 und ist via Google Play erhältlich.

Die USB-Device-Server der myUTN-Serie von SEH funktionieren dank der neuen Treiber-Software UTN Manager 2.0.5 jetzt auch mit Mac-OS-X-Rechnern.

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