Verstecktes Kleinod

Intels Performance Monitor 2.5

Wissen | Know-how

Versteckt in den Tiefen des Intel-Servers und nur im Sourcecode verfügbar, schlummert ein echtes Kleinod: Intels Performance-Monitor für Windows, Linux, Mac OS und FreeBSD. Er umfasst einen Satz von Tools zur Anzeige wichtiger Performance-Daten wie Cache-Hitraten, Bandbreiten und viele weitere interessante Infos für modernere Intel-Prozessoren.

Hat man sie erst mal kompiliert und die richtigen Treiber besorgt, dann erfährt man über Intels PCM-Tools nicht nur solche Einzelheiten wie die L2- und L3-Cache-Hitraten, sondern je nach Prozessor auch Speicher, QPI- und PCIe-Bandbreiten sowie Abschätzungen darüber, wie viele Joule die jeweils untersuchte Applikation gerade verbraucht hat. Das geht bei Xeon-Systemen sogar getrennt für Prozessor und Speicher. Man kann sich die Performance-Werte für die einzelnen Kerne, für einen Sockel oder für das ganze System anzeigen lassen. Für jeden Kern bestimmt etwa pcm.exe unter Windows die mittlere Taktfrequenz sowohl inklusive Energiesparzuständen als auch beschränkt auf den aktiven Zustand, die mittlere Anzahl ausgeführter Instruktionen pro Takt (ipc) und den „Thermal Headroom“, also wie viel Grad Temperatureserve der jeweilige Kern noch hat.

Für Linux bietet es Schnittstellen zu perf, dem Standard Performance-Tool für Linux, sowie zum KDE-Konfigurationsmanager KSysGuard. ...

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  • PCM gibt zunächst die Package thermal spec power aus, berichet über Performance-Probleme bestimmter Prozessoren und meckert über nicht freigeschaltete QPI-Zähler.
  • Eine Umleitung der Ausgabe von pcm in eine Datei ist ratsam, sonst wird sie sehr unübersichtlich.
  • Zum Schluss bekommt man noch die Verbrauchsdaten in Joule geliefert. Bei Sandy-Bridge-EP-Systemen getrennt für Prozessoren und Speicher.

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