Virtuelle Folianten

Von der Bestandsbibliothek zur digitalen Bücherhalle

Wissen | Hintergrund

Bilder: Staatsbibliothek zu Berlin – PK/Jörg F. Müller

Die Berliner Staatsbibliothek betreibt ein ausgedehntes Digitalisierungsprogramm. Der technische und inhaltliche Aufwand zur Digitalisierung und Katalogisierung ist immens – Resultat aber eine digitale Bibliothek, die Forschern einfacheren, schnelleren und umfassenderen Zugriff auf die Bestände garantiert.

Die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen hat zuerst einmal ein sehr offensichtliches Ziel: Empfindliche Stücke werden geschont. Nicht jeder, der mit alten und kostbaren Büchern und Dokumenten arbeiten will, muss sie sich bringen lassen, aufschlagen, lesen, umblättern, zuklappen, zurückstellen lassen. Stattdessen kann er sie am Computer betrachten und so mit ihnen arbeiten. Ein weiterer, wichtiger Grund sind Metadaten: Sie werden mit den Digitalisaten verknüpft, sodass jeder in Zukunft viel zielgerichteter nach Material für seine Arbeit suchen und auswählen kann. Und, last but not least: Die digitalisierten Werke sind von aller Welt aus zugänglich – man braucht dazu bloß einen Internetanschluss. Werden wir also irgendwann keine Bibliotheken mehr brauchen und nur noch von zu Hause aus arbeiten?

Die Berliner Staatsbibliothek betreibt seit einiger Zeit ein eigenes Digitalisierungszentrum mit 15 Scan-Systemen, untergebracht in drei großen Räumen und einem Fotostudio. Dort arbeiten etwa 20 Menschen. Sie scannen besonders wichtige und kostbare Werke ein beziehungsweise fotografieren sie ab. Die Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, finanziert durch den Bund und die Länder, ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum, der Schwerpunkt liegt bei den Geistes- und Sozialwissenschaften aus allen Zeiten, Sprachen und Ländern. In ihrem Besitz befinden sich viele Unikate des nationalen und Weltkulturerbes: hunderttausende Autografe, seltene Drucke, tausende Musikautografe, orientalische und abendländische Handschriften, Frühdrucke und Dokumente aus Nachlässen. ...

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c't 19/2013, Seite 82 (ca. 2.5 redaktionelle Seiten)
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