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ElementaryOS „Luna“

ElementaryOS 0.2 „Luna“, ein schlankes Desktop-Linux mit Ubuntu-Unterbau, verwendet den selbst entwickelten Desktop Pantheon. Besonderes Augenmerk haben die ElementaryOS-Entwickler auf die Optik gelegt, die mit dem angepassten Plank-Dock an Mac OS X erinnert.

Zum Konzept von ElementaryOS gehören eigene Produktivitätsanwendungen: Geary Mail ist ein übersichtlicher Mail-Client, Maya ein einfaches Kalenderprogramm, das sich allerdings noch nicht mit Kalendern im Netz synchronisieren kann. Scratch dient als Texteditor, Noise spielt Musik ab. Der Videoplayer Totem, das Chat-Programm Empathy und die Bildverwaltung Shotwell sind alte Bekannte; weitere Software kann man über das Software-Center aus den Ubuntu- oder ElementaryOS-Paketquellen nachinstallieren. (lmd)

Editor Vim 7.4

Knapp drei Jahre nach der letzten Version haben die Vim-Entwickler die Version 7.4 ihres Texteditors veröffentlicht. Wichtigste Änderung ist eine neue Engine zur Verarbeitung regulärer Ausdrücke, die bei komplexen Mustern und langen Texten deutlich schneller arbeiten soll und die unter anderem beim Suchen und beim Syntax Highlighting zum Einsatz kommt. (odi)

20 Jahre Debian

Am 16. August feierten die Debian-Entwickler auf der DebConf13 den 20. Geburtstag des Debian-Projekts. Debian GNU/Linux gehört zu den ältesten Linux-Distributionen und dient vielen anderen Distributionen von Knoppix bis Ubuntu als technische Grundlage. Die aktuelle Debian-Version ist 7.1 (Codename Wheezy). (odi)

Multimedia-Bibliothek SDL 2.0

Simple DirectMedia Layer (SDL) ist eine Bibliothek zum Low-Level-Zugriff auf Audiokomponenten, Eingabegeräte und Grafik-Hardware. Zu den wichtigsten Neuerungen in Version 2.0 gehören die volle Unterstützung von hardwarebeschleunigtem OpenGL 3.0+ und OpenGL ES, ein vereinfachtes API zum Ansprechen von Game-Controllern inklusive Force-Feedback- und Touch-Hardware sowie ein einfaches 2D-API, das die Grafik via Direct3D, OpenGL, OpenGL ES oder Software-Rendering ausgeben kann.

SDL 2.0 lässt sich unter Android, iOS, Linux, Mac OS X und Windows nutzen. Die Bibliothek wird in C/C++ angesprochen und bringt Bindings für C# und Python mit. Unter Linux greifen zahlreiche Anwendungen auf Simple DirectMedia Layer zurück. (odi)

Banking-Trojaner für Linux

Die Security-Spezialisten der EMC-Tochter RSA haben erstmals in freier Wildbahn einen Banking-Trojaner entdeckt, der ausschließlich auf Linux-Rechner zielt. „Hand of Thief“ richtet eine Backdoor auf dem Linux-Rechner und liest Formulareingaben im Browser mit. Der Trojaner soll von professionellen russischen Entwicklern stammen und wird in Untergrund-Foren für 2000 US-Dollar (rund 1500 Euro) angeboten.

„Hand of Thief“ soll auf 15 Linux-Distributionen – darunter Ubuntu, Fedora und Debian – und mit verschiedenen Browsern wie Firefox und Chrome funktionieren. Die Gefahr ist allerdings relativ gering: Die Malware nutzt keine Sicherheitslücke in Linux aus, sondern muss auf anderem Wege unter Mitarbeit des Anwenders etwa über ein Mail-Attachment oder in einem Programmpaket auf den Rechner kommen. (odi)

Mac-Apps auf dem Linux-Desktop

Das Projekt Darling soll das Mac-OS-API nachbilden, ähnlich wie es Wine mit dem Windows-API macht. Ziel ist es, Mac-OS-X-Anwendungen ohne Anpassungen unter Linux laufen zu lassen. Das Projekt steht allerdings noch ziemlich am Anfang; derzeit laufen lediglich einige Konsolenanwendungen.

Unterstützung für Darling könnte aus dem GNUStep-Projekt kommen, das mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter Geld sammelt, um das Cocoa-API auf dem Stand von mindestens Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) nachzubauen. Ziel von GNUStep ist allerdings Kompatibilität auf Quelltext-, nicht auf Binärebene. (odi)

KDE SC 4.11

Die neue Version 4.11 der KDE Software Collection verspricht Verbesserungen in vielen Bereichen. Der Fenster-Manager und Compositor Kwin unterstützt jetzt auch den designierten X11-Nachfolger Wayland und verwendet zur Kommunikation mit dem X-Server die schlanke XCB-Bibliothek anstelle der klassischen Xlib. Das neue KScreen soll die (Multi-)Monitorkonfiguration erleichtern.

Die Kontrollleiste des Plasma-Desktops wurde auf QtQuick portiert, wodurch sie stabiler laufen soll. Das Akku-Widget zeigt jetzt auch den Akkustand externer Geräte wie einer drahtlos verbundenen Maus an. Die Benachrichtigungseinstellungen lassen sich jetzt direkt aus dem Benachrichtigungsdialog heraus konfigurieren.

Die PIM-Suite Kontact hat zahlreiche Verbesserungen und Bugfixes erhalten; KMail & Co. sollen dadurch stabiler und schneller laufen. Der Dateimanager Dolphin soll weniger Systemressourcen benötigen. Nepomuk, Grundlage der semantischen Funktionen des Desktops, soll Dateien in KDE 4.11 deutlich schneller indexieren. (lmd)

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