Gespaltene Regulierung

Neuer weltweiter Telekommunikationsvertrag gescheitert

Trends & News | News

Auf ihrer Konferenz WCIT konnten sich die ITU-Mitglieder nicht darauf einigen, inwieweit ihre Organisation künftig Einfluss auf die Internet-Regulierung bekommen soll. Nach 14 Tagen mit bizarren Verhandlungen scheiterte das Treffen, weil Dutzende Staaten angekündigt haben, die ausgehandelten neuen Regeln nicht mitzutragen.

Alle Versuche von WCIT-Präsident Mohamed Al Ghanim, einen Konsens zu zimmern, scheiterten am Ende.
Bild: Michael Rotert

Es stand einiges auf dem Spiel: In Dubai rangen Teilnehmer aus 193 Staaten zwei Wochen lang darum, welchen Einfluss die International Telecommunication Union (ITU) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen künftig auf die Regulierung des Internet haben soll. Gemessen an dem Ziel, einen weltweit gültigen Vertrag zu schließen, scheiterte die Konferenz zur internationalen Telekommunikation (WCIT) krachend. Gerade mal 89 von 144 ITU-Mitgliedstaaten unterzeichneten am 14. Dezember den Vertragstext.

Zur Diskussion und Abstimmung stand eine lange überfällige Neuauflage der International Telecommunication Regulations (ITR). Das bislang gültige ITR-Regelwerk stammt aus dem Jahr 1988 und gilt nur für die leitungsvermittelte Telefonie, nicht aber für IP-Datenverkehr. Seinerzeit hatten die USA erfolgreich darauf gedrängt, alles, was mit Internet-Regulierung zusammenhängt, nicht bei der ITU, sondern bei der WTO zu verhandeln [1]. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Gespaltene Regulierung

1,49 €*

c't 02/2013, Seite 40 (ca. 1 redaktionelle Seite)
Direkt nach dem Kauf steht Ihnen der Artikel als PDF zum Download zur Verfügung.

Artikel-Vorschau
  1. Streit ums Internet
  2. Lagerkampf

Lesen Sie hier die Verbraucherinformationen

* Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anzeige
Anzeige