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Allround-Zeichner ViaCAD ist ein günstiges Zeichenprogramm für zwei- und dreidimensionale Konstruktionen, das vom US-Unternehmen Punch Software hergestellt und mit deutscher Bedienoberfläche über Avanquest verkauft wird. Die Software soll unter...

Allround-Zeichner

ViaCAD ist ein günstiges Zeichenprogramm für zwei- und dreidimensionale Konstruktionen, das vom US-Unternehmen Punch Software hergestellt und mit deutscher Bedienoberfläche über Avanquest verkauft wird. Die Software soll unter anderem die CAD-Dateiformate 3DS, DXF/DWG in Version 2012, IGES, SAT, STEP sowie Dateien von SketchUp lesen und schreiben können, ferner die Vektorformate AI, EPS und PICT. Beim Entwerfen soll der Anwender beliebig zwischen zwei- und dreidimensionaler Darstellung hin- und herwechseln können. In 3D modelliert man mit Volumenkörpern, indem man Basisformen zusammenfügt, verwindet, extrudiert oder rotiert. Daneben stehen Werkzeuge für die Oberflächenformgebung über NURBS zur Wahl. Mit 26 000 Symbolen aus Architektur, Elektrik, Maschinenbau und Netzwerktechnik soll die Software auch als Zeichenprogramm für Diagramme taugen.

Die günstige Ausgabe ViaCAD 2D/3D ist vor allem für Hobbykonstrukteure gedacht; die erweiterte Professional-Ausgabe bietet beispielsweise Boolesche Operationen für Flächen und hochaufgelöste 3D-Renderings mit OpenGL-Texturen, die Präsentationen und technische Illustrationen aufpeppen sollen. Beide Versionen von ViaCAD laufen unter Windows von XP bis 8 oder Mac OS X ab 10.4. Die Standardausgabe kostet 90 Euro, die Professional-Variante 230 Euro. (pek)

3D-Drucker aller Klassen

Wer seinen privaten 3D-Drucker im eigenen Land kauft, spart sich nicht nur den Einfuhrzoll und komplizierte Formalitäten etwa bei Ersatzteillieferungen, er kann beim lokalen Händler meist auch passendes Verbrauchsmaterial beziehen, das nicht noch über einen Ozean geschippert werden muss. Seit Kurzem gibt es drei interessante Einsteigermodelle aus Übersee direkt in Deutschland zu kaufen: Der Versandhändler noDNA.de aus Berlin hat den Up mini des chinesischen Herstellers Delta Micro Factory Corporation für 1099 Euro im Angebot. Diese Maschine ist eine kompakte Variante des in c’t 11/12 ab Seite 92 getesteten Up PP3DP mit geschlossenem Metallgehäuse rund um den Bauraum, das ein vorzeitiges Abkühlen des Werkstücks und damit Spannungen verhindern soll. Den Replicator 2 von MakerBot Industries (c’t 23/12, S. 38) bekommt man in Deutschland jetzt exklusiv über Hafners-Buero.de in Stuttgart für 2249 Euro. Das Düsseldorfer Konstruktionswerk.de verkauft als offizieller Reseller des Konzerns 3DSystems dessen Einsteigermodell Cube für 1499 Euro. Den Ultimaker muss man zwar weiterhin in den Niederlanden bestellen, dafür gibt es ihn für 2022 Euro jetzt auch komplett montiert statt wie bisher nur als Bausatz (alle Preise inklusive Steuer, aber ohne Versand).

Alle vier Drucker waren Ende November auf der Fachmesse EuroMold in Frankfurt in Aktion zu sehen, wo die meisten Hersteller sonst eher 3D-Drucker der Investitionsgüter-Klasse zeigen. Objet stellte dort seinen Objet1000 mit einem Bauraum von 100 × 80 × 50 Zentimetern vor, der intern mit der Technik der Connex-Drucker des Herstellers arbeitet und Modelle mit einer Auflösung von 600 dpi in der X- und Y-Achse sowie 1600 dpi in der Z-Richtung aus bis zu 14 verschiedenen Kunststoffen in einem Rutsch fertigen soll. Noch größeres schafft der VXC800 der deutschen Firma Voxeljet: Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um den ersten Endlos-3D-Drucker überhaupt. Er kann Objekte mit einem Querschnitt von bis zu 85 × 50 Zentimetern und theoretisch beliebiger Länge produzieren. Das Werkstück wird während des Drucks kontinuierlich von einem Bandförderer transportiert, an dessen vorderem Ende die nächste Schicht gedruckt und an dessen hinterem Ende das gedruckte Gebilde von nicht verbautem Pulvermaterial befreit wird.

Die Drucker des irischen Herstellers Mcor schichten ihre 3D-Objekte aus dicken Packen gewöhnlichen Schreibmaschinenpapiers auf. Jedes Blatt bildet eine horizontale Lage des Modells, deren Form auf dem Papier mit flüssigem Leim aufgedruckt wird. Anschließend presst die Maschine das nächste Blatt auf und trennt den überstehenden unverklebten Teil des Papiers entlang der Modellkontur ab. Das neue Modell Mcor Iris druckt vor dem Kleben zusätzlich mit herkömmlicher Tintenstrahltechnik den Schnitt durch das Modell in Farbe aufs Papier. Die verwendete Spezialtinte dringt dabei durch die gesamte Dicke des Blatts. Auf diese Weise entstehen vielfarbige, beliebig texturierte Objekte, die nach Fertigstellung in Kunstharz getränkt und dadurch zusätzlich gehärtet werden. Der Hersteller möchte gemeinsam mit der Büromaterialhandelskette Staples einen Webdienst starten, über den man solche farbigen 3D-Drucke aus Papier nach eigenen Dateivorlagen bestellen kann. Das Angebot mit dem Namen „Staples Easy 3D“ soll zunächst auf Belgien und die Niederlande beschränkt sein, aber bald auf andere Länder ausgeweitet werden. (pek)

3D-Modellierwerkstatt

Nach eigenem Bekunden hat der Hersteller McNeel mehr als fünf Jahre Entwicklungszeit in Version 5 des 3D-Modellierwerkzeugs Rhino(ceros) gesteckt – dabei sollen 3500 Verbesserungen und neue Funktionen zusammengekommen sein. Hier eine Auswahl: Die Anwendung exportiert Modelle jetzt zusätzlich als Sketchup- oder Collada-Dateien sowie im DWF-, KMZ-, X3DV- und XAML-Format für Microsoft Silverlight. Rhino läuft auf 64-Bit-Systemen als 64-Bit-Anwendung und lagert Aufgaben in die GPU aus – beides zusammen soll die Software beispielsweise fit für die Arbeit mit größeren Punktwolken aus 3D-Scannern machen. Neue Anzeigemodi stellen 3D-Modelle wahlweise als strenge technische Grafik, wie mit Bleistift gezeichnet oder in isometrischer Perspektive dar. Teilobjekte sollen sich direkt auswählen und isoliert bearbeiten lassen, wofür ein sogenanntes Gumball Widget als Bedienelement eingeführt wurde, über das man Objekte oder Teile davon interaktiv verschiebt, skaliert und dreht.

Rhino läuft unter Windows XP bis 8, unter XP allerdings nur mit SP3 und in der 32-Bit-Version. Die kommerziell nutzbare Einzellizenz kostet 1184 Euro, das Upgrade aktuell 411 Euro. Studenten, Lehrkräfte und Schulen zahlen für eine Vollversion nur rund ein Fünftel des regulären Preises. (pek)

Bauen auf dem iPad

Mit der kostenlosen iPad-App FormIt von Autodesk baut man aus Grundformen wie Zylindern, Quadern und Halbkugeln auf dem iPad schlichte Gebäudemodelle zusammen. Einfache Direktmodellierwerkzeuge etwa zum Teilen oder Extrudieren von Flächen verwandeln die geometrischen Formen in individuelle Baukörper. Bei Bedarf dient ein Satellitenfoto des realen Bauplatzes als Textur für die Bodenfläche, das man über die Karten-App des Tablets importiert. Alternativ bedecken beliebige Rastergrafiken aus der Fotogalerie den Boden. Eine Exportfunktion gibt es nicht direkt, aber man kann seine Modelle über ein kostenloses Konto beim Cloud-Dienst Autodesk 360 speichern. Vor dort aus lädt man sie wahlweise im Dateiformat RVT oder SAT auf seinen Rechner. Das eine kann man mit der Gebäudeplanungssoftware Autodesk Revit bearbeiten, das andere mit verschiedenen Programmen, beispielsweise mit der kostenlosen Konstruktionssoftware 123D Design. (pek)

CAD-Konformist

Das 3D-Konstruktionsprogramm CorelCAD 2013 importiert Entwürfe aus AutoCAD-Dateien im Format DWG 2013 und soll sie auch wieder konform zu diesem Standard speichern. Sogenannte Revisionswolken lenken die Aufmerksamkeit von Kollegen auf Bereiche der Zeichnung, die entweder noch mal zu prüfen sind oder die bereits Korrekturen von anderer Hand enthalten. Beschriftungen lassen sich jetzt direkt in die Zeichnung tippen, der bisher nötige Umweg über ein Dialogfeld entfällt. Zeigen verschiedene Ansichtsfenster dasselbe Objekt von diversen Seiten, richtet die Software die einzelnen Elemente automatisch aneinander aus. Es ist möglich, Splines, Ellipsen und komplexe Gebilde in Züge gerader Linien umzuwandeln, beispielsweise für den Export in Anwendungen oder auf Geräte, die solche Elemente nicht kennen. Importierte DGN-Dateien lassen sich ebenenweise einblenden und partiell maskieren.

CorelCAD kostet 707 Euro, das Upgrade 202 Euro. Die Software läuft unter Windows von XP bis 8, unter Windows 7 und 8 auch als native 64-Bit-Version. Auf dem Mac ist Mac OS X 10.5.8 oder neuer erforderlich. (pek)

Notizen

Wer den 3D-Scanner ReconstructMeQT unter Windows 7 benutzt, kann die Software mit Hilfe eines Makros über Sprachkommandos steuern – das ist besonders praktisch, wenn man sich ohne Helfer selbst scannen will.

IBM lädt für Ende Januar bis Anfang Februar Vertreter von Unternehmen, Organisationen und dem öffentlichen Dienst in fünf deutschen Großstädten zu kostenlosen Veranstaltungen rund ums Data Mining mit Hilfe von SPSS ein (Anmeldung siehe c’t-Link).

Ein dreitägiger Trainingskurs des Anwenderverbands für numerische Simulation NAFEMS führt in die praktische Anwendung der Finite-Element-Methode ein, und zwar unabhängig von einer bestimmten Software. Die Veranstaltung findet vom 21. bis 23. Januar in Wiesbaden statt.

Autodesk bietet für seine bislang durchweg kostenlose 3D-Plattform 123D eine Premium-Mitgliedschaft für 100 US-Dollar pro Jahr an. Dafür bekommt man zunächst einen Pro-Zugang zur Bastler-Webseite Instructables.com, der normalerweise 24 Dollar pro Jahr kostet, sowie einmalig einen 3D-Druck, dessen Wert Autodesk mit 100 Dollar angibt. Später sollen 25 GByte Online-Speicherplatz und exklusive 3D-Modelle zum Download hinzukommen. Den kostenlosen Basiszugang soll es laut Autodesk aber weiterhin geben.


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