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LESEPROBE

Kürzungsmaßnahme

Internet-Tuning: Pufferkontrolle mit CoDel

Wissen | Know-how

Wenn mehrere Internet-Anwendungen eine Leitung zugleich nutzen, kommen die Mechanismen zur TCP-Flusskontrolle an ihre Grenzen: Dann stauen sich Daten in Puffern und die Latenz nimmt zu – deshalb bauen sich Webseiten nur zäh auf und VoIP-Telefonate werden hakelig. Gegen dieses Problem bringt Linux mit CoDel eines neues Kraut auf.

Das TCP/IP-Protokoll enthält eine Flusskontrolle, die gewährleistet, dass der Sender von TCP-Paketen die Kapazität einer Strecke optimal ausnutzt. Sie funktioniert prima für einzelne Übertragungen, etwa für Abrufe von Webseiten oder den Mail-Versand.

Wenn aber mehrere Anwendungen ins Spiel kommen, können Probleme entstehen, denn die Sendevorgänge sind unkoordiniert. Kommen dann mehr Pakete auf die Strecke, als sie übertragen kann, landen sie in Puffern und warten, bis sie an der Reihe sind. Dafür sind Puffer auch da. Doch je größer die Kapazität eines Puffers, desto länger wird die Warteschlange (Queue) und es zieht sich hin, bis jedes Paket schließlich weitergeschickt worden ist. Die Latenz nimmt also zu. Diesen Effekt bezeichnen Fachleute als Bufferbloat. ...


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