Intels Grafik-Rakete

Die integrierte Grafikeinheit Iris Pro 5200

Test & Kaufberatung | Test

Jahrelang wurde Intel für seine lahmen Prozessorgrafikkerne und deren miese Treiber verspottet. Doch das Halbleiter-Schwergewicht hat inzwischen kräftig aufgeholt und startet mit der Iris Pro 5200 eine Grafik-Offensive. Vor allem das integrierte eDRAM soll Höchstleistung in Spielen freisetzen.

Intels IGPs passen zu hoher 3D-Performance wie … na? Stimmt, jahrelang machte jeder, dem Grafikleistung und gute Treiber auch nur im Ansatz wichtig waren, einen großen Bogen um Intel. Das war in erster Linie gut für den dauerangeschlagenen Konkurrenten AMD, dessen APU-Kombiprozessoren eine ausreichende CPU-Leistung mit vergleichsweise hoher GPU-Leistung kombinierten. Doch genau das wollte die im Geld schwimmende Firma Intel nicht auf sich sitzen lassen. Intels Plan: Die integrierten Grafikeinheiten (IGPs) der Haswell-Prozessorgeneration Core i-4000 sollen mehr 3D-Performance liefern als jene in den AMD-Kombiprozessoren (A-Serie). Mehr noch: Mit dem Flaggschiff Iris Pro 5200 will Intel sogar dedizierte Grafikkarten in Notebooks überflüssig machen. Ein ambitioniertes Ziel, den der Milliardenkonzern vor allem mit vielen Funktionseinheiten und integriertem Grafikspeicher erreichen will.

Intel bietet neben der Iris Pro 5200 noch drei IGP-Linien an, die auf Werbeprospekten als Intel HD Graphics (GT1), HD 4200/4400/4600 (GT2) und Intel HD 5000 sowie Iris 5100 (GT3) auftauchen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Zahl ihrer Ausführungseinheiten (Execution Units/EU) und deren Taktfrequenz. Das integrierte eDRAM verbaut Intel ausschließlich bei der Iris Pro 5200 (GT3e), und zwar nicht direkt auf dem CPU-Die, sondern auf dem Chipträger (on-package). Das IGP-Flaggschiff enthalten aber nur bestimmte Vierkern-Notebook-Prozessoren (Core i7-4750HQ/4850HQ/4950HQ) und einige auflötbare Varianten für All-in-One-PCs (etwa Core i7-4770R) – klassische Desktop-Prozessoren bleiben außen vor. Daher richten wir unseren Blick ausschließlich auf die 3D-Performance in Notebooks. ...

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  • Den ersten Durchlauf schafft das Iris-Pro-Notebook noch mit 3,2 GHz (Volllast auf einem Kern), dann fährt es bis auf 2,9 GHz herunter.

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