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Gaming-PCs mit Haswell-Prozessoren

Die Hersteller Acer und Lenovo haben ihre Gaming-Rechner mit aktueller Hardware aufgefrischt, damit ihnen bei kommenden Action-Spielen wie Battlefield 4 oder Watch Dogs nicht die Puste ausgeht. In der Basisvariante des Predator G3-605 von Acer stecken der Vierkernprozessor Core i5-4570, 8 GByte Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 1 TByte. Im Preis von 800 Euro ist eine Grafikkarte vom Typ GeForce GTX 660 enthalten. Windows muss man aber selbst besorgen, da lediglich FreeDOS vorinstalliert ist. Optional gibt es Varianten mit Core i7-4770, bis zu 16 GByte RAM und 3 TByte HDD zu kaufen. Das Topmodell mit einer GeForce GTX 670 kostet 1300 Euro.

Jede Variante von Lenovos Erazor X510 lässt sich per Knopfdruck übertakten. Beim Flaggschiff mit Core i7-4770K verspricht der Hersteller bis zu 4,4 GHz und Grafikkarten bis hin zur GeForce GTX 760 oder Radeon HD 8950. Als Speichersysteme stehen ein RAID-0-Verbund aus zwei Festplatten oder eine Hybrid-Festplatte mit Flash-Speicher zur Auswahl. Dank Hot-Swap-Rahmen lässt sich eine Festplatte leicht austauschen. Der Erazor X510 ist ab 1200 Euro zu haben, der Verkauf beginnt im Oktober. (chh)

Mainboard mit Thunderbolt 2

Der taiwanische Mainboard-Hersteller Asus hat ein Mainboard mit Thunderbolt-2-Schnittstelle angekündigt. Auf das Z87-Deluxe/Quad passen LGA1150-Prozessoren der vierten Core-i-Generation. Die zweite Version von Thunderbolt kann die beiden in jeder Richtung vorhandenen Kanäle zu einem zusammenschalten und überträgt darüber bis zu 20 GBit/s Daten. Mit dieser Transferrate lässt sich zum Beispiel ein Display mit 4K (4096 × 2160 Pixel) oder Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) ansteuern. Das Board ist mit zwei Thunderbolt-2-Buchsen ausgestattet; an jeder kann ein Strang von bis zu sechs Geräten hängen. Über einen HDMI-Anschluss lässt sich laut Asus ein dritter UHD-Monitor anschließen.

Zur Ausstattung des Z87-Deluxe/Quad zählen ein externer NFC-Transmitter mit integriertem USB-3.0-Hub, WLAN mit bis zu 866 MBit/s (802.11ac), 2 × GBit-LAN und 8 × USB 3.0. Intern sind zehn SATA-6G-Laufwerke anstöpselbar. Der Preis für das Z78 Deluxe/Quad beträgt 270 Euro. (chh)

Unified Memory offenbar nur bei PS4

Während der Gamescom erklärte AMDs Senior Product Marketing Manager Marc Diana im Gespräch mit c’t, dass nur die Playstation 4 das effiziente Unified-Memory-Konzept hUMA (heterogeneous Uniform Memory Access) unterstützt, die Xbox One aber nicht. Das wäre ein weiterer Tiefschlag für die Xbox, deren technische Daten auf dem Papier ohnehin eine geringere Leistung prophezeien als die der Playstation 4.

hUMA ist ein wesentlicher Schritt zu AMDs Heterogeneous Systems Architecture (HSA). Diese zielt darauf, CPU- und GPU-Kerne eines Kombiprozessors effizient parallel zu beschäftigen und Algorithmen während der Laufzeit automatisch an CPU oder GPU zuzuweisen. Einen besonderen Vorteil soll hUMA etwa beim Texturieren von Spielwelten bieten, wie AMDs Corporate Fellow Phil Rogers im März gegenüber c’t äußerte: „Spieleentwickler wollten seit einigen Jahren extrem große Texturen nutzen, mussten sich bis dato aber einer ganze Reihe von Tricks bedienen, Teile großer Texturen in kleinere Texturen zu verpacken. Denn heute muss eine Textur zunächst in einem separaten Bereich des physischen Speichers liegen, bevor die GPU sie verarbeiten darf. Mit hUMA werden Anwendungen viel effizienter mit Texturen umgehen können.“ Spieleprogrammierer müssen die Daten nicht mehr zwischen CPU- und GPU-Bereich hin- und herschieben und haben es dadurch wesentlich einfacher. Hinter den Kulissen der Gamescom bestätigten diverse Entwickler der Playstation 4 eine höhere 3D-Performance im Vergleich mit der Xbox.

Die hUMA-Aussage von Marc Diana verärgerte offenbar Microsoft, denn einen Tag später klingelte AMD in der Redaktion durch und versuchte, die Aussagen zu relativieren. Was der Wahrheit entspricht, ließ die Firma aber offen. Besonderen Wert legte AMD vor allem auf die Aussage, dass man Produkte seiner Kunden nicht kommentiere – also weder Sonys Playstation 4 noch Microsofts Xbox One. (mfi)

Hardware-Notizen

In großen Gehäusen mit am Boden angebrachten Netzteil sind manchmal die SATA-Stromkabel zu kurz. Silverstone schafft mit den 10 Euro teuren Verlängerungen CP06-E2 und CPU06-E4 Abhilfe. Sie sind jeweils rund 18 Zentimeter lang und versorgen zwei (CP06-E2) beziehungsweise vier Festplatten (CP06-E4).

Der Lüfterverteiler NZXT Fan Grid ist kaum größer als eine Streichholzschachtel, liefert aber Strom für zehn Ventilatoren mit 3-Pin-Anschluss. Der Adapter kostet 12 Euro und lässt sich per 3-Pin-Stecker an einer Lüfterregelung oder per Molex-Laufwerksstecker direkt am Netzteil betreiben.

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