Treiberhilfe

Aktuelle Kernel-Treiber mit älteren Kerneln verwenden

Praxis & Tipps | Praxis

Brandneue Hardware bereitet selbst neuen Linux-Distributionen gelegentlich Probleme, weil die Treiber des eingesetzten Kernels zu alt sind. Das Backports-Projekt versucht das zu ändern, indem es aktuelle Kernel-Treiber unter älteren Linux-Distributionen nutzbar macht.

Fast alle Treiber in Linux-Distributionen sind Bestandteil des Kernels. Neue oder um Unterstützung für moderne Hardware-Komponenten erweiterte Versionen dieser Treiber erhält man nur durch die Aktualisierung des Betriebssystem-Kerns. Das noch junge Backports-Projekt versucht dies zu ändern: Es entnimmt aktuellen Kernel-Versionen zahlreiche Treiber und kombiniert deren Quelltext halbautomatisch mit Kompatibilitätscode für ältere Kernel. Dieses Konglomerat stellt das Projekt als Tar-Archiv online, mit dem Anwender aktuelle Treiber unter älteren Kernel-Versionen einrichten können.

Der Ansatz ging aus „compat-wireless“ hervor. Dieses Projekt der WLAN-Entwickler des Linux-Kernels hat mehrere Jahre lang Treiberarchive veröffentlicht, um WLAN-Treiber aktueller Kernel für ältere Kernel-Versionen zu übersetzen. Im Laufe der Zeit wurden die Bestrebungen auf Treiber für andere Geräte ausgedehnt. Nach einer kurzen Phase als „compat-drivers“ heißt das Vorhaben jetzt „Linux Kernel Backports Project“. Seit Mitte Juli bietet es Archive an, die rund achthundert Treiber für Netzwerk-, Grafik- oder Video-Hardware enthalten. Damit deckt das Projekt viele Treiberklassen ab, aber keineswegs alle: Insgesamt enthält der Kernel mehrere Tausend Treiber. Links liegen bleiben unter anderem Audio- und Storage-Treiber, für die es bislang keinen Kompatibilitätscode gibt. ...

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