64-Bit-Rätsel

iPhone-CPU A7: Noch nicht nötig, aber wegweisend

Test & Kaufberatung | Test

Apple führt mit einem 64-Bit-Prozessor die Konkurrenz vor und verspricht mehr Rechenleistung. Das ist nur ein Teil der Wahrheit – und aus ganz anderen Gründen eine hervorragende Idee, als es den Anschein hat.

Für das Herzstück des iPhone 5S, das System-on-Chip A7, führt Apple zwei Argumente ins Feld: Doppelt so schnell wie der Vorgänger und 64-Bit-Technik. In Benchmarks fällt der Vorsprung allerdings in fast allen Disziplinen knapper aus: Der Geekbench misst rund 45 Prozent mehr Single-Thread-Leistung und knapp 50 Prozent Zuwachs, sobald beide Kerne ackern. Dazu steuern die Gleitkommaeinheiten mit bis zu 60 Prozent mehr bei als die Integer-Berechnungen (38 bis 44 Prozent). Bei den Speichertests schneidet der A7 mehr als ein Drittel besser ab als der A6. Im 32-bittigen-Coremark, der praktisch nur die Rechenwerke vermisst, klettert die Gesamtpunktzahl um 67 Prozent. Im Single-Thread-Betrieb klappt es aber fast mit der Verdopplung. All diese Verbesserungen haben jedoch noch rein gar nichts mit dem neuen 64-Bit-Befehlssatz ARMv8 zu tun. Die Benchmarks waren allesamt noch für ARMv7 übersetzt. Wirklich erstaunt waren wir jedoch, als unsere eigenen ARMv8-Kompilate des Coremark noch einmal mehr als 5 Prozent Performance herauskitzeln konnten. Das deutet darauf hin, dass an ARMv8 mehr dran ist als nur die 64-Bit-Erweiterungen. Messwerte finden Sie auf Seite 70.

Spekulatives

Welche einzelnen Verbesserungen die Performance steigern, ließ sich bis zum Redaktionsschluss nicht ganz klären: So verrät Apple die Taktfrequenz nicht. Spekuliert wird allerdings über 1,7 GHz, also 31 Prozent mehr als beim iPhone 5. Das könnte durch eine Strukturverkleinerung auf 28 nm möglich geworden sein. Dafür spricht auch die bei unserem Spieletest gestiegene Akkulaufzeit des iPhone 5S. ...

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