Ticket ins All

Touristen-Weltraumflüge vor dem Start

Wissen | Reportage

Der Countdown läuft: Virgin Galactic plant für Dezember den Jungfernflug seines kommerziellen Weltraum-Tourismus-Programms. Hobby-Astronauten erwartet ein Kurztrip bis an die Grenze des Alls – Schwerelosigkeit inbegriffen. Von Risiken und Nebenwirkungen sind aber auch die Bewohner New Mexicos betroffen, wo der neue Weltraumflughafen „Spaceport America“ gebaut wurde.

Bemannte Raumfahrt ist eine exklusive Angelegenheit: Nur 534 der rund 100 Milliarden Menschen, die bislang den Planeten Erde bevölkert haben, sind über die sogenannte Kármán-Linie hinausgekommen, die in 100 Kilometern Höhe die Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltall definiert – darunter illustre Namen wie Juri Gagarin, Neil Armstrong oder Sigmund Jähn, der erste Deutsche im Weltall und einziger Raumfahrer der DDR. Den deutschen Langzeitrekord hält Thomas Reiter, heute Chef des Direktorats für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb der europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Darmstadt. Reiter verbrachte insgesamt 350 Tage im All, die meiste Zeit davon auf der internationalen Raumstation ISS.

Doch das soll sich ändern: Allein beim privaten Raumflugunternehmen Virgin Galactic des britischen Milliardärs Sir Richard Branson sind bereits über 600 Buchungen für einen Mitflug an Bord des achtsitzigen (zwei Piloten, sechs Passagiere) SpaceShipTwo eingegangen. Laut Virgin Galactic wird das Raumflugzeug während eines zweieinhalbstündigen Flugs die kritische Kármán-Linie erreichen und den Passagieren zudem ein paar Minuten Schwerelosigkeit bescheren. Und jetzt soll es auch endlich losgehen: Nach Jahren der Verzögerung ist der Jungfernflug des kommerziellen Weltraum-Tourismus-Programms auf Ende Dezember angesetzt. Startpunkt wird der neue Weltraumflughafen „Spaceport America“ im US-Bundesstaat New Mexico sein (siehe dazu auch den Kasten auf S. 106). ...

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