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4K-Projektor mit eingebautem Colorimeter

Mit dem VPL-VW500ES schickt Sony bereits seinen zweiten Heimkino-Projektor mit 4K-Auflösung ins Rennen. Während ultrahochauflösende Fernseher „nur“ die vierfache Full-HD-Auflösung von 3840 × 2160 Pixel erreichen, bringt der Sony-Projektor 4096 × 2160 Bildpunkte auf die Leinwand. Der Beamer soll den HDMI-Standard 2.0 beherrschen. Damit lassen sich 4K-Inhalte mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde übertragen (siehe auch Seite 40). Mit 9900 Euro kostet der VW500ES nur halb so viel wie das Vorgängermodell VPL-VW1000ES. Laut eigenen Angaben hat Sony beim neuen Modell das Lüftungssystem verbessert, sodass die Lampe statt 2500 bis zu 5000 Stunden lang durchhalten soll.

Der Sony-Projektor projiziert mit LCoS-Technik (Liquid Crystal on Silicon) und soll einen Lichtstrom von 1700 Lumen erreichen. Beim Kontrastverhältnis schreibt der Hersteller markige 200 000:1 ins Datenblatt – offenbar wurde dieser Wert mit aktivierter Auto-Irisblende ermittelt, die bei dunklen Bildinhalten weniger Licht durchlässt. Wie es sich für einen hochklassigen Heimkino-Beamer gehört, berechnet der VPL-VW500ES auf Wunsch Zwischenbilder und hat eine Lens-Shift-Funktion zum vertikalen und horizontalen Verschieben des Projektionsbildes eingebaut. 3D-Shutterbrillen werden über einen internen Funksender synchronisiert. Auf Wunsch lässt sich aber auch ein optionaler, externer Funksender anschließen.

Eine sinnvolle Funktion ist die automatische Kalibrierung: Ein Colorimeter im Projektor misst direkt im Lichtweg Farbpunkte und -temperatur und justiert die Werte auf Wunsch vollautomatisch – zum Beispiel, wenn sich die Farbtemperatur von Weiß nach einigen Hundert Betriebsstunden der Projektorenlampe verändert hat. Sonys 4K-Projektor VPL-VW500ES soll im November in den Handel kommen. (jkj)

LED-Beamer fürs Heimkino

Projektoren mit LED-Lichtquelle statt konventioneller Hochdrucklampen setzen langsam zum Sprung ins Heimkino an. Bislang wurden die Leuchtdioden-Beamer wegen ihrer meist geringen Gerätegröße vor allem auf Reisen verwendet – fürs Heimkino war die Auflösung zu gering, die Farbtreue zu schlecht.

LG will das mit seinem PF80G ändern: Der mit 2,2 Kilogramm vergleichsweise leichte Projektor wirft Videos in voller HD-Auflösung an die Wand. Zuvor ist uns erst ein einziger LED-Projektor mit 1080p untergekommen – der H9080FD von Vivitek, der allerdings 20 Kilogramm auf die Waage bringt und über 10 000 Euro kostet. Andere LED-Projektoren mit Full-HD-Auflösung nutzen neben Leucht- zusätzlich Laserdioden.

LG verwendet im PF80G nur LEDs, das Bild erzeugt ein DLP-Chip. Die Farben bringt der Projektor ähnlich wie konventionelle DLP-Beamer nacheinander auf die Leinwand. Statt eines drehenden Farbrads leuchten hier allerdings rote, grüne und blaue Dioden abwechselnd auf. Die berüchtigten DLP-Farbblitzer treten bei beiden Methoden auf, beim PF80G voraussichtlich aber nur sehr dezent. LG gibt den Lichtstrom des PF80G mit 1000 Lumen, den Geräuschpegel des Lüfters mit „unter 24 dbA“ an. Ein Medienplayer für USB-Datenträger und SD-Karten ist im Gerät eingebaut.

Der PF80G soll in der ersten Oktoberwoche für 1300 Euro in den Handel kommen. (jkj)

Günstiger Full-HD-Projektor

Epsons neuer Einsteiger-Heimkino-Projektor EH-TW5200 kostet mit 900 Euro nicht nur 200 Euro weniger als das bislang günstigste Full-HD-Modell des Herstellers, sondern ist auch wesentlich kleiner: Er begnügt sich mit einer Standfläche von nur 30 cm × 15 cm. Das bisherige Full-HD-Einstiegsmodell EH-TW5910 benötigt eine Fläche von 45 cm × 37 cm. Fraglich ist, ob das kleinere Gerät genauso leise gekühlt werden kann wie das größere. Im c’t-Test hatten wir beim TW5910 im lampengedrosselten Eco-Modus 1,0 Sone gemessen, das entspricht der Note „gut“ (c’t 9/13, S. 102).

Der TW5200 soll einen Lichtstrom von 2000 Lumen erreichen. Außer den analogen Standardeingängen sind MHL-fähige HDMI-Anschlüsse eingebaut. Acer gibt das Kontrastverhältnis mit 15 000:1 an. Wer 3D-Filme schauen möchte, muss Shutterbrillen für je 70 Euro dazukaufen. Der Beamer soll noch im September in den Handel kommen.

Dezent Hand angelegt hat der Hersteller bei seinen Heimkino-Topmodellen: Epsons neuer High-End-Projektor heißt EH-TW9200, die Mittelklasse-Variante ist der EH-TW7200. Viel verändert hat Epson allerdings nicht. Lediglich eine verbesserte Automatikblende soll für höhere Kontrastwerte sorgen. Beim 7200er schreibt Epson nun 120 000:1 ins Datenblatt, beim 9200er 600 000:1. Außerdem wurde laut Hersteller die Panel-Ansteuerung optimiert. Die LCD-Panels an sich blieben unverändert.

Als Starttermin peilt Epson Oktober an. Preise stehen zwar noch nicht endgültig fest, doch Epson geht beim TW7200 von rund 2000 Euro aus, der TW9200 wird etwa 1000 Euro teurer sein. Legt man weitere 500 Euro drauf, bekommt man den TW9200 in einer „W“-Variante mit kabelloser Videoübertragung. Beim 7200er liegt einer Shutterbrille bei, bei den 9200ern stecken zwei 3D-Brillen im Karton. (jkj)

Hochauflösender Multitouch-Monitor

Acers Touchscreen-Familie T2 bekommt Zuwachs um ein weiteres 27"-Modell. Der auf der IFA gezeigte T272HUL unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht vom bisherigen Modell T272HLbmidz. Die Besonderheit des jüngsten Spross steckt unter der Haube: Während der bislang erhältliche 27-Zöller ein IPS-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten hat, bringt es das VA-Panel des T272HUL auf 2560 × 1440 Pixel.

Weil die vor dem Display montierte Glasscheibe bis zum Gehäuserand reicht, lassen sich Windows-8-Wischgesten ausführen, ohne dass der Finger an der Display-Einfassung hängen bleibt. Insgesamt erkennt der kapazitive Multitouch bis zu zehn gleichzeitige Berührungen.

Der 27-Zöller steht direkt auf seinem nach unten verlängertem Displayrahmen. Eine Gelenkstütze an der Rückseite verhindert, dass der Schirm umkippt. Damit bei der Touchbedienung die Schultern nicht erlahmen, lässt sich das Display um bis zu 60 Grad nach hinten neigen. Dank des blickwinkelstabilen VA-Panels dürfte sich die Bildqualität auch dann nicht nennenswert verschlechtern.

Für die Übertragung von Signalen in QHD-Auflösung rüstet Acer den T272HUL mit einem Dual-Link-DVI-Anschluss und einem Displayport aus – die Bandbreite der HDMI-Schnittstelle reicht für die höhere Auflösung nicht aus.

Schließt man den 27-Zöller über USB an den PC, kann man ihn mit seiner eingebauten Webcam nebst Mikrofon und 2-Watt-Lautsprechern auch zum Skypen oder für Videokonferenzen nutzen. Außerdem lassen sich Maus und Tastatur oder Speichermedien an die drei USB-3.0-Ports anschließen. Der T272HUL ist ab sofort für 800 Euro erhältlich. (spo)

Sonys Objektiv-Kameras

Sonys SmartShot-Kameras DSC-QX10 und QX100 sehen aus wie kleine Objektive, im Innern stecken aber auch noch ein Sensor, der Bildprozessor und ein Akku. Das fehlende Display liefert das Smartphone.

Am Smartphone befestigt man die Objektivkameras mit einer von 5,4 Zentimeter auf 7,5 Zentimeter spreizbaren Klemme. Alternativ lassen sich die SmartShots auch ohne Smartphone-Klammer nutzen. Beide halten dafür neben der Zoomwippe einen separaten Auslöser bereit. Steht die Objektivkamera auf einem Stativ – im Gehäuse findet sich ein Objektivgewinde – dient das Smartphone als Bildanzeige und Fernauslöser.

Die schlankere QX10 verwandelt das Smartphone in eine Kompaktkamera mit 1/2,3-Zoll CMOS-Sensor mit 18 Megapixeln und 10-fach Zoom. Die voluminösere QX100 mit 28-100 mm Brennweite integriert einen 1 Zoll großen Sensor mit 20 Megapixeln. Als Vergleichsmodelle nennt Sony die Cybershot DSC-WX200 und die RX100 Mark II. Die SmartShot QX10 hat lediglich eine Programmautomatik mit variabler Belichtung sowie zwei weitere Vollautomatiken („intelligent“ und „überlegen“). Bei der QX100 kann man per Blendenpriorität die Belichtung komplett selbst einstellen und den Zoom über eine Wippe am Kamerabody oder mit dem Ring am Objektiv variieren. Der QX10 fehlt der Objektivring.

Fotos kann man ganz ohne Smartphone-Kopplung schießen, wer Videos aufnehmen will, braucht dagegen schon beim Dreh die kostenlose App „PlayMemories Mobile“. Sie läuft laut Sony auf allen Smartphones ab Android 2.3 und unterstützt iOS ab 4.3. Mit NFC-fähigen Smartphones erfolgt die erstmalige Kopplung durch Annäherung der beiden Geräte. Alternativ kann man am Mobildisplay den Code eingeben, der unter dem Akkufach der Kamera steht.

Die laufenden Videoaufnahmen erscheinen auf dem Smartphone-Display leicht verzögert, was aber nicht besonders stört. Man kann während der Videoaufzeichnung Fotos schießen. Fotos und Videos werden zunächst grundsätzlich in der Kamera abgelegt, für Videos muss eine Micro-SD-Karte oder ein Micro-MemoryStick in der Kamera stecken. Die gespeicherten Fotos und Videos holt man über die PlayMemories-App aufs Smartphone, wirft sie direkt in die Dropbox, präsentiert sie in sozialen Netzen oder versendet sie als Mail-Anhang.

Die Aufnahmequalität ist besser als mit vielen Smartphones, die Fotoqualität insbesondere der QX100 hält mit guten Kompakten mit. Die Bedienung über die App ist einfach und die Möglichkeit, Bilder und Videos sofort an beliebige Dienste weiterzuleiten, sehr komfortabel. Die arg eingeschränkten Einstellmöglichkeiten an der kleineren QX10 stören dagegen. Auch die Preise von 200 Euro für die QX10 und 450 Euro für die QX100 könnten Interessenten abschrecken. (uk)

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