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UHD-Camcorder für (Semi-)Profis

Gestaltet wie ein typischer „Henkelmann“, filmt der Camcorder FDR-AX1 von Sony in Ultra HD entsprechend 3840 × 2160 Pixeln. Der 1-Chip-Sensor (1/2,3 Zoll) liefert 16:9-Videoclips mit bis zu 60 Bildern/s. Die XAVC-S-Videos werden in MPEG-4 AVC (Long-GOP) bei Datenraten von 150 MBit/s kodiert und auf zwei QXD-Karten gespeichert. Eine ACVHD-2.0-kompatible Kodierung soll erst ein Firmware-Update Mitte kommenden Jahres ermöglichen.

Das 20-fache Zoomobjektiv (f1,6-f3,4) ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. Mit knapp 1,3 MPixeln löst das 8,8-cm-Display nicht einmal Full HD auf; die Qualitätskontrolle in UHD-Auflösung erfordert also einen externen HDMI-2.0-Monitor. Der Ton wird in Stereo (PCM, 16 Bit, 48 kHz) aufgezeichnet; neben den eingebauten Mikrofonen lassen sich externe Signalquellen an zwei XLR-Buchsen mit Phantomspeisung ankoppeln. Der FDR-AX1 soll zum Jahresende für 4500 Euro zu haben sein.

Daneben stellte Sony den PXW-Z100 vor, der als großer Bruder des AX1 mit erweiterter Formatauswahl (10 Bit, 4:2:2) echtes 4K (4096 × 2160 Pixel in 50/60p) aufzeichnen soll – zum Listenpreis von 5500 Euro. (uh)

DivX jetzt mit HEVC

Lange war es ruhig um den Video-Codec DivX, doch nun hat Rovi DivX 10 aus dem Hut gezaubert. Der DivX-Converter erzeugt nicht nur das klassische DivX (MPEG-4 ASP) und H.264, sondern kodiert dank Plug-in auch nach HEVC (High Efficiency Video Coding). Obwohl HEVC normalerweise in einem Atemzug mit 4K beziehungsweise Ultra-HD-Auflösung genannt wird, produziert DivX 10 im MKV-Container verpackte HEVC-Videos, die momentan „nur“ in Auflösungen von 720p oder 1080p gemäß HEVC-Test-Modell 11.0 (HM11) mit Tonspuren in AAC, MP3 oder AC3 (Dolby Digital) verarbeitet werden. Das „HEVC Ultra HD“-Profil ist laut Rovi aber in Arbeit. Bis zu dessen Marktreife vertröstet das Unternehmen die Nutzer mit dem neuen Kodierprofil für DivX Plus, das H.264-Videos in 4K erzeugt.

Die Wiedergabe-Werkzeuge DivX Player und DivX Web Player sollen HEVC-Inhalte in 1080p auf einer Core-i5-CPU ruckelfrei in Software abspielen. Rovi gibt als Mindestvoraussetzung einen aktuellen Dual-Core-Rechner mit 1,6 GHz nebst 4 GByte RAM an.

Das kostenlose Paket enthält den Player, den Web Player (Browser-Plug-in), den Converter, das Codec Pack zum Einbinden von DivX in Software von Dritten (inklusive DXVA-beschleunigter Wiedergabe) und das HEVC-Plug-in, um HEVC-Inhalte erzeugen und wiedergeben zu können.

Auf einer Demoseite kann man mit mehreren Clips in 720p, 1080p und 4K die HEVC-Wiedergabe testen, etwa mit dem Kurzfilm „Tears of Steel“ der Blender Foundation, der bei 1080p24 und einer HEVC-Videodatenrate von knapp 1,5 MBit/s keinerlei Artefakte zeigt. Ein von uns mit 2 MBit/s in 1080p24 kodierter Schnipsel der Blu-ray „Eiskalte Engel“ sah zwar recht ordentlich aus, zeigte gegenüber dem Original jedoch mitunter leichte Artefakte – hier gibt es noch Spielraum für Optimierungen. Das gilt auch fürs Kodier-Tempo: Auf einem Core i7-860 (2,8 GHz) schaffte der Codec bei Full-HD-Auflösung gerade einmal 2 Bilder pro Sekunde – für einen 90-Minuten-Spielfilm wären folglich 9 Stunden Bearbeitungszeit fällig. (vza)

Sportiver Camcorder von Canon

Zwar nicht als Action-Cam, aber für den mobilen Einsatz im Urlaub oder beim Sport soll sich der Camcorder Legria Mini von Canon eignen. Das Gerät zeichnet sich durch für Action-Cams typische Eigenschaften aus: Ultra-Weitwinkelobjektiv mit Festbrennweite, einfache Bedienung, integriertes WLAN und Fernbedienbarkeit per Mobilgerät. Das optional verfügbare Allwettergehäuse schützt den Camcorder vor Staub und Nässe bis Wassertiefen von drei Metern.

Das ausklappbare 2,7-Zoll-Display in Touchscreen-Ausführung lässt sich wie ein Spiegel auch von der Gerätefront aus (vor dem Objektiv) einsehen. Zusammengeklappt passt der Camcorder in jede Jackentasche. Seine recht filigrane Bauweise dürfte ihn aber für ruppige Einsätze am Schutzhelm disqualifizieren.

Der Legria Mini soll für 300 Euro zu haben sein, ab Mitte Oktober will Canon das Allwetterschutzgehäuse für 100 Euro in den Handel bringen. (uh)

Xbox Music Pass jetzt auf Android und iOS

Die weltweite Verfügbarkeit seiner Xbox-Music-App hat Microsoft für Android und iOS bekannt gegeben. Besitzer eines Abos (Xbox Music Pass) können mobil auf ihre Flatrate zugreifen, ohne ein Smartphone mit Windows Phone 8 nutzen zu müssen. Außerdem will Microsoft die bisher nur über die Metro-Oberfläche von Windows 8 verfügbare Gratis-Stream-Funktion nun auch auf den Web-Player im Browser ausweiten.

Zum Start von Windows 8.1 (17. Oktober) soll es mit „Web Playlist“ eine neue Funktion geben, die automatisch Abspiellisten aus Webseiten generiert; die Liste mit den letzten gespielten Songs einer Radiostation soll sich so auf Knopfdruck in eine Abspielliste für Xbox Music umwandeln lassen. Den Apps für iOS und Android fehlt noch eine Offline-Funktion, die per Update nachgereicht werden soll. (sha)

Komplettpaket für Video-, Audio- und Fotobearbeitung

Kreative PC-Anwender will CyberLink mit der überarbeiteten und erweiterten Director Suite für sich einnehmen. Das Paket – jetzt in 64-Bit-Ausführung – besteht aus der Videoschnitt-Software PowerDirector 12, dem Farbkorrekturwerkzeug ColorDirector 2, dem Sound-Editor AudioDirector 4 und dem Bildbearbeitungsprogramm PhotoDirector 5.

In der neuen Version soll PowerDirector 12 HD-Videomaterial bis zu 40 Prozent schneller als sein Vorgänger kodieren. Die Software synchronisiert bis zu vier Videoströme unterschiedlicher Kameras, aus denen man in den vier Fenstern des MultiCam Designers wählen kann. Mit dem HDR-Effekt verleiht man Videoclips ein kontrastreicheres Aussehen. Beim Zusammenbau von Clips und Fotos hilft der Themendesigner, der kurzweilige 3D-Slideshows und Videos erzeugt. Alle Bearbeitungsfunktionen und Effekte sind für den Umgang mit Ultra-HD-Material (4K) ausgelegt.

Ein Mausklick führt aus der Zeitleiste des Videoeditors zum ColorDirector, mit dem man Stand- und Bewegtbilder korrigieren und weitreichend verändern kann; Weißabgleich, Tontrennung, Farbstich und Kontraste sind im Handumdrehen variierbar. Um die Tonspur kümmert sich der AudioDirector 4. Mit dem eingebauten Spektrum-Editor kann man beispielsweise Störgeräusche aus einer Aufnahme herausrechnen lassen. Mit dem Panner verschiebt man ein Mono- oder Stereo-Audiosignal im Surround-Panorama einer 5.1-Spur. PhotoDirector 5 widmet sich der Bildbearbeitung, Medienverwaltung und Archivierung sowie Bildanpassung. Die automatische Bildkorrektur berücksichtigt die Kenndaten von über 60 Spiegelreflex-Objektiven, um Weitwinkelverzeichnungen oder Vignettierungseffekte zu beseitigen. Bei der Ausgabe unterstützt das Programm auch 4K-Formate und speichert die Fotos als Slideshow in Ultra HD.

Die komplette Suite ist für 300 Euro online oder im Handel zu haben, die einzelnen Programme kosten jeweils zwischen 100 und 120 Euro. (uh)

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