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Content Allianz will neues Urheberrecht Die Deutsche Content Allianz verlangte auf der Medienwoche Berlin-Brandenburg eine Stärkung des Urheberrechts. Die Interessengruppe besteht unter anderem aus öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der GEMA...

Zahlungssperren für Crowdfunding bringen Paypal unter Druck

Der Zahlungsdienst Paypal will seinen Umgang mit Zahlungen für Crowdfunding-Projekte verbessern. In nur wenigen Wochen wurden drei Fälle bekannt, in denen Paypal Gelder für erfolgreiche Crowdfunding-Projekte auf der Plattform Indiegogo sperrte. Paypal teilte mit, dass das Unternehmen derzeit Gespräche mit den großen Plattformen für Schwarmfinanzierung führe, um einen sinnvollen Rahmen für eine reibungslose Abwicklung zu finden. Vorerst soll ein Senior Manager jeden Fall einzeln prüfen, bevor wieder eine Sperre verhängt wird.

Offenbar mischte sich Paypal in die Finanzierung der Projekte ein. In einem Fall wollte Paypal die Hälfte der Zahlungen erst nach Veröffentlichung des Programms freigeben, in einem anderen verlangte der Zahlungsdienstleister die Herausgabe eines detaillierten Bugetplans. Paypal begründete die Probleme damit, dass Schwarmfinanzierung noch relativ neu und offen für Missbrauch sei. Möglicherweise treibt Paypal vor allem die Angst vor Rückforderungen der Kunden um, wenn ein Crowdfunding-Projekt einmal scheitern sollte. (uma)

Vodafone gelingt Übernahme von Kabel Deutschland

Dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone ist es gelungen, die erforderliche Aktienmehrheit für eine Übernahme von Kabel Deutschland zu erreichen. Vodafone erhielt Verkaufsangebote für über 75 Prozent der Kabel-Deutschland-Aktien, bestätigte das Unternehmen gegenüber c’t. Wäre diese Schwelle nicht erreicht worden, hätte Vodafone die Transaktion abgeblasen. Vodafone hatte 87 Euro und eine Dividende von 2,50 Euro je Anteilsschein geboten. Bis zum 30. September haben Aktionäre von Kabel Deutschland noch Gelegenheit, das Vodafone-Angebot anzunehmen.

Insgesamt lässt sich Vodafone die Übernahme 7,7 Milliarden Euro kosten. Allerdings ist dazu noch die Zustimmung der Kartellbehörden notwendig. Mit der Übernahme will Vodafone einen großen Schritt nach vorne machen und die Telekom angreifen. Der Kauf von Kabel Deutschland schließt Lücken in der Festnetzversorgung, in die Vodafone im Vergleich zur Telekom bislang wenig investiert hat. Über die Kabelnetze lassen sich auch Telefon- und Internetanschlüsse realisieren. (uma)

Outlook.com spricht IMAP

Lange schon ärgert Nutzer von Hotmail und Outlook.com, dass die Dienste kein IMAP unterstützen. Nun reagierte Microsoft: „Wir haben Ihr Feedback klar und laut vernommen.“ Ab sofort spricht der E-Mail-Service des Software-Giganten außer POP3 und ActiveSync (EAS) also auch IMAP. Laut einem Blog-Beitrag ist sich Microsoft zwar sicher, dass EAS gerade für die Mail-Synchronisation von mobilen Geräten die bessere Alternative ist. Aber man wolle mehr Kompatibilität gewährleisten, beispielsweise mit Mac-Mail oder Thunderbird, die kein EAS sprechen.

IMAP sei älter und weiter verbreitet: IMAP bei Outlook.com ist nun über imap-mail.outlook.com auf SSL-Port 993 zu erreichen. Push-Mail via IMAP (idle) unterstützt der Service nicht. Entwickler fremder Apps dürfen über OAuth auf das IMAP-Konto des Handy-Nutzers zugreifen und die Mails analysieren. Einige Anwendungen machen davon bereits Gebrauch. So sortiert die iOS-App „motley*bunch“ Response-Mails von Shops, TripIt liest Zeit- und Ortsinformationen von Reisebuchungsbestätigungen aus und pflegt sie in den Kalender ein. (hob)

Keine Netzsperren gegen Glücksspiele

Das EU-Parlament hat die Forderung, rechtswidrige Glücksspielangebote im Internet zu blockieren, aus einem Bericht zu Online-Glücksspielen gestrichen. Eine große Mehrheit stimmte für einen Änderungsantrag der Liberalen. Die britische Rechtskonservative Ashley Fox hatte Black- und Whitelists zur Bekämpfung rechtswidriger Lotterien und Gewinnspiele vorgeschlagen. Zwar enthält der Bericht weiterhin die Empfehlung, einen Katalog verbotener und erlaubter Angebote zu führen, aber nicht mehr die Forderung nach Netzsperren zu deren Durchsetzung.

Illegales Online-Glücksspiel soll künftig eher durch Austrocknen der Zahlungsströme bekämpft werden. Gesicherte und rückverfolgbare Zahlungslösungen und gegebenenfalls Sperren für Finanztransaktionen sollen Verbraucher schützen. Die Bürgerrechtsorganisation „European Digital Rights“ übte heftige Kritik am neuerlichen Anlauf, Netzsperren durchzusetzen. (uma)

Content Allianz will neues Urheberrecht

Die Deutsche Content Allianz verlangte auf der Medienwoche Berlin-Brandenburg eine Stärkung des Urheberrechts. Die Interessengruppe besteht unter anderem aus öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der GEMA und dem Bundesverband Musikindustrie. Aus Sicht der Content Allianz habe die Politik sich „noch nicht richtig bewegt“, sagte Jürgen Doetz vom Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT).

Nach der Wahl gelte es nun, die Rahmenbedingungen für die Inhalteindustrie zu verbessern, forderte Dieter Gorny, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie. Auch der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) forderte den Gesetzgeber zum Eingreifen auf. Das kürzlich verabschiedete Leistungsschutzrecht sei nur ein „erstes Zeichen der Anerkennung“. (uma)


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