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WLAN-Bridge mit Radius-Authentifizierung

Die WLAN-Bridge SX-BR-4600WAN von Silex beherrscht die häufig in Firmen verwendete Radius-Authentifizierung gemäß IEEE 802.1x zur Anmeldung am WLAN. Damit lassen sich Geräte wie netzwerkfähige Kopierer über ihren Ethernet-Port in Firmen-Funknetze einbinden. Bei der Authentifizierung unterstützt die Bridge mehrere EAP-Methoden (Extensible Authentication Protocol mit PEAP, TLS, TTLS, FAST oder LEAP).

Das Gerät arbeitet nach IEEE 802.11n mit maximal 300 MBit/s brutto in einem der beiden WLAN-Funkbänder (2,4 oder 5 GHz). Über einen nachgeschalteten Switch versorgt die Bridge bis zu 16 Hosts. Laut Hersteller verbraucht die Bridge maximal 3,8 Watt. Zwar ruft Silex für das Gerät stolze 165 Euro auf, aber das ist deutlich weniger, als ein WLAN-Access-Point für den Firmeneinsatz kosten würde, den man dann als Client-Bridge betreibt. (ea)

Bis zu 150 MBit/s per LTE im Telekom-Netz

Seit Anfang September liefert die Telekom in über 100 Städten Downlink-Geschwindigkeiten per LTE mit bis zu 150,8 MBit/s brutto. Die neue Ausbaustufe haben alle Städte und Ballungszentren erhalten, die bisher mit maximal 100 MBit/s versorgt waren. Das Unternehmen bezeichnet das beschleunigte Mobilfunk-Verfahren als LTE+. Wie auch schon die anderen Netzbetreiber hat das Unternehmen natürlich einfach die aktuell schnellste LTE-Ausbaustufe gemäß der 3GPP-Spezifikation Release 8 implementiert. In Senderichtung, also vom Teilnehmer zum Netz, erreicht man weiterhin nicht mehr als 51 MBit/s.

Bis Ende des Jahres will das Unternehmen die Zahl der Städte mit dem schnellen LTE fast verdoppeln. Wo genau welche Maximalgeschwindigkeit verfügbar ist, kann man auf der Abdeckungskarte einsehen (siehe c’t-Link).

Ab dem 1. Oktober 2013 passt die Telekom ihr Tarifportfolio an LTE+ an. Kunden mit Tarifen und Optionen, die bis zu 100 MBit/s zulassen, erhalten dann automatisch und ohne Aufpreis bis zu 150,8 MBit/s. Tarife und Optionen für maximal 50 MBit/s steigen parallel in die Klasse für bis zu 100 MBit/s auf. Die aktuellen Preise gelten weiterhin. Im Tarif Mobile Data XL hatte die Telekom die Obergrenze von 150,8 MBit/s auf den Start der IFA-Messe in Berlin vorgelegt.

Um die neue Höchstgeschwindigkeit per LTE nutzen zu können, braucht man passende Geräte. Samsung will eine verbesserte Version des Galaxy S4 mit LTE+ anbieten. Geräte weiterer Hersteller sollen bei der Telekom ab Ende September zu haben sein. Wer einen Speedstick LTE III, Speedbox LTE II oder Speedbox LTE mini nutzt, braucht sich für LTE+ nicht nach einem neuen Gerät umzusehen; für diese soll es im September Software-Aktualisierungen geben. Vodafone hat bereits im August begonnen, in ihrem Netz die nächste LTE-Stufe einzuziehen. (dz)

Zyxel beschleunigt Zywall-Router

Zyxel hat sein Security-Portfolio mit den drei Modellen Zywall 110, 310 und 1100 erweitert: Die Geräte richten sich an Firmen, die nur Firewall und VPN-Funktionen brauchen. Ihre Multi-Core-CPUs befördern im reinen Firewall-Betrieb bis zu 3,6 GBit/s, als VPN-Endpunkt erreichen sie bis zu 800 MBit/s. Damit seien sie gegenüber den Vorgängern beim Firewall-Betrieb bis zu neunmal schneller, bei VPN bis zu 4,4-mal.

Dem Modell 110 hat der Hersteller zwei WAN- und vier LAN-Ports sowie einen konfigurierbaren „OPT“-Port spendiert (wahlweise WAN, LAN oder DMZ, alles Gigabit-Ethernet). Bei den beiden größeren Modellen 310 und 1100 sind sämtliche der je acht verbauten Gigabit-Anschlüsse beliebig fürs WAN, LAN oder die DMZ konfigurierbar.

Für den Internet-Zugang können die Zywalls mehr als ein externes Modem nutzen und beim Ausfall der Hauptleitung automatisch auf Ersatzleitungen umschalten (Fail-over). Unter dem Namen „Easy-VPN“ fasst Zyxel seine VPN-Konfigurationsautomatik für den Remotezugriff per IPSec und L2TP zusammen.

Die Leistungsaufnahme gibt der Hersteller mit 37 (Zywall 110) beziehungsweise 58,5 Watt an (Zywall 310 und 1100). Die Geräte kosten 570 Euro (Modell 110), 1330 Euro (Modell 310) und 2930 Euro (Modell 1100). (dz)

Telekom: Router warnt vor Bot-Befall

Die Deutsche Telekom hat auf der IFA in Berlin ein Botnetz-Warnsystem demonstriert, das für mehr Sicherheit und Datenschutz beim Anwender sorgen soll. Dabei macht sich die Telekom Informationen zunutze, die sie mit eigenen „Honeypots“ sammelt.

Die Telekom trägt mit eigens präparierten Zugangspunkten, die als besonders attraktive Ziele herausgeputzt sind, unter anderem Informationen über Botnetze. zusammen. Die von diesen Honeypots gewonnenen Daten lassen sich zum Beispiel dafür nutzen, den Kunden zu warnen, wenn er sich Schadsoftware eingefangen hat und sein Rechner dadurch Teil eines Botnetzes wurde.

Auf der IFA zeigte die Telekom nun einen Router-Prototypen, der genau das macht: „Der Router fragt alle fünf Minuten ab, ob er Teil eines Botnetzes ist“, erklärte Rüdiger Peusquens, Leiter der Sicherheitstestgruppe bei der Telekom. Dabei gleicht der Router seine IP-Adresse mit den von den Honeypots eingefangenen IPs vorhandener Botnetze ab, andere Daten verarbeitet er nicht. Findet sich der Router, leitet er Nutzer auf eine Webseite, die ihn darüber und über Gegenmaßnahmen informiert. Der Internet-Anschluss bleibt bestehen, der Nutzer kann anschließend normal weitersurfen.

Grundlage dieses Warnsystems ist eine modulare Software, die die Telekom auf Basis des Router-Linux OpenWRT entwickelt hat. Für die Telekom hat der „Open Router“ den Vorteil, dass die Routerfunktionen Hardware-unabhängig verändert oder erweitert werden können. Ältere Versionen des ebenfalls auf Linux aufsetzenden DD-WRT sind für einen Trojaner anfällig, der unverschlüsselte Zugangsdaten abgreift. Details dazu beschreibt der Artikel auf Seite 46 in diesem Heft.

Wann die auf der IFA gezeigten Funktionen in neuen Speedport-Routern auch beim Kunden stehen, verriet das Unternehmen jedoch nicht. (vbr/rek)

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