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Statistik-Klassiker, Version 22

IBMs Statistik-Paket SPSS hat in seiner 22sten Auflage zahlreiche Anzeigeoptionen zugelegt. Laut Hersteller kann man jetzt aus Programmdialogen heraus ohne Umwege Tabellen anlegen und darin Zeilen, Spalten und einzelne Zellen individuell layouten – auch mit konditioneller Formatierung. Rechenergebnisse lassen sich als plattformunabhängige Web-Reports, kompatibel zum Business-Intelligence-Paket Cognos als MHT-Dateien oder als Heat Maps ausgeben, die Ergebnisse nichtparametrischer Tests auch als Pivot-Tabellen. Eine Standard-Lizenz für SPSS unter Windows, Linux oder Mac OS X kostet 5940 Euro, die abgespeckte Basislizenz ohne Funktionen für lineare und nichtlineare Modellierung gibt es für 2690 Euro. Studenten erhalten Letztere als 365-Tage-Lizenz für 103 Euro. (hps)

Simultane 1D-Simulationen

MSC hat seine Simulationsanwendung Easy5 in Version 2013 herausgebracht. Die Software dient dazu, eindimensionale Abläufe in physikalischen Systemen zu modellieren. Dabei kann es etwa um den zeitlichen Verlauf einer Temperatur oder um den Druckabfall entlang einer Rohrleitung mit Biegungen und Verjüngungen gehen. Die aktuelle Programmversion kann auf einem Windows-, Linux- oder Unix-PC mit Multicore-Prozessor mehrere solcher Simulationen gleichzeitig ablaufen lassen. Benutzer sollen die Ergebnisse schon während der Simulationen zu sehen bekommen, sodass sie bei unerwarteten Entwicklungen sofort eingreifen können. Easy5 lässt sich über eine grafische Bedienoberfläche mit wiederverwendbaren schematischen Komponenten steuern. Ein Beispiel für so eine Komponente wäre ein Ventilmodell, das sich mausgesteuert in einen Fluid-Schaltplan eingliedern lässt. Lizenzkosten für das Paket beginnen bei etwa 6000 Euro. (hps)

NC-Programmierung nach Simulation

InterCAM will auf der EMO in Hannover seine Produktlinie Mastercam X7 vorstellen. Mit der Anwendung Mill-Turn zum Programmieren von Dreh-Fräszentren kann man Probleme des Bewegungsablaufs frühzeitig ausmerzen und Probeläufe einsparen, weil sich alle Vorgänge am Bildschirm simulieren lassen.

Das Programm Productivity+ kann Tastinstrumente von CNC-Maschinen direkt zur Maschinensteuerung heranziehen, sodass die Messergebnisse unmittelbar für Korrekturen herhalten können. Die Standzeit von Werkzeugen soll sich durch die Wegführung „Dynamisches Schruppen“ erhöhen lassen und auch dadurch, dass man für Fünf-Achs-Konturfräsen und Wälzwerkzeuge oszillierende Bewegungen vorgeben kann.

Zur Verwaltung von Werkzeugen, Halterungen und Baugruppen gibt es jetzt einen SQL-basierenden Tool Manager. (hps)

Bauplanung zur Miete

Autodesks Infrastructure Modeler zur Planung etwa von Tiefbauten und Straßen heißt jetzt Infraworks 2014. Dem ab 6300 Euro erhältlichen Programmpaket hat der Hersteller das Produkt Infraworks 360 Pro 2014 mit zusätzlichen Cloud-Funktionen zur Seite gestellt. Damit lassen sich Modelle und Planungsszenarien im Web veröffentlichen und Feedbacks erfassen. Renderings und Simulationen übers Web sind zusätzlich über Autodesks sogenannte Cloud Credits zu finanzieren. Infraworks 360 Pro ist über den Fachhandel zu kaufen. Neuerdings offeriert Autodesk seine Programme auch zur Miete über einige Monate. Preisinformationen gibt es auf Anfrage. (hps)

Mathematik-Entwicklungsumgebung

Zur Kommandosprache des Programmpakets Maple für symbolische und numerische Mathematik hat der Hersteller MapleSoft die Entwicklungsumgebung Maple IDE herausgebracht. Sie soll Entwicklern helfen, Klammerstrukturen im Code zu überblicken und Maple-Funktionen auf Anhieb mit den formal richtigen Parametern aufzurufen. Weitere Features sind das Syntax-Highlighting und die Pflege von Aufgabenlisten. Das für 232 Euro erhältliche Java-Programm nutzt das Eclipse-Framework. Es kooperiert plattformunabhängig mit der aktuellen Maple-Version 17 und mit Version 16. (hps)

Anwendungs-Notizen

Für die Automatisierungsplattform EPLAN steht mit der View App ein kostenloser Projektbetrachter mit 3D-Darstellungen für iPads ab iOS 6.0 zur Verfügung.

Version 2013.1 der Software IPEmotion zum Sammeln von Messdaten soll schneller starten, neue Analyse-Funktionen zum Zoomen, Strecken, Stauchen, Verschieben von Kurven und Achsen sowie mehr Import- und Exportfilter bieten. Die Software läuft unter Windows; Preise nennt der Hersteller auf Anfrage.

Die Numerical Algorithms Group hat ihre Funktionsbibliothek auf die Architektur Xeon Phi portiert. Damit lassen sich mehr als 1750 Rechenfunktionen automatisch auf Intels Koprozessoren auslagern und dort parallel ausführen.

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