Scheinselbstständigkeit

1. Eurathlon-Wettbewerb für Rettungsroboter

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Beim erstmals ausgetragenen Eurathlon-Wettbewerb konnte die europäische Rettungsrobotik ihr Potenzial in realistischen Einsatzszenarien unter Beweis stellen – offengelegt wurden aber auch zahlreiche Defizite. So fehlen beispielsweise weiterhin standardisierte Methoden zur Leistungsmessung.

Kernforschung und Nuklearindustrie sind eigentlich wichtige Triebkräfte für die Entwicklung von Fernhantierungstechnik. Schließlich muss hier routinemäßig mit Materialien umgegangen werden, die für den menschlichen Organismus schädlich sind. Insofern entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet beim schweren Reaktorunfall in Fukushima keine fernsteuerbaren Roboter bereitstanden, um den Schaden frühzeitig zu begrenzen. Als das Innere der Gebäude nach mehreren Wochen endlich mithilfe von Robotern inspiziert werden konnte, war wertvolle Zeit vergangen.

Beim Roboterwettbewerb Eurathlon, der Ende September in Berchtesgaden ausgetragen wurde, fasste Shinji Kawatsuma von der Japan Atomic Energy Agency (JAEA) die wesentlichen Versäumnisse und die Lehren aus der Katastrophe zusammen: Nach einem Nuklearunfall im Jahr 1999 habe es zwar Pläne gegeben, Rettungsroboter zu entwickeln, schilderte Kawatsuma, der in Fukushima den Robotereinsatz geleitet hatte. Doch die Umsetzung war mangelhaft: „Niemand war verantwortlich für die Wartung der Roboter, ihre genaue Spezifikation oder die Entwicklung eines Einsatzplans.“ ...

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