Wie aus dem Drucker geschossen

Waffenherstellung mit 3D-Drucker im Test

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Im Mai hat eine US-amerikanische Gruppe namens Defense Distributed CAD-Dateien für eine Schusswaffe veröffentlicht, die sich auf einem 3D-Drucker herstellen lässt. Bei bisherigen Tests dieser Pistole namens Liberator kamen meist industrielle 3D-Drucker zum Einsatz. Aber geht das auch mit einem günstigen Gerät?

Nach der Medienaufregung zum ersten Test der 3D-Druck-Pistole ist es in den letzten Monaten still geworden um Cody Wilson, Defense Distributed und den Liberator. Der gemeinnützigen Organisation war es nach eigenen Angaben darum gegangen zu zeigen, wie man sich mit Open-Source-Lizenzen und 3D-Druckern der gesetzlichen Regulierung von Waffenherstellung und -besitz entziehen kann. Offenbar ist es der US-amerikanischen Regierung mit ihrer Aufforderung, alle 3D-Waffen- und Munitions-Dateien von der Website „Defcad“ zu entfernen, gelungen, die sehr erfolgreiche Medienkampagne von Defense Distributed vorerst zu beenden.

Tatsächlich aber hat nicht nur die US-Regierung, sondern auch Defense Distributed ihr vorläufiges Ziel erreicht: Die Dateien für die Herstellung einer Pistole mit dem 3D-Drucker sind online. Sie sind zwar nur noch über Webseiten wie Pirate Bay verfügbar, aber grundsätzlich ist jeder Mensch in der Lage, sie sich herunterzuladen und damit eine Waffe auszudrucken. Und das war das erklärte Ziel der Gruppe. Es ging ihnen, wie ihr Sprecher Cody Wilson sagte, nicht darum, dass jeder eine Waffe hat, es ging darum, dass jeder sich eine Waffe beschaffen kann – und das ohne jede staatliche Kontrolle. ...

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Weitere Bilder

  • Cody Wilson feuert den Liberator von Hand ab.
    Youtube
  • Unser Büchsenmacher tüftelt am Liberator. Im Hintergrund: „Echte Waffen“.