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Musikproduktion: Ableton Live 9.1 als offene Beta

Der Berliner Musik-Software-Hersteller Ableton hat mit der offenen Beta-Phase des Updates 9.1 für seine Digital Audio Workstation (DAW) Live begonnen. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Unterstützung eines zweiten Monitors. Dabei können Anwender ein zweites Fenster öffnen, auf den zweiten Monitor ziehen und die Arranger- und die Session-Ansicht parallel anzeigen. Zudem wurde der Export der Musikstücke verbessert: Er klappt nun unabhängig von der Arranger- und Session-Ansicht und erlaubt Anwendern die freie Wahl des Zeitabschnitts. Das Rendering soll nicht nur klanglich bessere Algorithmen verwenden, sondern dank Multi-Core-Unterstützung auch schneller ablaufen.

Zudem hat Ableton die Knackgeräusche der Version 9.0.6 beseitigt, die von falschen Puffergrößen verursacht wurden. Version 9.1 erlaubt nun nur noch Latenz-Puffer in der Größe von Zweierpotenzen zwischen 64 und 2048 Samples. Nutzern der aktuellen Version empfiehlt Ableton, den Latenz-Puffer auf eine dieser Größen einzustellen.

Besitzer des Push-Controllers beschert Live 9.1 einen zusätzlichen Step-Sequenzer für Instrumenten-Spuren, der den bisherigen Step-Sequencer für Drums ergänzt. Weiterhin spielt Version 9.1 auch eine neue Push-Firmware 1.13 ein, die den Kontrast der LC-Displays verändert.

Spezielle Unterstützung für Macs mit „Retina“-Display fehlt weiterhin. Zudem schaltet Live unter Mac OS X unnötigerweise auf die zweite GPU um, statt die interne zu verwenden. Dadurch verringert sich die Akkulaufzeit und es kommt mitunter zu mehr Lüftergeräuschen.

Wer Live 9.1 ausprobieren möchte, kann sich zu dem Beta-Programm bei Ableton anmelden. Ableton akzeptiert nur Tester, die bereits Besitzer von Live 9 sind. Die Beta-Version wird parallel zur bereits vorhandenen Version installiert und übernimmt sämtliche Einstellungen im Browser sowie bei den Plug-ins. Bei einem kurzen Test des 16. Builds sind uns keine Instabilitäten oder größeren Bugs aufgefallen. (hag)

DVB-T2-Umstieg ab 2017

ARD und ZDF wollen ab 2017 bei der terrestrischen Verbreitung ihrer Programme den DVB-T-Nachfolgestandard DVB-T2 einsetzen. Der Umstieg soll spätestens im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Dank effizienterer Kompressionsverfahren (MPEG-4 AVC/H.264) könne zum Beispiel das ZDF sein gesamtes Programmangebot auf einem einzigen Multiplex übertragen – bisher ist hier nur Platz für vier Programme. Laut ARD könnte der Standard zudem genutzt werden, um einige Programme in HDTV zu übertragen.

Spätestens seit dem angekündigten DVB-T-Ausstieg der RTL-Gruppe war die Zukunft der terrestrischen Verbreitung ungewiss. Hinzu kamen Ankündigungen der Bundesnetzagentur, die für die TV-Verbreitung vorgesehenen Frequenzen im 700-MHz-Band für den Mobilfunk freizugeben. „Wir stehen zum digitalen Antennenfernsehen. Dieser Übertragungsweg bietet eine verbraucherfreundliche und kostenfreie Alternative für TV-Inhalte auch auf portablen und mobilen Geräten“, erklärte ZDF-Intendant Thomas Bellut. „Dieses Alleinstellungsmerkmal gilt es zu erhalten und durch den Umstieg weiter zu stärken.“

Derzeit schauen etwa 11 Prozent der Haushalte digitales Antennenfernsehen, in Ballungsgebieten sollen es rund 20 Prozent sein. In den meisten Fällen wird mit der Umstellung die Anschaffung eines neuen Receivers vonnöten sein, wenn nicht schon ein TV-Gerät mit DVB-T2-Tuner im Wohnzimmer steht. In einigen Ländern wie zum Beispiel Dänemark läuft DVB-T2 bereits im Regelbetrieb – einige Smart-TVs sind daher bereits heute mit DVB-T2-Tunern ausgestattet. (sha)

VLC media player mit mehr Hardware-Beschleunigung

Rund tausend Fehler haben die 140 an VLC beteiligten Entwickler in Version 2.1 des Multimedia-Players VLC mit dem Codenamen „Rincewind“ bereinigt – und viele neue Funktionen eingebaut. Vor allem betonen sie die neue, effizientere Audio-Engine. Diese arbeitet mit höheren Auflösungen und Samplingraten, bietet mehr Ausgabeoptionen und soll die Raumklangformate mit 5.1, 6.1 und 7.1 Kanälen korrekt ausgeben. Videos spielt VLC 2.1 unter OS X (via VDADecoder), Linux (VDPAU) und Android (MediaCodec) Hardware-beschleunigt ab. Mithilfe von Intel QuickSyncVideo kann man unter Windows zudem Hardware-beschleunigt Videos kodieren. Auch das Streaming wurde verbessert: Viotech.net steuerte Microsoft Smooth Streaming bei; es gibt ein neues RTMP-Modul auf libavformat-Basis und Verbesserungen bei MPEG Dash.

„Rincewind“ unterstützt mehr Formate wie Microsoft Screen Codec 1/2, Techsmith Screen Capture Codec 2 und Esoterischeres, etwa CDXL und das verlustfreie VBLE. Außerdem beherrscht VLC 2.1 DVB-Untertitel (SCTE-27) sowie EIA-608-Untertitel.

VLC 2.1 läuft nicht nur auf dem Desktop, sondern auch unter Android ab Version 2.1 und iOS ab Version 5. Teilportierungen gibt es für die Windows-Systeme RT, 8(.1) und Windows Phone 8. Mac-Nutzer brauchen mindestens OS X 10.6 sowie eine Intel-CPU.

Außerdem floss in die VLC-Entwicklungsversion grundlegende Unterstützung für den Videokompressionsstandard HEVC (H.265) ein. Mittels x265-Encoder kann VLC HEVC-Videos erzeugen, mangels Splitter und Decoder jedoch noch nicht VLC abspielen. (vza)

Audio/Video-Notizen

Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz können den Amazon Cloud Player ab sofort auch über das Musikverteilsystem von Sonos nutzen.

Nachdem Blizzard schon bei der jüngst erschienenen Konsolenfassung von Diablo III das umstrittene Auktionshaus wegließ, soll es bis spätestens 18. März auch bei der PC-Version seine Pforten schließen. An die Stelle des Auktionshauses soll ein neues Belohnungssystem namens „Loot 2.0“ treten.

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