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240 Hz gegen Unschärfe

Das LC-Display FDF2405W von Eizo ist der erste Monitor, der Bilder mit 240 Hz ausgeben kann. Hintergrund des Ganzen: Weil unser Auge die Helligkeit angezeigter Bilder addiert, verwischen Objektkanten bei schnellen Bewegungen im Bild. Die Darstellung sogenannter Hold-Type-Displays, wie es LCDs sind, ist bei schnellen Bewegungen deshalb stets unschärfer als am Röhrenmonitor, bei dem jeder Bildpunkt nur kurz aufleuchtet (Impuls Type Display).

Eizo reduziert die effektive Haltezeit, für die ein Bild auf dem Schirm steht, durch die 240-Hz-Ausgabe: Von 16 Millisekunden am 60-Hz-LCDs bleiben nur 4 Millisekunden am 240-Hz-LCD übrig. Der FDF2405W nimmt dazu am DVI-D- oder DisplayPort-Eingang 120-Hz-Signale entgegen und erzeugt durch Bildverdopplung 240 Frames pro Sekunde. Das LED-Backlight im 23,5-Zöller blinkt im Takt der Bildausgabe und schaltet jeden zweiten Frame schwarz.

Das Full-HD-Display hat der Hersteller mit diversen Korrekturschaltungen ausgestattet, um die Bildqualität über längere Zeit stabil zu halten. So sorgt die Driftkorrekturschaltung dafür, dass der Bildschirm gleich nach dem Einschalten die volle Helligkeit zeigt. Die DUE-Funktion (Digital Uniformity Equalizer) gleicht etwaige Helligkeits- und Farbschwankungen aus, die dreidimensionale Look-up-Tabelle verbessert die Farbmischung und sorgt für gleichmäßige Graustufen. Das blickwinkelstabile, entspiegelte Display erreicht laut Eizo einen Kontrast von 5000:1 bei einer maximalen Leuchtdichte von 350 cd/m2. Ein dreipoliger Mini-DIN-Stecker kann den Monitor zudem für den 3D-Shutterbetrieb mit Grafikkarten synchronisieren.

Als Haupteinsatzgebiet des Duravision-LCD nennt Eizo die Wiedergabe von Satellitenaufnahmen: Diese werden üblicherweise in sehr schneller Folge am Bildschirm ausgegeben, was bei vielen Monitoren unscharfe Bilder provoziert. Der höhenverstellbare und seitlich drehbare Duravision FDF2405W ist für den 24-Stunden-Betrieb ausgelegt und kostet stolze 5200 Euro. Interessant wäre die eingebaute 240-Hz-Technik auch für Gamer. Dann dürfte der Monitor auch ruhig einfacher gehalten sein – und sollte deutlich billiger angeboten werden. (uk)

Günstiges Touch-LCD für Windows 8

Berührungsempfindliche Monitore für Windows 8 sind meist deutlich teurer als Geräte ohne Touch – vor allem die für echte Zehn-Finger-Bedienung. Nicht so bei Hannspree: Der 23-zöllige HT231HPB des taiwanischen Displayspezialisten mit Zehn-Finger-Touch ist ab Mitte Oktober für nur 250 Euro erhältlich.

Der Full-HD-Monitor nutzt ein nicht ganz blickwinkelstabiles TN-Panel mit 1920 × 1080 Pixeln, als maximale Leuchtdichte nennt Hannspree 250 cd/m2, die Grauschaltzeit ist mit 5 ms spezifiziert. Das stufenlos von 10 bis auf 60 Grad nach hinten neigbare Display steht mit der Vorderkante auf dem Schreibtisch und wird durch einen Bügel abgestützt. Videosignale spielt man per HDMI, Sub-D oder DVI zu, Stereolautsprecher für Systemklänge sind im Gerät eingebaut. (uk)

HDMI-2.0-Update für 4K-Projektor

Sonys Edel-Heimkino-Beamer VPL-VW1000ES bekommt ein Update – VW1100ES heißt die neue Variante des 4K-Projektors. Viel geändert hat sich nicht, wichtigste Neuerung sind die HDMI-2.0-Buchsen, mit denen nun die Zuspielung von 4K-Inhalten mit 60 Bildern pro Sekunde möglich ist. Der Vorgänger unterstützt lediglich HDMI 1.4. Der Projektor soll im November für voraussichtlich 20 000 Euro in den Handel kommen – der endgültige Preis wird erst im Oktober festgelegt. Besitzer des VPL-VW1000ES können die HDMI-Schnittstellen kostenpflichtig auf den neuen 2.0-Standard umbauen lassen.

Außer dem Top-Modell hat Sony auch ein deutlich günstigeres 4K-Gerät im Programm: Der VPL-VW500ES soll ebenfalls im November für 10 000 Euro auf den Markt kommen. Noch im Oktober will der Hersteller zudem den 1080p-Heimkinoprojektor VPL-HW55ES für 3200 Euro anbieten. (jkj)

QHD-Monitor mit IPS-Panel

Viewsonics hochauflösender 27-Zoll-Monitor VP2772 nutzt ein ab Werk kalibriertes IPS-Panel mit 2560 × 1440 Pixeln. Für eine gleichmäßige und naturgetreue Farbwiedergabe arbeitet das Display mit 10 Bit pro Farbe und bildet laut Viewsonic den Adobe-RGB-Farbraum ab. Intern sorgt eine 14-Bit-LUT (Look-up-Tabelle) für gleichmäßige Grau- und Farbverläufe.

Über zwei DisplayPort-Eingänge und einen DisplayPort-Ausgang können Eingangssignale vom Monitor an weitere Displays durchgeschleift werden. Außerdem besitzt der VP2772 HDMI- und DVI-Ports sowie einen USB-Hub mit vier Peripherieanschlüssen. Das höhenverstellbare Display ist seitlich und ins Hochformat drehbar. Es wird von einem schmalen, mattierten Rahmen eingefasst. Der für Grafikanwendungen gedachte VP2772 ist ab Ende Oktober für 760 Euro zu haben. (uk)

Heimkino-Projektor mit 4K-Eingang und „verschobener” 1080p-Ausgabe

Je größer das Bild, desto sinnvoller ist 4K beziehungsweise Ultra-HD-Auflösung – umso erstaunlicher, dass es mit Sony erst einen Hersteller gibt, der 4K-Projektoren fürs Heimkino herstellt (siehe Meldung oben). JVC hat nun zumindest eine Kompromisslösung vorgestellt: Die drei neuen Projektoren DLA-X900R (10 000 Euro), DLA-X700R (7000 Euro) und DLA-X500R (5000 Euro) besitzen allesamt einen 4K-fähigen HDMI-Eingang (bis zu 60 fps). Statt nativer 4K-Panels integrieren sie jedoch nur konventionelle 1080p-LCoS-Panels mit sogenannter „E-Shift“-Technik: Hier wird jedes Bild innerhalb eines 120-Hz-Durchlaufs zweimal angezeigt – einmal unverändert und einmal horizontal und vertikal mit einer Linse jeweils um ein Pixel verschoben. Die Technik soll die wahrnehmbare Schärfe deutlich erhöhen.

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit E-Shift-Technik will JVC neben der Helligkeit auch den Kontrast erhöht haben. Alle drei Geräte spezifiziert der Hersteller mit 1300 Lumen und nennt als Kontrastverhältnis beim X900R 150 000:1, beim X700R 120 000:1 und beim X500R 60 000:1. Die Projektoren können stereoskopische Inhalte anzeigen, man benötigt dafür aber 3D-Shutterbrillen. Außerdem sollen sie sich mit einer Smartphone-App steuern lassen. Die beiden teureren Beamer arbeiten auf Wunsch im Adobe-RGB-Farbraum und sind ISF- und THX-zertifiziert. Im November sollen die Projektoren in den Handel kommen. Der Heimkino-Projektor DLA-X35 ohne E-Shift-Technik (Test in c’t 9/13, S. 109) bleibt für 3000 Euro weiter im Programm. (jkj)

Peripherie-Notizen

Das Unternehmen SeeFront 3D, dieses Jahr mit dem Deutschen Innovationspreis ausgezeichnet, will künftig selbst autostereoskopische Monitore herstellen. Erster Kunde ist der Slot-Machine-Hersteller GTECH, der bei SeeFront 3D-Displays für Spielautomaten in Las Vegas bestellt hat.

Am Lichttechnischen Institut der Uni Karlsruhe (KIT) findet am 9. und 10. Oktober ein Seminar zum Thema Licht- und Displaytechnik statt. Dr. Rainer Kling vom KIT informiert über Lichttechnik, Betriebsgeräte und Leuchten. Dr. Michael E. Becker referiert über visuelle Wahrnehmung und Display-Messtechnik.

Vom 8. bis 10. Oktober findet die Plastic Electronics 2013 in Dresden (PE2013) statt. Auf der Konferenz mit begleitender Ausstellung, die parallel zur Semicon Europa abgehalten wird, dreht sich alles um organische Displays für Displays, Leuchten, flexible Fotovoltaik und Smart Systems.

VorpX, ein VR-Treiber für konventionelle Spiele für die Oculus-Rift-Brille, ist ab sofort in einer Beta-Version für 29 Euro erhältlich.

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