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CERN intern

www.google.com/maps/views/streetview/cern?gl=de

Google macht mit Street View Orte sichtbar, die Sie sonst wohl kaum jemals zu Gesicht bekommen können. So darf man durch die Privatsuiten eines Airbus A380 von Emirates lugen oder durchs Weiße Haus spazieren. Der neueste Coup: Das Forschungszentrum CERN hat Google gestattet, die unterirdischen Kavernen mit Panoramakameras zu erfassen.

Seit Ende September ist auf Street View nun ein faszinierender Rundgang durch die Gänge und Experimentierhallen des Teilchenbeschleunigers „Large Hadron Collider“ (LHC) möglich, der Anhaltspunkte für die Existenz des lange gesuchten Higgs-Teilchens geliefert hat. Man kann dort unter anderem die riesigen Teilchendetektoren ATLAS, ALICE und CMS bestaunen. Alle Bilder wurden 2011 aufgenommen. (hob)

Die vielen Gesichter von Facebook

http://app.thefacesoffacebook.com

Fast 1,3 Milliarden Mitglieder hat Facebook inzwischen – eine gigantische Zahl. Sie zu visualisieren scheint unmöglich. Dennoch wagt die argentinische Entwicklerin Natalia Rojas mit ihrem Kunstprojekt The Faces of Facebook genau das. Besucht man die Website, erscheint zunächst bunter Pixelschnee, überlagert von einem Zähler, der die aktuelle Facebook-Nutzerzahl hochzählt. Erst das Maus-Rollover fördert zutage, dass jedes Pixel die Miniatur eines Profilbilds aus dem sozialen Netzwerk darstellt. Per Mausklick zoomt der Besucher einzelne Bilder heran.

Rechts oben auf der Seite kann man sich als Facebook-Mitglied verbinden und Profilinformationen nachladen lassen. Erst dann wird klar, dass die Bilder chronologisch sortiert sind. Tatsächlich finden sich oben links die ersten Teilnehmer des Netzwerks; Nummer 1 ist Mark Zuckerberg. Oben rechts befindet sich ein Button, der das eigene Profilbild lokalisiert: Neben dem Pfeil mit der Beschriftung „You“ zeigt die Anwendung, das wievielte Mitglied man selbst auf Facebook ist – eine faszinierende Spielerei. (hob)

Zeitvernichtungsmaschinen

www.imgur.com

http://forgif.me

Mittagspause zu lang? Ein letztes Surfziel vor dem Einschlafen gefällig? Die Bilder-Sharing-Site Imgur lockt. Der Aufbau der Hauptseite ist simpel: eine vierspaltige Kachelansicht mit quadratischen Vorschaubildern. Ein Klick führt zur Großansicht der Bilder, animierten GIFs und Bilderserien, gefolgt von den Kommentaren anderer Benutzer. Letztere sind oft das Sahnehäubchen, da die anderen Anwender sie mit „Upvotes“ und „Downvotes“ hoch- und herabstufen können. Einige Top Comments sind lustiger als das inspirierende Bild.

Ursprünglich diente Imgur vor allem als Bilderdepot des Social-Media-Giganten Reddit. Inzwischen hat die Site ihre eigene Subkultur gebildet, die Originalität mit Karmapunkten belohnt und Trolle durch Negativbewertungen verschwinden lässt. Jennifer Lawrence und Olivia Wilde sind hier ebenso beliebt wie Robert Downey Jr. und Tom Hiddleston. Das spricht für eine ausgeglichene Verteilung von männlichen und weiblichen Teilnehmern. Außer den obligatorischen Tierfotos finden sich auch viele Bilderserien. Teilnehmer können entweder ein eigenes Konto anlegen oder sich mit ihrem Facebook-, Google-, Twitter- oder Yahoo-Konto anmelden.

Zwei Felder oben links beeinflussen die Sortierung der Beiträge. Wer wenig Zeit hat, sollte als Kategorie „most viral“ und als Sortierreihenfolge „popularity“ auswählen. Wer die Site mehrfach täglich besucht, sortiert nach Alter („newest first“). Die Kategorie „user submitted“ führt zu den frischesten Zugängen, die Kombination von „highest scoring“ und „all time“ fördert die insgesamt beliebtesten Beiträge zutage. Die Sortiermöglichkeiten, das Bewertungssystem und die Beschränkung auf Bilder sorgen dafür, dass Imgur auch nach Monaten jeden Tag eine neue Wundertüte bereitstellt.

Ein echtes Revival feiern derzeit animierte GIF-Bilder – nicht nur auf Imgur. Die Plattform forgif.me hat sich komplett diesen ruckelnden Kurzfilmchen verschrieben. Dort finden sich Fail-Videos genau wie lustige Tier-Filmchen oder künstlerische Werke. Vorsicht: Es kann süchtig machen, sich durch die GIFs zu klicken. Entstanden ist forgif.me als Hobbyprojekt dreier Entwickler der Bochumer App-Schmiede 9elements. Nutzer loggen sich über Facebook ein und haben mit der iOS-App sogar die Möglichkeit, unterwegs animierte GIFS zu produzieren und hochzuladen. (ghi/hob)

Offenes Berlin

www.stadtentwicklung.berlin.de/geoinformation/fis-broker/

Open Data ist im Kommen. Nun geht die Stadt Berlin mit gutem Beispiel voran. Sie hat Anfang Oktober sämtliche amtliche Geodaten der Vermessungsverwaltung veröffentlicht und macht sie über das Web-Tool FIS-Broker kostenfrei zugänglich. Die automatisierte Liegenschaftskarten, topografischen Landeskartenwerke, Luftbilder und daraus abgeleitete entzerrte digitale Orthophotos und Informationen über Bodenrichtwerte dürfen für jeden kommerziellen und nicht-kommerziellen Verwendungszweck umfassend genutzt werden. (hob)

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